Update zum „Wednesday Night War“ zwischen NXT und AEW: Welcher TV-Deal ist lukrativer und wie viele Zuschauer erwartet USA? Mehr Geld für die NXT-Talente! Wie stark wird Vince McMahon fortan NXT beeinflußen?

28.08.19, von Jens "JME" Meyer

– „Wednesday Night War“: Diesen Begriff hört man seit einigen Tagen immer wieder, nachdem WWE in der letzten Woche bekannt gegeben hatte, das NXT auf das USA Network wechselt, wo man dann ab dem 02. Oktober 2019 zeitgleich zur AEW-Weekly auf TNT laufen wird.

Vor dem Hintergrund, dass NXT nicht wie zunächst angenommen auf dem kleineren Sender Fox Sports 1 wechselt, sondern auf USA, geht man aktuell davon aus, dass NXT gute Chancen haben sollte, die besseren Ratings als der Newcomer einzufahren. Dies glauben zumindest viele Personen bei WWE. Auf FS1 hätte man vermutlich ziemlich sicher den Kürzeren gezogen. Dies war auch der Grund dafür, dass Vince McMahon einen Wechsel auf USA forciert hat. Beim USA Network erwartet man von NXT als Richtwert nun mindestens 900.000 Zuschauer.

Mittlerweile heißt es, dass der Vertrag wohl über zwei Jahre läuft und WWE in diesem Zeitraum 50-60 Millionen US-Dollar einbringen wird. Davon gehen aber 15% an die Agentur CAA, die den Deal für WWE ausgehandelt hat. Damit liegt der Wert des Deals ungefähr in der selben Größenordnung, wie der Deal, den AEW mit TNT abgeschlossen hat. TNT wird die kompletten Produktionskosten übernehmen und diese sollen sich auf 20 bis 30 Millionen US-Dollar pro Jahr belaufen. Allerdings wird AEW zusätzlich noch an den Werbeeinnahmen beteiligt, sodass die Zuschauerzahl am Ende direkten Einfluss auf die Gelder haben wird. Erzielt AEW auf TNT sehr gute Zuschauerzahlen jenseits der 1 Millionen Marke, so wäre der Deal am Ende lukrativer, als der NXT-Deal.

Bei FOX war man derweil wohl nicht sonderlich begeistert davon, dass WWE das USA Network vorzog. So war man sich bereits sicher, dass der gelb-schwarze Brand auf FS1 landen wird, sogar einigen Partnersendern hatte man dies schon mitgeteilt, nur um nun wieder zurückrudern zu müssen. Intern war sogar von einem „Schlag ins Gesicht für FOX“ die Rede.

Sehr positiv könnte sich der TV-Vertrag derweil auf die Gehälter der NXT-Talente auswirken, denn zumindest die Topstars des Brands werden nun neue Verträge zu deutlich besseren Bezügen erhalten. Bei AEW bietet man den Talenten Gehälter im niedrigen sechsstelligen Bereich bei einem weniger anstrengenden Terminkalender, während die meisten NXT-Talente zu Beginn ein Jahresgehalt von 40.000 bis 60.000 US-Dollar erhalten. Lediglich die größeren Namen unter den Neuverpflichtungen (wie bspw. KUSHIDA oder Matt Riddle) erhalten deutlich mehr. Bruce Mitchell vom PWTorch bestätigte auch bereits, dass die ersten NXT-Wrestler eine Gehaltserhöhung erhalten haben. Im Moment geht man davon aus, dass die Entwicklungsverträge der NXT-Stars, die regelmäßig in den TV-Shows auftreten, demnächst in Main Roster Verträge umgewandelt werden.

Aktuell heißt es, dass sich an der Produktion von NXT durch den Wechsel nichts ändern soll und weder Vince McMahon noch Kevin Dunn involviert sein werden. Allerdings herrscht auch das Gefühl vor, dass sich dies schnell ändern würde, wenn die Ratings nicht wie gewünscht ausfallen. Aufgrund des Starts der XFL im kommenden Jahr wird Vince McMahon aber wohl keinesfalls jeden Mittwoch in Orlando, Florida sein können.

Quelle: Wrestling Observer Newsletter, PWTorch, Fightful.com

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8 Antworten zu “Update zum „Wednesday Night War“ zwischen NXT und AEW: Welcher TV-Deal ist lukrativer und wie viele Zuschauer erwartet USA? Mehr Geld für die NXT-Talente! Wie stark wird Vince McMahon fortan NXT beeinflußen?”

  1. crossrhodes sagt:

    Man kann wirklich nur hoffen, dass sich vince nicht in die nxt shows einmischen wird. Ne dritte show im schrottstil von vinnie braucht kein mensch, kein zombie, kein tier, kein alien.

  2. Michhier sagt:

    Vielleicht wäre es ja auch von den tv Sendern schlauer vince an den Werbe Einnahmen zu beteiligen anstelle einer festen hohen Summe. Dann wäre er im Zugzwang, andersherum glaube ich aber auch das die Boom Zeit des Wrestling vorbei ist und in den nächsten 5 Jahren das Indi ligen sterben Sterben einsetzt, denn nicht nur durch wwe besteht eine marktübersättigung. Aber das ist alles subjektiv von mir kann ja sein das morgen Wrestling wieder rockt.

  3. Rikibu sagt:

    Aha… Man befragt leute bei wwe, welches Produkt besser abscheidet? das eigene oder ein Mitbewerber???

    Statistik nach dem Motto „100% aller frauen sind kriminell. dies ergab eine repräsentative Umfrage in einem Frauengefängnis “

    Für mich gibt es keinen Liga-Krieg… die WWE liegt für mich schon tot auf m Schlachtfeld, weil ich mit deren Produkt so gar nix mehr anfangen kann… also schaue ich mir das an, was es abseits des Marktführers so passiert…

    Und warum wird eigentlich immer so getan, als würde AEW die Marktführerschaft der WWE in Gefahr bringen? wer denkt denn sowas wirklich?

    auch ohne Marktführerschaft kann eine Liga für stabile Einnahmen, Zuschauer- und Fanbindung und ein konstant gutes Produkt sorgen…

    Die Frage, warum die WWE die Marktführerschaft überhaupt hat, sollte vielleicht auch mal beleuchtet werden… wäre die noch da, würde man die ganzen finanziellen Fremdeinflüsse wie snickers, aktienverkäufe usw. und das permanente einmischen von dritten Geldgebern ins Produkt mal ausklammern?

    Die Stärke der kleineren Ligen ist es doch, dass sie nicht nach Sponsorenpfeife tanzen müssen, was der Mc Mahon Laden aber sowas von muss… da scheißt sich ein Sponsor wegen der Wyatt lampe ein und schon wird ein interessantes Konzept in Frage gestellt… nur um den Sponsor zu halten…

    vielleicht täte der wwe es gut, sich unabhängiger zu machen, dann könnten sie kreativ wieder machen was sie wollen. irgendwann brauchen sie solche steinzeittechnologien wie fernsehsender nicht mehr…

    und was würde die aew eigentlich davon abhalten, sich auch so aufzublasen mit sponsoren usw.? woran bemisst sich denn die marktführerschaft der wwe überhaupt?

  4. Commander sagt:

    So oder so, die Suche nach Talenten wird intensiver. Für die Wrestler ist das eine gute Sache und für uns Fans auch, denn alle sind sich ja einig, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Spannende Zeit.

  5. Tortel sagt:

    Smartmark 2002: Die WWE ist scheiße geworden, es braucht Konkurrenz!
    Smartmark 2008: Ich kann die WWE echt nicht mehr schauen.
    Smartmark 2012: Das Produkt der WWE ist echt zum Kotzen.
    Smartmark 2019: Wie kann Vince es wagen, NXT gegen AEW zu positionieren? Buuuh!

  6. namor sagt:

    @Rikibu : klasse posting, danke.

    @Commander : ob das für die jungen wrestler, welche wwe verpflichtet, so gut ist, bezweifle ich doch stark. 90% der neuverpflichtungen kommt so gut wie gar nie zum einsatz bei dem überfüllten kader. somit sind sie zum rumsitzen verdammt.
    wenn sie stattdessesn bei einer indyliga unterschreiben, dann kommen sie auch zum einsatz und können wrestlen.

  7. Commander sagt:

    Namor, in der Regel verpflichtet WWE viele Talente direkt aus den Indys, also wird auch dieser Faktor wichtiger und ist auch sinnvoll, erst einmal in den Indys erste Erfahrungen zu sammeln. Eine EVOLVE wird hier etwa eine neue Talentschmiede werden, genau so wie es früher FCW oder OVW waren. Die Wrestler aus dem Performance Center werden m. E. dennoch nicht zu kurz kommen. Idealerweise schickt man diese dann auch im Vorfeld in Vertrags-Indys. Ich glaube, dass das funktionieren wird. Ich für meinen Teil freue mich auf das neue NXT.

  8. Oli Bolter sagt:

    Haha also wenn das stimmt das USA Network 900.000 Zuschauer für NXT erwartet dann sind die noch dümmer als ich gedacht habe. Die sind dann ja genauso naiv wie Vince McMahon.

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