Update zu den neuen Rollen von Paul Heyman und Eric Bischoff: Beide versehentlich für die TV-Shows angekündigt – Ist Eric Bischoff heute wirklich noch der richtige für diesen Job? – Beförderung von Heyman wird wohlwollend aufgenommen – Weitere Infos zu den Hintergründen

30.06.19, von Jens "JME" Meyer

– Am Donnerstag sorgte WWE für eine große Überraschung, als man bekannt gab, dass Paul Heyman und Eric Bischoff fortan Führungsrollen hinter den Kulissen einnehmen und als Executive Director von „Monday Night RAW“ bzw. „Smackdown Live“ installiert wurden (wir berichteten HIER). Mittlerweile gibt es weitere Infos zu dieser Thematik.

WWE verschickte am Freitag überraschend eine E-Mail an verschiedene Medien, in denen Auftritte der beiden neuen starken Männer bei den Ausgaben von „Monday Night RAW“ und „Smackdown Live“ in dieser Woche angekündigt wurden. Dies war insofern überraschend, als dass im ursprünglichen Bericht von Sports Illustrated noch die Rede davon war, dass es aktuell keine Pläne gibt, Bischoff und Heyman (über seine Rolle als Manager von Brock Lesnar hinaus) auch vor den Kameras einzusetzen. Mittlerweile ist aber durchgesickert, dass diese E-Mail nicht von ganz oben abgesegnet wurde und Vince McMahon außer sich vor Wut war, als er erfuhr, dass man Auftritte der Beiden angekündigt hat. Bischoff wusste zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht einmal, dass er bereits am Dienstag in San Antonio sein soll, wo „Smackdown Live“ stattfinden wird. Heyman wurde derweil ohnehin in Dallas erwartet, da er sich zuletzt ohnehin bei jeder RAW-Ausgabe backstage befand. Selbst bei WWE gab es einige Mitarbeiter, die um einen Auftritt von Bischoff bei „Smackdown“ wissen sollten, da sie für den Ablauf der „blauen Show“ verantwortlich sind, welche keine Ahnung hatten, ob Bischoff nun wirklich auftreten soll oder nicht. Mehr noch: Während ein RAW-Meeting am späten Donnerstagabend bis 4:30 Uhr am Freitagmorgen andauerte, gab es bis dahin überhaupt keinen Plan für „Smackdown Live“. Selbst bei WWE dachte man zwischenzeitlich, dass die E-Mail ein Fake war, bis auch Fans die Mitteilung erhielten. Offenbar dachte die Abteilung, die für solche Werbekampagnen zuständig ist, dass Heyman und Bischoff als TV-Charaktere eingesetzt werden sollen, woraufhin man damit begann, sie für die TV-Shows anzukündigen. In dieser Abteilung wird ganz offenbar nicht alles im Detail von Vince McMahon abgesegnet, sodass der Chairman dementsprechend wütend über den Fauxpas war. Auch wenn Heyman und Bischoff nicht als TV-Charaktere eingeplant sind, könnten sie diese Woche vor die Kameras treten, wirklich sicher ist dies aber keineswegs.

Weiter heißt es, dass Bischoff sich vor zirka zwei Wochen mit WWE geeinigt hat. Insbesondere frühere TNA-Mitarbeiter, die nun bei WWE angestellt sind, waren äußerst überrascht, dass ausgerechnet Bischoff diesen Job bekam, da sein letztes Engagement in einer ähnlichen Rolle bei TNA gemeinhin als Desaster eingestuft wird. Der 64-jährige gilt nicht als jemand, der mit dem aktuellen Produkt vertraut ist und sich dadurch auszeichnet, am Zahn der Zeit zu sein. Auch war er nie ein Booker. So glaubt man, dass Eric genau wie Vince eher auf Altstars und Dinge setzen wird, die in der Vergangenheit funktioniert haben. Ob nun mit Bischoff bei „Smackdown“ wirklich junge Talente aufgebaut und neue Stars geschaffen werden, bezweifelt man sogar innerhalb der Company. Einige Mitarbeiter sprachen hinter vorgehaltener Hand sogar davon, dass die Verpflichtung von Bischoff beweist, wie wenig Ahnung Vince McMahon wirklich vom heutigen Pro-Wrestling Business hat.

Derweil wurde die Beförderung von Paul Heyman zum Executive Director weitestgehend wohlwollend aufgenommen. Der 53-jährige arbeitet bereits seit einiger Zeit wieder dem Creative Team zu und kümmerte sich unter anderem um die kreativen Aspekte von Brock Lesnar und Ronda Rousey. Auch mit Becky Lynch, Charlotte Flair, Bill Goldberg und zuletzt Aleister Black arbeitet Heyman hinter den Kulissen zusammen. Viele Talente holen sich bei ihm Tipps und man respektiert ihn als eines der großen Genies in diesem Business. Im Gegensatz zu Bischoff gilt Heyman als jemand, der das heutige Wrestling-Business aufmerksam verfolgt und studiert. Sein Einfluss auf Vince McMahon ist in den letzten Monaten wieder stark gestiegen.

Überrascht war man innerhalb der Company auch, dass nicht Triple H den Job als Executive Director bekam. Es heißt, dass Hunter sich weiter um den NXT-Brand kümmern soll, allerdings sind RAW und Smackdown aufgrund der TV-Deals natürlich deutlich wichtiger für die Company. Bisher verhielt es sich so, dass HHH in der Hierarchie gemeinsam mit Kevin Dunn direkt hinter Vince McMahon kam, danach folgten Senior Vice President of Creative Dave Kapoor und Ed Koskey. Mit dem Executive Director wurde nun ein komplett neuer Posten geschaffen und Bischoff und Heyman werden direkt Vince zuarbeiten. Das letzte Wort hat aber weiterhin der Chairman, was innerhalb der Company durchaus zu Skepsis führen soll. So glauben einige Personen, dass sich relativ wenig ändern wird, da Vince vermutlich weiterhin der Mann sein wird, der alles alleine entscheidet.

Allgemein vermutet man, dass die Installation von Bischoff und Heyman den sinkenden Zahlen bei den Ratings und Zuschauerzahlen geschuldet ist. Beim Conference Call nach Bekanntgabe der eher schwachen Zahlen im 1. Quartal 2019 hatte Vince den Anlegern erklärt, dass die sinkenden Zahlen den vielen Verletzungen geschuldet waren und dass man auch wisse, wie man das Houseshows-Business wiederbeleben kann. Nun ist das 2. Quartal aber beendet und obwohl Stars wie Seth Rollins und Roman Reigns wieder durchweg ein Teil der Shows sind, sanken die Zuschauerzahlen in den Hallen und die Ratings in beängstigender Form weiter. Also präsentierte man nun Bischoff und Heyman als neue starke Männer, um ein Zeichen an die Anleger zu senden. An den schwachen Zahlen im 2. Quartal ändert dies natürlich nichts, aber nun kann man darauf verweisen, dass man Maßnahmen ergriffen hat, um entgegenzusteuern. Ein weiterer Grund ist natürlich auch der bevorstehende Start der XFL. Für Vince wird es unmöglich sein, nach Beginn der ersten Saison weiter in diesem Ausmaß an den WWE-Shows zu arbeiten.

Quelle: Wrestling Observer, PWInsider, Fightful.com

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22 Antworten zu “Update zu den neuen Rollen von Paul Heyman und Eric Bischoff: Beide versehentlich für die TV-Shows angekündigt – Ist Eric Bischoff heute wirklich noch der richtige für diesen Job? – Beförderung von Heyman wird wohlwollend aufgenommen – Weitere Infos zu den Hintergründen”

  1. Naja ob Eric der richtige Mann für den Job ist wird sich zeigen. Aber ganz ehrlich ? Wie schlimm kann es noch werden ? Also einfach mal abwarten

  2. Das heutige Wrestling ist eh Mist. Kein Kayfabe mehr, alles zu durchsichtig und vorhersehbar. Vll bringt Bischoff das Wrestling wieder zu alter Stärke!

  3. Was für ein Sauhaufen diese WWE 🤦‍♂️

  4. Michael Mache stimmt, hat er bei TNA ja super gemeistert.

  5. Fabian Cage tna war von Anfang an nie dazu bestimmt groß raus zu kommen. Schließlich hat durch ihn die WCW damals WWE dominiert

  6. Easy E ist der richtige! Controversal is money!

  7. Was hat Bischoff denn bisher in den letzten 20 Jahren ausser der nWo und Goldberg großes geleistet?

  8. Dennis Hilje sagt:

    Also schlimmer als aktuell kann es durch Eric bischoff auch nicht mehr werden, für Paul heyman freut es mich top mann.
    Im Endeffekt glaube ich nicht das sich etwas ändern wird solange vinni am längsten hebel sitzt

  9. Marc Brincks leute wie dich kann man so oder so mit nichts zufrieden stellen

  10. pri88 sagt:

    mein gott ist das ein trauriger scherbenhaufen !!! keiner weiß was sein nebenmann tut !!!sämtliche verzweifelnde Maßnahmen werden nix bringen so lange der alte Sack das sagen hat !!!!! niemand will 50 jährige Legenden oder aber teilzeitwrestler wie lesbar sehen!!! vernünftige Storys und jungen Stars die Chance geben !!! ganz einfach

  11. Ist das so? Wusste gar nicht das du so genau meinen Geschmack kennst^^
    Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber WWE hätte mit bspw Jeff Jarrett und Jeremy Borash bessere Kandidaten für den Job in den eigenen Reihen gehabt. Paul Heyman ist da schon die deutlich unkritischere Wahl.

  12. King S sagt:

    Ich verstehe das herumgeheule nicht. Mag sein, dass es nix bringt. Doch schlimmer als jetzt wird es wohl kaum werden oder? Wenigstens versucht WWE einiges. Wenn 9 Ideen scheitern, kann 1 ganz gut durchkommen. Siehe 24/7 Championship. Dieser ist bisher ganz Unterhaltsam.

  13. Marc Brincks dein kommentar kam halt so rüber da hatte ich direkt keine Lust irgendwas zu sagen

  14. Ghost sagt:

    „Der 64-jährige gilt nicht als jemand, der mit dem aktuellen Produkt vertraut ist und sich dadurch auszeichnet, am Zahn der Zeit zu sein.“ Na dann passt Bischoff ja perfekt zu Vince.

    Im Ernst, wäre ich Hunter, wäre ich jetzt enorm angepisst. Heyman ist so ein kleiner Lichtblick, aber ich bin doch skeptisch, dass durch ihn allein das Produkt besser wird.

  15. Jeff Jarrett? Wirklich? Ich sag nur GLOBAL FORCE WRESTLING…

  16. Nicolai Hartmann von der kreativen Seite aus gesehen wären Jarrett & Borash top!!!

  17. Davon abgesehen hat Jarrett ja wohl ein deutliches besseres Gespür fürs Wrestling als ein Eric Bischoff.

  18. Andreas sagt:

    Grundsätzlich halte ich Eric Bischoff für ein großes Talent. Man muss bedenken dass er es war, der die „Monday Night Wars“ eingeführt hat und die WWE 83 Wochen in Folgen beim Quotenranking geschlagen hat.

    Er darf nur nicht einen Fehler machen, den hat er nämlich in den 90er Jahren gemacht, was auch zum Ende der WCW beigetragen hat. Er hat nur auf Altstars gesetzt. Wenn er klug ist baut Eric junge Stars auf. Wisst ihr noch wie damals „The Shield“ und auch „The Nexus“ gestartet ist?! Die Zuschauer waren begeistert, auch bei der „NWO“. Aber diese Geschichten wurden nie zu Ende geschrieben oder angepasst. Irgendwann gingen die Ideen aus und die Zuschauer langweilten sich.

  19. Marc Brincks stimmt nicht

  20. Haben in der Vergangenheit beide viel gutes vollbracht – allerdings genauso viel Mist fabriziert. Bischoff zuletzt bei TNA, Jarrett mit seiner so tollen Global Force Wrestling-Liga (und dem katastrophalen Zusammenschluß mit IMPACT Wrestling). Ob sie bei WWE das Ruder rumreißen könnten, bezweifle ich stark. Aber wie hier schon jemand anders geschrieben hat: viel kaputt machen könnten sie ohnehin nicht mehr 😉

  21. Michael Mache naja dafür hat man es aber ordentlich versucht und den Karren schlussendlich schön gegen die Wand gefahren.

    Und die WCW ist 20 Jahre her.
    Ob er wirklich weiß, auf was es im Jahr 2019 ankommt, bleibt abzuwarten.

  22. Icho2022 sagt:

    Paul Heyman braucht kein Mensch, wenn man den sieht geht einem seinem gequietsche die Hutschnur hoch.

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