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Dana White garantiert Fortbestand der Flyweight Division – Zwei neue Titelkämpfe vor dem Abschluss – Sanchez vs. Guida in UFC Hall of Fame aufgenommen – Yoel Romero gewinnt Millionenklage

14.06.19, von Oliver "Randy van Daniels" Kmetec

Dana White garantiert Fortbestand der Flyweight Division

Eigentlich deutete seit Monaten alles darauf hin, dass die UFC auf eine Auflösung der Flyweight Division vorbereitet. Zuerst wurde der langjährige UFC Flyweight Champion Demetrious Johnson (27-3-1) im vergangenen Oktober in einem äußert ungewöhnlichen Tauschgeschäft zur asiatischen Promotion ONE Championship geschickt. Anschließend entließ die UFC immer weitere Kämpfer aus der 125-Pfund Gewichtsklasse, sodass die Division auf ein absolutes Minimum geschrumpft ist. Die offiziellen UFC Rankings der letzten Wochen weisen nur noch zwölf Kämpfer in der Flyweight Division aus.

Der kürzlichen Erfolg von Henry Cejudo (15-2) sorgte nun jedoch für eine Kehrtwende von UFC Präsident Dana White. Dieser wollte nach dem UFC 238 PPV zwar keine etwaige Pläne zur Auflösung der Division bestätigen, ließ aber in seinen bisheren Aussagen durchblicken, dass dieses Gedankenspiel durchaus vorhanden war. Grund dafür war wohl die geringe Zugkraft des ehemaligen Champions Demetrious Johnson, der trotz seiner exzellenten sportlichen Bilanz für einige der schlechtesten PPV Buyrates gesorgt hatte. White äußerte sich in einem Interview mit ESPN im Vorfeld des Events folgendermaßen:

Ich hatte jemanden, der komplett dominant war, der jedes Mal einen aufregenden Kampf abgeliefert hat und immer auf ein Finish gegangen ist. Aber die Leute haben sich nicht für ihn interessiert. Niemand hat sich auch nur im Geringsten für Demetrious Johnson interessiert. Henry Cejudo könnte derjenige sein, für den sich die Leuten tatsächlich interessieren.

Der Sieg von Cejudo gegen Marlon Moraes (22-6-1) im Main Event des PPVs und die damit verbundene Doppelregentschaft als Flyweight und Bantamweight Champion dürfte die Flyweight Division damit gerettet haben. So gestand Dana White in der Pressekonferenz nach dem Event, dass er von der Leistung Cejudos sehr beeindruckt sei und diesen beide Titel verteidigen lassen will. Auf eine konkrete Nachfrage hin bekräftigte White ausdrücklich, dass die Division weiterhin fortbestehen wird.

Der ehemalige Olympiasieger Cejudo debütierte im Jahr 2014 für die UFC. Nachdem er im April 2016 einen ersten Titelkampf gegen Demetrious Johnson verloren hatte, konnte er den langjährigen Champion beim Rematch im August 2018 entthronen. Anschließend verteidigte er die Flyweight Champion erfolgreich gegen den amtierenden Bantamweight Champion T.J. Dillashaw (16-4). Ursprünglich war ein Rematch der beiden um die Bantamweight Championship von Dillashaw angedacht, jedoch wurde dieser im Rahmen seines Kampfes mit Cejudo positiv auf EPO getestet und von der USADA für zwei Jahre gesperrt. Cejudo trat daraufhin gegen den früheren WSOF Bantamweight Champion Marlon Moraes um den vakanten Titel an.

Mit seinem Triumph ist Cejudo zum siebten Kämpfer in der Geschichte aufgestiegen, der sich in zwei Gewichtsklassen zum UFC Champion krönen konnte. Nicht nur lässt er sich als Doppelchampion besser von der UFC vermarkten, Cejudo ließ nach dem UFC 238 PPV sogar durchblicken, dass er noch nicht am Ende seiner Träume angelangt sei. So hielt er sich die Option offen, zukünftig auch um die UFC Featherweight Championship anzutreten und sich möglicherweise sogar zum ersten Triplechampion der UFC aufzuschwingen.

Diese Idee knüpfte er jedoch an eine Bedingung: Lediglich wenn Frankie Edgar (23-6-1) dem amtierenden Champion Max Holloway (20-4) beim UFC 240 PPV am 27. Juli den Titel abnehmen sollte, könne er sich einen Titelkampf in der 145-Pfund Gewichtsklasse vorstellen. Cejudo begründete dies damit, dass Edgar zu den kleineren und leichteren Kämpfen in der 145-Pfund Gewichtsklasse zählt und er selbst damit keinen großen körperlichen Nachteil hätte. Während Edgar lediglich fünf Zentimeter größer als Cejudo ist, überragt Holloway Cejudo um ganze 17 Zentimeter.

Quellen: MMAMania.com, BloodyElbow.com

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Zwei neue Titelkämpfe vor dem Abschluss

Nach der Titelverteidigung ist vor der Titelverteidigung. Dieses Motto gilt für Valentina Shevchenko (17-3) aktuell mehr denn je. Es ist noch keine Woche vorbeigegangen, seitdem die UFC Flyweight Championess ihre erste erfolgreiche Titelverteidigung gegen Jessica Eye (14-7, 1NC) bestritt. Da sie in dem Kampf, den sie mit einem spektakulären Head Kick für sich entscheiden konnte, wenig Schaden nahm, könnte die nächste Titelverteidigung jedoch bald anstehen.

Laut einem Bericht von Ariel Helwani denken die Verantwortlichen darüber nach, Shevchenko gegen Liz Carmouche (13-6) zu stellen. Die ehemalige UFC Women’s Bantamweight Championship Contenderin hatte Shevchenko im Jahr 2010 ihre erste Niederlage hinzugefügt. Seit ihrem Wechsel in die Flyweight Division kann Carmouche einen Record von 2-1 aufweisen. Ursprünglich sollen sich die Gedankenspiele um den potenziellen Main Event Spot des UFC on ESPN 4 Events am 20. Juli gedreht haben. Für dieses Event wurde jedoch vor wenigen Stunden ein Kampf zwischen Rafael dos Anjos (29-11) und Leon Edwards (17-3) als Main Event bestätigt.

Bei dem zweiten neuen Titelkampf sind die Planungen schon deutlich weiter fortgeschritten. Tatsächlich wurde der Titelkampf bereits vom übertragenden Sender ESPN angekündigt. Hierbei handelt es sich um die erste Titelverteidigung der UFC Women’s Strawweight Championess Jéssica Andrade (20-6). Sie wird nach ihrem Titelgewinn im Mai bereits im August erneut in das Octagon steigen, wenn sie auf Weili Zhang (19-1) trifft. Zhang ist in ihren drei bisherigen UFC Kämpfen noch ungeschlagen und hat überhaupt nur ihren allerersten Kampf verloren. Die beiden sollen die UFC Fight Night 157 headlinen, die in Zhangs Heimatland China stattfinden wird.

Zwischenzeitlich sprachen auch einige Berichte davon, dass Michelle Waterson (17-6) als nächste Titelherausforderin eingeplant sei. Die ehemalige Invicta FC Atomweight Championess hatte in den vergangenen Tagen auch selbst für einen Titelkampf geworben. UFC Präsident Dana White hatte dem aber im Rahmen des UFC 238 PPVs eine Absage erteilt. Angesichts der kommenden Card in China bot sich ein Main Event von Zhang ohnehin an und die UFC nutzte deshalb die Gelegenheit, Zhang in einen Titelkampf zu befördern.

Quellen: MMAMania.com, MMAJunkie.com, BloodyElbow.com, ESPN.com

Sanchez vs. Guida in UFC Hall of Fame aufgenommen

Im Rahmen des UFC 238 PPVs verkündete die UFC am vergangenen Samstag auch eine weitere Einführung für die diesjährige Klasse der UFC Hall of Fame. So wird der Kampf von Diego Sanchez (29-11) und Clay Guida (35-18) beim The Ultimate Fighter 9 Finale vom 20. Juni 2009 einen Platz in der Ruhmeshalle erhalten. Die beiden bildeten damals den Main Event des Finalevents der als „United States vs. United Kingdom“ bekannten Staffel. Der Kampf, den Sanchez via Split Decision knapp für sich entscheiden konnte, erhielt von mehreren Publikationen den „Fight of the Year“ Award für 2009 und wurde auch bei den World MMA Awards in dieser Kategorie ausgezeichnet.

UFC Präsident Dana White äußerte sich im Rahmen der Ankündigung folgendermaßen:

Bei gewissen Ansetzungen hast du keine Zweifel daran, dass es ein guter Kampf werden wird und diese war eine davon. Dieser Kampf repräsentiert alles, wofür Fans weltweit die UFC und den MMA Sport lieben. Diego und Clay sind zwei Verrückte und so bald der Kampf begonnen hatte, haben sie alles reingehauen. Es war eine absolute Schlacht und beide haben über drei Runden alles gegeben. Der Kampf war so gut, dass er zum Fight of the Year für 2009 ernannt wurde. Es ist eine der besten Darbietungen in Sachen Herz, Ausdauer und Siegeswillen, die man jemals sehen wird. Glückwunsch an Diego Sanchez und Clay Guida für einen Kampf, der für immer als einer der besten aller Zeiten gelten wird.

Der originale TUF Sieger Sanchez konnte sich damals mit dem Sieg auf einen Record von 21-2 bringen und erarbeitete sich einen Titelkampf gegen den amtierenden Champion B.J. Penn (16-14-2). Sanchez verlor diesen jedoch und konnte sich seitdem zwar durch weitere herausragende Kämpfe auszeichnen, jedoch nie wieder an der Spitze der Division festsetzen. Für den ehemaligen Strikeforce Lightweight Champion Guida war es hingegen ein zwischenzeitlicher Rückschlag, ehe er sich 2011 fast selbst einen Titelkampf sichern konnte.

Die diesjährige Hall of Fame Zeremonie findet am 5. Juli im Rahmen der Internation Fight Week statt. Neben dem Kampf wurden bisher die beiden ehemaligen UFC Middleweight Champions Michael Bisping (30-9) und Rich Franklin (29-7, 1NC) sowie der frühere UFC Light Heavyweight Champion Rashad Evans (19-8-1) für die Hall of Fame Class von 2019 bestätigt. Sanchez vs. Guida wird erst der fünfte Kampf sein, der im „Fights“ Flügel der Ruhmeshalle aufgenommen wird.

Quellen: FightLine.com, BloodyElbow.com

Yoel Romero gewinnt Millionenklage

Yoel Romero (13-3) hat seinen Rechtsstreit mit dem Ergänzungspräparatshersteller Gold Star Performance Products gewonnen und vom Bundesgericht aus New Jersey 27,45 Millionen Dollar zugesprochen bekommen. Konkret war es in dem Fall darum gegangen, dass in einem Ergänzungspräparat des Herstellers Gold Star Performance Products Stoffe enthalten waren, die nicht auf der Liste der Inhaltsstoffe aufgeführt waren. Dies führte im Fall von Yoel Romero zu einem positiven Dopingstest im Januar 2016.

Romero war im März in Revision gegangen und gemeinsam konnten sich die zuständige USADA und sein Team auf eine verkürzte Sperre von sechs Monaten einigen, da die Anti-Doping Agentur der Argumentation von Romeros Team folgte und keine selbstverschuldete Einnahme eines verbotenen Mittels feststellen konnte. Bereits damals wurden anschließend ungeöffnete Packungen des Mittels geöffnet und bei weiteren Tests tatsächlich verbotene Stoffe gefunden, die nicht von der Firma aufgeführt worden waren.

Der hohe Schadensersatzbetrag von über 27 Millionen Dollar, den das Unternehmen nun an Romero zahlen muss, setzt sich wie folgt zusammen: Jeweils rund drei Millionen Dollar für entgangene Einnahmen, für die Beschädigung seiner Reputation sowie für den emotionalen Schaden. Das Ganze wird nach dem gültigen Verbraucherschutzgesetz des US-Bundesstaates New Jersey mit dem Faktor 3 multipliziert. Trotz der Rechtssprechung ist eine Auszahlung – zumindest in dieser Höhe – aber alles andere als gesichert. So kann die verurteilte Firma immer noch das Urteil oder sogar die Zuständigkeit des Gerichts für diesen Fall anfechten. Darüber hinaus könnte es noch weitere Gläubiger geben, die das Unternehmen zuerst auszahlen muss. Möglicherweise könnte das Unternehmen auch Insolvenz anmelden, um eine Zahlung über den vollen Betrag – den es möglicherweise ohnehin nicht aufbringen kann – abzuwenden.

Für Romero bedeutet dieses Urteil neben einem möglichen Geldregen aber vor allem, das nun endgültig seine Unschuld bewiesen und damit sein Ruf wieder hergestellt wurde. Ob der 42-jährige Kubaner seine Karriere unter diesen Umständen überhaupt noch fortsetzen will, bleibt abzuwarten. Bisher ist jedoch noch keine Meldung über ein Karriereende Romeros eingetroffen. Stattdessen ist sein nächster Kampf weiterhin für den UFC 241 PPV am 17. August 2019 gegen Paulo Henrique Costa (12-0) eingeplant.

Quellen: MMAMania.com, BloodyElbow.com, ESPN.com





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