Kategorie | UFC, UFC News

Verschiebt UFC Heavyweight Champion Daniel Cormier sein Karriereende für einen dritten Kampf gegen seinen langjährigen Rivalen Jon Jones? – Zwei Kämpfe von UFC 235 abgesagt – Ehemaliger Herausforderer um die UFC Welterweight Championship steht kurz vor dem Karriereende

15.02.19, von Philipp "StableGuy" Richter

Verschiebt UFC Heavyweight Champion Daniel Cormier sein Karriereende für einen dritten Kampf gegen seinen langjährigen Rivalen Jon Jones?

Es ist wohl eine der größten, wenn nicht sogar die größte Rivalität im Mixed Martial Arts der letzten Jahre, die Fehde zwischen dem amtierenden UFC Heavyweight Champion Daniel Cormier (22-1, 1 NC) und dem amtierenden UFC Light Heavyweight Champion Jon Jones (23-1, 1 NC). In der Vergangenheit standen sich die beiden US-Amerikaner bereits zweimal im Octagon gegenüber und beide Male hatte Daniel Cormier das Nachsehen. Den ersten Kampf der beiden im Januar 2015 gewann Jon Jones via Unanimous Decision und verteidigte zu dieser Zeit erfolgreich die UFC Light Heavyweight Championship. In der Folge wurde der Titel Jon Jones aber aberkannt, nachdem er durch einen Unfall mit Fahrerflucht ins Visier der Justiz geriet und schließlich von der Ultimate Fighting Championship (UFC) suspendiert wurde. In der Zwischenzeit sicherte sich Daniel Cormier die vakante UFC Light Heavyweight Championship, bevor es 2017 schließlich zum zweiten Kampf der beiden Kontrahenten kam. Erneut hatte Jon Jones zumindest sportlich das bessere Ende für sich und knockte Daniel Cormier in der dritten Runde des Kampfes aus. Das Ergebnis wurde am im Nachgang des Events aufgrund eines positiven Dopingtests bei Jon Jones annulliert und der Kampf als No Contest gewertet, sodass Cormier letztendlich die UFC Light Heavyweight Championship behielt.

Während Jones für 15 Monate gesperrt wurde und zum zusehen verdammt war, legte Daniel Cormier das wohl beste Jahr seiner Karriere hin. Endlich trat er aus dem Schatten seiner Nemesis Jon Jones und verteidigte 2018 seine UFC Light Heavyweight Championship zunächst erfolgreich gegen Volkan Oezdemir (15-3), bevor er sich schließlich auch die UFC Heavyweight Championship vom bis dato amtierenden Champion Stipe Miocic (18-3) sicherte. Er war am Ziel angekommen und endlich die unumstrittene Nummer Eins der schweren Gewichtsklassen des Marktführers im Mixed Martial Arts. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wollte Daniel Cormier schließlich abtreten und kündigte an, seine Karriere im März 2019 rund um seinen 40. Geburtstag beenden zu wollen. Er entschied sich in diesem Zusammenhang – nicht zuletzt natürlich auch aufgrund des Drucks der Verantwortlichen der UFC – die UFC Light Heavyweight Championship niederzulegen und sich auf das Schwergewicht in einem letzten Kampf konzentrieren zu wollen. Die große Frage, die sich nur noch stellte, war, gegen wen Daniel Cormier seinen letzten Kampf bestreiten wird. Zwischenzeitlich galt der ehemalige UFC Heavyweight Champion Brock Lesnar (5-3, 1 NC) als heißer Kandidat für diesen Spot, doch dieser Kampf scheint sich inzwischen zerschlagen zu haben.

In der Zwischenzeit feierte Jon Jones nach seiner Dopingsperre sein viel diskutiertes Comeback beim Event UFC 232: Jones vs. Gustafsson 2. Trotz seiner langen Auszeit erhielt dieser umgehend einen Kampf um die vakante UFC Light Heavyweight Championship gegen den Schweden Alexander Gustafsson (18-5) und Jones bewies einmal mehr, warum er zumindest im Octagon als einer der größten und besten Kämpfer aller Zeit gilt. Es wäre jedoch nicht Jon Jones, wenn nicht irgendein Skandal rund um einen seiner Kämpfe die Schlagzeilen bestimmt. In diesem Fall wurden kurz vor seinem Duell mit Alexander Gustafsson Spuren eines Metabolits in seinem Blut nachgewiesen. Diese waren auf sein früheres Vergehen zurückzuführen, sodass sich die Substanz über die Zeit im Gewebe festgesetzt hatte und nun in der Vorbereitung auf seinen nächsten Kampf wieder freigesetzt wurde. Dennoch entzog ihm die Nevada State Athletic Commission (NSAC) die Kampflizenz, sodass Jones nicht hätte antreten können. Die UFC reagierte aber prompt und verlegte den ganzen Event nach Kalifornien, wo Jones weiterhin kämpfen durfte. Das Ende der Geschichte ist bekannt. Jon Jones feierte einen deutlichen Sieg über Alexander Gustafsson und krönte sich zum zweiten Mal in seiner Karriere zum UFC Light Heavyweight Champion.

Man möchte nun meinen, dass die beiden langjährigen Kontrahenten nun eine Gewichtsklasse trennt, doch im Jahr 2019 hat dies bekanntlich keine all zu große Bedeutung mehr. Im Zusammenhang mit der positiven Testung von Jon Jones im Vorfeld von UFC 232 bezog Daniel Cormier auch deutlich Stellung und kritisierte seinen Rivalen, wie auch das Verhalten der UFC scharf. Es folgten einige Wortgefechte der beiden Titelträger, wobei Daniel Cormier betonte, dass er nun endlich mehr erreicht hat als Jon Jones, indem er einen weiteren Titel in der UFC gewinnen konnte, während Jon Jones seit Jahren in der Light Heavyweight Division verweilt. Dies führte natürlich dazu, dass Jones sich auch für einen Titelkampf im Schwergewicht ins Spiel brachte, worauf natürlich UFC-Präsident Dana White umgehend ansprang. So erklärte White, dass die Geschichte Cormier vs. Jones noch nicht zu Ende erzählt ist und er jederzeit einen dritten Kampf der beiden Fighter booken würde, wenn denn die Umstände stimmen würden.

Hierfür läuft der UFC aber allmählich die Zeit aus. Wie eingangs erwähnt, möchte Daniel Cormier zeitnah seine Karriere beenden. Ein Karriereende rund um seinen 40. Geburtstag scheint inzwischen zwar vom Tisch zu sein, nicht zuletzt weil sich der UFC Heavyweight Champion in den letzten Wochen und Monaten mit mehreren kleinen Verletzungen herumschlug, sodass zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einmal ein möglicher letzter Kampf fixiert ist. Darüberhinaus erklärte Dana White auch, dass in Daniel Cormiers Vertrag noch drei weitere Kämpfe ausstehen, sodass man auch diesbezüglich noch diverse Möglichkeiten hätte.

Das Camp von Daniel Cormier schlug in die selbe Kerbe und deutete an, dass Cormier keineswegs am Ende sei. Der 39-Jährige betonte zudem, dass er sich noch nie so fit und gut gefühlt habe, wie im vergangenen Jahr, sodass auch er nichts mehr ausschließen möchte, auch wenn seine Familie immer weiter in den Vordergrund rückt. Beweisen muss sich Daniel Cormier ohnehin nichts mehr, wie er auch selbst bestätigte, doch ob man ihm das glauben mag, steht auf einem anderen Blatt. Champion in zwei Gewichtsklassen, mehrere erfolgreiche Titelverteidigungen, die sichere Aufnahme in die UFC Hall of Fame und darüberhinaus die Vorbildfunktion für viele junge Kämpfer stehen eingangs erwähnten zwei Niederlagen gegen Jon Jones gegenüber. Und auch wenn eine dieser annulliert wurde, für Daniel Cormier sind es zwei Niederlagen und seine Karriere scheint erst komplett, wenn er seinen langjährigen Rivalen endlich besiegt und ein Ringrichter bereits im Octagon seinen Arm als Zeichen des Sieges in die Höhe gestreckt hat.

Wann und ob es tatsächlich zu diesem Kampf kommen wird, ist noch unklar. Beide Seiten, wie auch die UFC scheinen aber mehr als gewillt zu sein, diesen Kampf Realität werden zu lassen. Jon Jones verteidigt zunächst bei UFC 235: Jones vs. Smith am 02. März seine UFC Light Heavyweight Championship gegen Anthony Smith (31-13). Danach scheint der Weg für einen Kampf gegen Daniel Cormier aber frei zu sein. In welcher Gewichtsklasse dann das Duell der beiden stattfindet, ist ebenso unklar. So signalisierte Daniel Cormier durchaus Interesse für einen Kampf gegen Jon Jones noch einmal in die Light Heavyweight Division zurückzukehren, um im Anschluss als Double Champion abtreten zu können. Gleichzeitig liebäugelt Jon Jones mit einem Aufstieg ins Schwergewicht, um mit einem Sieg ebenfalls als Double Champion in die Geschichte einzugehen. Feststeht zum jetzigen Zeitpunkt aber nur, dass die Rivalität der beiden auch nach vier Jahren noch nicht am Ende ist.

Quelle: MMAFighting.com, MMANews.com

Zwei Kämpfe von UFC 235 abgesagt

Die Card des Pay-Per-Views UFC 235: Jones vs. Smith, welcher am 02. März in der T-Mobile Arena in Las Vegas, Nevada stattfindet, wurde in den vergangenen Tagen durch zwei Kampfabsagen noch einmal kräftig durcheinandergewirbelt. Zwar war dieses Mal nicht wie zuletzt bei UFC 234: Adesanya vs. Silva der Main Event der Veranstaltung betroffen, doch trotzdem werden zwei größere Kämpfe mit namhaften Fightern nicht wie geplant über die Bühne gehen.

So wird zum einen die ehemalige UFC Women’s Bantamweight Championesse Holly Holm (12-4) nicht gegen die noch ungeschlagene Aspen Ladd (7-0) antreten. Genaue Hintergründe zur Absage dieses Kampfes wurden nicht bekannt. So erklärte UFC-Präsident Dana White lediglich auf der Pressekonferenz zu UFC 235 zu Beginn des Monats, dass der Kampf ersatzlos gestrichen sei und man für beide Kämpferinnen eine neue Gegnerin bei einem anderen Event suchen werde.

Die zweite Absage folgte schließlich in dieser Woche. So wurde Ovince Saint Preux (23-12) von der Card des Pay-Per-Views genommen und sein Kampf gegen den Letten Misha Cirkunov (14-4) in der Light Heavyweight Division der UFC gestrichen. Grund für die Absage des Kampfes ist eine Verletzung, die sich Saint Preux im Training zugezogen hat. Kurze Zeit später konnte die UFC aber auch schon einen Ersatz für den US-Amerikaner mit haitianischen Wurzeln präsentieren. So wird der Brasilianer Johnny Walker (13-3), der erst bei der UFC Fight Night 144: Assuncao vs. Moraes 2 einen beeindrucken Knockout-Sieg gegen Justin Ledet (9-2, 1 NC) feiern konnte, nur einen Monat nach diesem Kampf ins Octagon zurückkehren und gegen Misha Cirkunov antreten.

Im Main Event des Abends verteidigt UFC Light Heavyweight Champion Jon Jones (23-1, 1 NC) seinen Titel gegen Anthony Smith (31-13). Darüberhinaus steht auch die UFC Welterweight Championship von Tyron Woodley (19-3-1) auf dem Spiel, wenn dieser gegen Kamaru Usman (14-1) antritt. Zudem kommt es zum mit Spannung erwarteten UFC-Debüt von Ben Askren (18-0, 1 NC), der auf den ehemaligen UFC Welterweight Champion Robbie Lawler (28-12, 1 NC) trifft.

Quelle: MMAFighting.com, MMAJunkie.com

Ehemaliger Herausforderer um die UFC Welterweight Championship steht kurz vor dem Karriereende

Demian Maia (26-9) erklärte in der vergangenen Woche, dass er noch in diesem Jahr seine Karriere als Mixed Martial Artist beenden wolle. Der inzwischen 41-jährige UFC-Veteran, der seit 2007 für den Marktführer im Mixed Martial Arts antritt, hat in dieser Zeit 30 Kämpfe in der Middleweight und Welterweight Division der UFC bestritten und dabei einen Record von 21-9 zu Buche stehen. Seine größten Kämpfe bestritt Demian Maia im Jahr 2010, als er den damals amtierenden UFC Middleweight Champion Anderson Silva (34-9, 1 NC) herausforderte, und im Jahr 2017, als er gegen den amtierenden UFC Weltweight Champion Tyron Woodley (19-3-1) antrat. Beide diese Titelkämpfe verlor der Brasilianer einstimmig nach Punkten.

Abseits davon machte sich Demian Maia als Submission-Spezialist einen Namen und brachte zahlreiche seiner Gegner zur Aufgabe. Erst am Beginn des Monats wurde der US-Amerikaner Lyman Good (20-5, 1 NC) sein nächstes Opfer und unterlag Maia bei der UFC Fight Night 144: Assuncao vs. Moraes 2 via Submission in der ersten Runde. Dies war der erste von insgesamt drei geplanten Kämpfen von Demian Maia im Jahr 2019. Danach läuft sein Vertrag bei der Ultimate Fighting Championship aus und Maia scheint nicht gewillt, einen neuen Kontrakt zu unterzeichnen. Ganz ausschließen wollte Demian Maia aber eine Rückkehr im Jahr 2020 gegenüber MMANews dennoch nicht, auch wenn er die Chancen als sehr gering einstufte.

Quelle: MMANews.com

Diskutiert über dieses Thema mit vielen weiteren UFC-Fans bei uns im Board! KLICK!





Schreibe einen Kommentar

Wir geben alle Kommentare manuell frei. Daher kann es kurz dauern, bis dein Kommentar erscheint.





Wrestling-Infos.de Exklusivinterviews
W-IonYouTube
https://prf.hn/click/camref:1011l4qe7/creativeref:1011l29483/