UFC 233 abgesagt! Hintergründe zur Absage des Events und neue Terminierung zahlreicher geplanter Kämpfe – Rücktritt vom Rücktritt? Kehrt Vitor Belfort doch noch einmal in das Octagon zurück? – Zwei UFC-Fighter nach positiven Dopingtests für jeweils zwei Jahre gesperrt

21.12.18, von Benjamin "Cruncher" Jung

UFC 233 abgesagt! Hintergründe zur Absage des Events und neue Terminierung zahlreicher geplanter Kämpfe

Die Ultimate Fighting Championship (UFC) hat in der vergangenen Woche den Pay-Per-View UFC 233, welcher ursprünglich am 26. Januar 2019 im Honda Center in Anaheim, Kalifornien über die Bühne gehen sollte, abgesagt. Dies ist die Reaktion auf einige Kampfabsage, sowie die Tatsache, dass der UFC schlichtweg ein geeigneter Main Event mit der nötigen Zugkraft für die Veranstaltung fehlte.

Ursprünglich sollte es hier zu einem Superfight zwischen den UFC Flyweight Champion Henry Cejudo (13-2) und UFC Bantamweight Champion T.J. Dillashaw (16-3) kommen, in dem der Titel von Cejudo auf dem Spiel stehen sollte. Dieser Kampf wurde jedoch bereits am 05. Dezember verlegt und wird nun eine Woche eher als geplant, nämlich am 19. Januar bei der UFC Fight Night 143, stattfinden. Hierbei wird es sich um die erste UFC-Show auf ESPN+ handeln, sodass man sich für einen großen Kampf als Main Event der ersten Veranstaltung entschied. In der Folge bemühten sich die Offiziellen der UFC darum, einen neuen Main Event für UFC 233 zu finden. Hier war unter anderem eine Titelverteidigung von UFC Welterweight Champion Tyron Woodley (19-3-1) im Gespräch, doch letztendlich kamen die Parteien zu keinem Konsens, sodass das Event nun abgesagt werden musste.

Dennoch hält die UFC an ihren Plänen fest im Jahr 2019 insgesamt zwölf Pay-Per-Views zu veranstalten. Der erste dieser wird somit aber nun erst am 09. Februar 2019 in Melbourne, Australien stattfinden. Interessanterweise wird das Event nach wie vor als UFC 234 geführt. Hier stehen sich im Main Event des Abends UFC Middleweight Champion Robert Whittaker (20-4) und Kelvin Gastelum (15-3, 1 NC) gegenüber.

Die große Frage, die sich nun natürlich stellt, ist, was mit den zahlreichen bereits feststehenden Ansetzungen von UFC 233 passiert. Der geplante Main Event wird, wie eingangs bereits erwähnt, nun eine Woche eher stattfinden. Anders sieht die Situation hingegen beim Kampf zwischen dem zweimaligen UFC Bantamweight Champion Dominick Cruz (22-2) und John Lineker (31-8) aus. In den vergangenen Tagen und Wochen waren bereits Gerüchte kursiert, laut denen Cruz einmal mehr eine Schulterverletzung mit sich herum trägt und sein Aufeinandertreffen mit dem Brasilianer mehr als nur fraglich ist. Dies bestätigte sich nun, als das Camp von Dominick Cruz die Verletzung öffentlich bestätigte und bekanntgab, dass Cruz in nächster Zeit keinen weiteren Kampf bestreiten wird. John Lineker, der acht seiner neuen letzten Kämpfe gewinnen konnte und lediglich gegen T.J. Dillashaw das Octagon als Unterlegener verließ, beharrt aber auf einem Kampf zu Beginn des kommenden Jahres. Wer gegen ihn antreten könnte und wann dieser Kampf letztendlich stattfinden soll, ist aber noch vollkommen unklar.

Wie geplant stattfinden wird aber das dritte große Duell des Pay-Per-Views, nämlich der Kampf zwischen Robbie Lawler (28-12, 1 NC) und Ben Askren (18-0, 1 NC). Der Kampf des ehemaligen UFC Welterweight Champions Lawler und des ehemaligen Bellator MMA und ONE FC Welterweight Champions Askren wird nun bei UFC 235 am 02. März 2019 in der T-Mobile Arena in Las Vegas, Nevada über die Bühne gehen. Somit müssen sich die Fans noch länger auf das mit Spannung erwartete Matchup gedulden, wenn mit Ben Askren einer der besten Kämpfer außerhalb der UFC erstmals für den Marktführer antritt.

Auch zahlreiche weitere Kämpfe der Card von UFC 233 wurden inzwischen auf andere Events verteilt. Der große Sieger dieser Absage ist dabei der neue TV-Partner ESPN. So wurden nahezu alle weiteren Kämpfe auf Events verschoben, die bei ESPN bzw. ESPN+ ausgestrahlt werden. So werden Paul Felder (15-4) und James Vick (13-2) nun bei UFC on ESPN 1 am 17. Februar im Talking Stick Resort in Phoenix, Arizona in einem Lightweight bout aufeinander treffen. Ursprünglich war ein Kampf der beiden US-Amerikaner bereits für den Sommer dieses Jahres angesetzt, doch damals musste der Kampf aufgrund einer Verletzung von James Vick kurzfristig abgesagt werden.

Hingegen stehen sich die beiden Flyweights Joseph Benavidez (26-5) und Deiveson Figueiredo (15-0) nun am 19. Januar bei der UFC Fight Night 143: Cejudo vs. Dillashaw gegenüber. Dennoch stehen hinter diesem Kampf noch gewisse Fragezeichen, denn wie das Camp des Brasilianers bekanntgab, käme das Event am 19. Januar 2019 für Figueiredo zu früh, sodass man derzeit eine Absage des Kampfes diskutiert. Sollte der Fight aber wie geplant stattfinden, winkt dem Sieger ein zukünftiger Title Shot gegen den dann amtierenden UFC Flyweight Champion.

Der Women’s Strawweight bout zwischen Cynthia Calvillo (7-1) und Cortney Casey (8-6) wurde auf die Show am 17. Februar 2019 verschoben, wie auch der Bantamweight bout zwischen den noch ungeschlagenen Manny Bermudez (13-0) und Benito Lopez (9-0) und der Women’s Strawweight bout zwischen Aleksandra Albu (3-0) und Emily Whitmire (3-2).

Der Women’s Bantamweight bout zwischen Yana Kunitskaya (11-4, 1 NC) und Marion Reneau (9-4-1) wird nun bei der ESPN+ Show am 09. März 2019 ausgetragen und der Middleweight bout zwischen Anthony Hernandez (7-0) und Markus Perez (10-2) wird aller Voraussicht nach bei dem Event am 02. Februar 2019 in Fortaleza, Brasilien über die Bühne gehen.

Quellen: MMAFighting.com, MMAJunkie.com

Rücktritt vom Rücktritt? Kehrt Vitor Belfort doch noch einmal in das Octagon zurück?

Es ist wohl schon seit Jahren bekannt, dass man Rücktritte vom Sport und angekündigte Karriereenden im Mixed Martial Arts keineswegs all zu ernst nehmen sollte. In diese Kategorie fällt wohl nun auch die Bekanntgabe des ehemaligen UFC Light Heavyweight Champion Vitor Belfort (26-14, 1 NC), der nach seiner Knockout-Niederlage gegen Lyoto Machida (25-8) bei UFC 224: Nunes vs. Pennington ebenfalls sein Karriereende verkündete. Sieben Monate später scheint sich die Meinungen des inzwischen 41-jährigen Brasilianers aber geändert zu haben und so scheint es nun so, als wolle Belfort auch nach 22 Jahren weitermachen.

In einem Interview mit Ariel Helwani von ESPN erklärte Belfort, dass er sich in seiner Rolle als Free Agent derzeit sehr wohlfühlt und Gespräche mit diversen Promotions führt. In den letzten Monaten hat er viel Zeit zum Nachdenken gehabt und kam zu dem Entschluss, dass er auch 2019 noch einmal kämpfen wolle.

Ursprünglich wollte Vitor Belfort bereits im Jahr 2017 zurücktreten, entschied sich dann aber doch anders und bestritt seinen vermeintlich letzten Kampf gegen Nate Marquardt (35-19-2), welchen er auch für sich entschied. Dann sollte noch ein weiterer letzter Kampf folgen, nämlich der eingangs bereits erwähnte Fight gegen Lyoto Machida, welcher in diesem Jahr schließlich über die Bühne ging. Nach seiner Niederlage kam er zu dem endgültigen Schluss, dass es nun Zeit für eine Beendigung der Karriere sei. Bereits 2007 hatte Belfort angedeutet, dass spätestens im Alter von 40 Jahren Schluss sei. Dem kam er auch nach und verkündete sein Karriereende, von dem er nun wieder zurücktrat.

Die große Frage ist nun aber, wo es für Vitor Belfort weitergeht. Über die sozialen Netzwerke deutete Belfort bereits über die vergangenen Monate hinweg Duelle mit Wanderlei Silva (36-14-1, 1 NC) oder auch Tito Ortiz (20-12-1) an. Inwiefern diese zu realisieren sind, ist nicht klar, doch scheint es so, als werde sich Belfort nicht mehr der UFC anschließen, sondern vielmehr außerhalb des Marktführers noch einen oder vielleicht sogar mehrere Money Fights bestreiten. Insbesondere Bellator MMA, die zuletzt bereits einige in die Jahre gekommene UFC-Legenden aufgenommen haben, und RIZIN FF scheinen derzeit gute Chancen auf eine Verpflichtung von Belfort haben. Wo er am Ende landen wird und wie sich seine Comeback-Pläne realisieren lassen, wird aber nur die Zeit zeigen.

Quellen: ESPN.com, MMAFighting.com, MMAMania.com

Zwei UFC-Fighter nach positiven Dopingtests für jeweils zwei Jahre gesperrt

Im Laufe der letzten Woche wurden darüberhinaus zwei Suspendierungen von UFC Fightern durch die United States Anti-Doping Agency (USADA) bekannt. So wurde zum einen das indische Featherweight Bharat Khandare (5-3) nach einem positiven Dopingtest für zwei Jahre gesperrt. Der 29-jährige Inder hat die Strafe, welche aus einem Out-Of-Competition Test vom 23. Juli dieses Jahres resultiert, bereits akzeptiert. So wurde nach Angaben der USADA in seinem Blut exogenes Boldenon, ein anaboles Steroid, sowie diverse andere Metabolite festgestellt. Die Strafe wurde dabei auf den 02. November 2018 rückdatiert, sodass Khandare ab dem 02. November 2020 wieder in das Octagon steigen darf.

Bharat Khandare war im November des vergangenen Jahres bei der UFC Fight Night 122: Bisping vs. Gastelum in Shanghai, China unter dem Banner des Marktfühers im Mixed Martial Arts debütiert. Dort unterlag er dem chinesischen Lokalmatador Yadong Song (14-4) via Submission in der ersten Runde. Im August dieses Jahres sollte Khandare dann eigentlich eine weitere Chance erhalten und bei UFC 227: Dillashaw vs. Garbandt II gegen Wuliji Buren (11-6) antreten, doch dieser Kampf musste letztendlich abgesagt werden. Nun muss Khandare auf seinen zweiten Kampf bei UFC noch mindest zwei weitere Jahre warten, wenn es denn dann überhaupt noch dazu kommt.

Darüberhinaus gab die Ultimate Fighting Championship auch die zweijährige Suspendierung von Stefan Sekulic (12-3) durch die USADA bekannt. Demnach fiel das serbische Welterweight im Rahmen der UFC Fight Night 136: Hunt vs. Oliynyk durch einen In-Competition Test und wurde positiv auf das Anabolikum Drostanolon getestet. Im Rahmen dieser Fight Night stieg Sekulic erstmals für die Ultimate Fighting Championship ins Octagon und unterlag Ramazan Emeev (18-3) einstimmig nach Punkten. Seine Sperre wurde auf den 31. Oktober 2018 rückdatiert und dauert bis zum 31. Oktober 2020 an.

Quellen: MMAFighting.com, MMAMania.com

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