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Nick Diaz wegen häuslicher Gewalt verhaftet – Ehemaliger UFC Heavyweight Champion positiv getestet – UFC bestätigt erstes Event in Russland

04.06.18, von Benjamin "Cruncher" Jung

Nick Diaz wegen häuslicher Gewalt verhaftet

Die Karriere von Nick Diaz (26-9, 2NC) verlief bei weitem nicht immer glatt. Zahlreiche kontroverse Aussagen, Auseinandersetzung mit anderen MMA Athleten außerhalb des Käfigs und positive Dopingtest aufgrund seiner Vorliebe für Marijuana pflastern seinen Weg. Einen richtig großen Skandal, der juristische Folgen nach sich zieht, leistete sich der ehemalige Strikeforce Welterweight Champion jedoch bisher nicht. Dies könnte sich in den vergangenen Tagen jedoch geändert haben. So wurde kürzlich bekannt, dass der 34-Jährige am 25. Mai wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt verhaftet wurde. Die Polizei veröffentlichte dafür das folgende Foto von Diaz:

Laut ersten Berichten haben Offiziere des Las Vegas Metro Police Department ihn wegen schwerwiegender häuslicher Gewalt verhaftet, unter anderem soll er die betroffene Frau gewürgt haben. Interne Polizeiquellen berichteten, dass zwölf Einheiten vor Ort waren und sich Diaz unkooperativ zeigte und ein aggressives Verhalten während der Verhaftung an den Tag legte. Außerdem soll das Opfer in ein örtliches Krankenhaus gebracht worden sein, um ihre Verletzungen zu behandeln. Nachdem er die Nacht in der Zelle verbracht hatte, zahlte er am nächsten Morgen eine Kaution in Höhe von 18.000 Dollar und ist seitdem wieder auf freiem Fuß. Die Gerichtsanhörung wurde auf den 6. Juni terminiert.

Dann werden wohl auch die Aussagen von Matt Staudt auf den Prüfstand kommen. Staudt ist ein enger Freund und Geschäftspartner von Diaz und berät auch weitere MMA Kämpfer in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring. Er behauptet, dass das angebliche Opfer eine „verrückte“ Frau sei, die Diaz seit zwei Jahren massiv verfolge. In diesen zwei Jahren habe es Suizidversuche der Frau und tausende Anrufe von falschen Nummern an Diaz und seine Familie gegeben. Darüber hinaus tauche sie auch bei jedem öffentlichen Auftritt Diaz‘ auf. Am besagten Tag sollen sie sich erneut begegnet sein und die Frau habe im Anschluss eine Falschaussage gegenüber der Polizei getätigt, damit Diaz verhaftet wird. Dies soll sie bereits in der Vergangenheit mehrfach angedroht haben, laut Staudt sah Diaz jedoch immer von einer eigenen Anzeige ab.

Obwohl er seit knapp dreieinhalb Jahren keinen Kampf mehr bestritten hat, zählt Nick Diaz immer noch zum aktiven Roster der UFC. Deshalb wurde Diaz im vergangenen Jahr von der United States Anti Doping Agency (USADA) gesperrt, da er immer noch zum offiziellen Testing Pool gehört, jedoch im vierten Quartal 2016 und im ersten Quartal 2017 gleich dreimal die Dopingtester nicht über seinen Standort informierte. Seit dem 9. April 2018 hätte Diaz theoretisch wieder einen Kampf bestreiten können.

Die UFC veröffentlichte ein knappes Statement zu dem Vorfall:

Die UFC ist sich der kürzlichen Verhaftung des Middleweight Athleten Nick Diaz bewusst. Die Organisation toleriert keine häusliche Gewalt und besteht darauf, dass alle Athleten die UFC Fighter Conduct Policy einhalten. Jedem Athleten gebührt ein fairer Prozess und diese Situation wird – wie jede offizielle Anschuldigung – ordnungsgemäß und gründlich von einer unabhängigen Partei untersucht werden.

Quellen: MMAJunkie.com, MMAFighting.com

Ehemaliger UFC Heavyweight Champion positiv getestet

Die schlechten Nachrichten für Fabricio Werdum (23-8-1) reißen nicht ab. Nachdem der ehemalige UFC Heavyweight Champion vor zwei Jahren seinen Titel verloren hatte und danach nicht mehr die Spitze der Division erreichte, ereilte ihn vor wenigen Tagen die Meldung, dass er positiv getestet wurde. So gab die UFC bekannt, dass der 40-Jährige bei einem zufälligen Test vom 25. April positiv getestet wurde, was potenziell auf die Einnahme von Dopingmitteln hinweist.

Aktuell läuft die Untersuchung noch. Wie üblich äußerten sich weder die UFC noch die zuständige United States Anti Doping Agency (USADA) über die Substanz, auf die Werdum positiv getestet wurde. Wie in anderen Fällen auch könnte sich im Zuge der Ermittlungen ergeben, dass Werdum kein leistungsförderndes Mitteln eingenommen hat und das Mittel unbewusst den Weg in den Körper fand, beispielsweise durch ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel. Dieser Meinung ist zumindest Werdum und sein Team, die sich in einer öffentlich Mitteilung optimistisch zeigten den Fall aufzuklären und eine Dopingeinnahme von Werdum bestritten.

Eine mögliche Sperre könnte für ihn angesichts seines fortgeschrittenen Alters bereits das Karriereende bedeuten. Sollte sich das positive Testergebnis jedoch in den kommenden Monaten klären und Werdum für unschuldig befunden werden, dürfte er am 15. September gegen Oleksiy Oliynyk (56-11-1) in das Octagon steigen. Der Kampf wurde kurz vor der Veröffentlichung des positiven Testergebnisses bekannt gegeben und wurde seitens der UFC bisher auch noch nicht abgesagt.

Quellen: MMAJunkie.com, MMAFighting.com

UFC bestätigt erstes Event in Russland

Jahrelang erschien es sehr unwahrscheinlich, nun ist es offiziell: Die UFC wird am 15. September 2018 in Moskau ihr erstes Event in Russland veranstalten. Die Card wird unter dem Namen UFC Fight Night 136 firmieren. Die Vorbereitungen und Verhandlungen dafür liefen bereits seit Januar. Zukünftig soll Russland ein bedeutender Teil im Expansionsplan der Promotion werden. Hierfür eröffnete die UFC sogar eine neue Zweigstelle namens „UFC Russia“ und ernannte Andre Gromkovski zum neuen Vizepräsidenten, der nun einen strategischen Plan für die Expansion in Russland entwickeln und umsetzen soll.

Main Event der Fight Night soll der Kampf zwischen dem ehemaligen UFC Heavyweight Champion Fabricio Werdum (23-8-1) und dem ukrainisch-russischen Veteranen Oleksiy Oliynyk (56-11-1) werden. Wie weiter oben berichtet, steht dieser Kampf jedoch aktuell noch auf der Kippe, da gegen Werdum wegen eines positiven Testergebnisses ermittelt wird. Für den Fall der Fälle soll die UFC laut einigen Berichten Mark Hunt (13-12-1, 1NC) als Ersatz für Werdum vorgesehen haben. So sollen im Hintergrund bereits die Verhandlungen laufen, offiziell ist aber noch nichts. Darüber hinaus wurden noch keine weiteren Kämpfe für die Card bestätigt, man kann jedoch damit rechnen, dass eine Vielzahl von russischen Kämpfern und Kämpfer aus den ehemaligen Sowjetstaaten auf der Card stehen werden.

Die UFC wird damit kurz vor ihrem 25-jährigen Jubiläum das erste Event in Russland veranstalten. Lange Jahre galt dies als sehr schwierig bis fast unmöglich, da M-1 Global – die größte russische MMA Promotion – von Vadim Finkelstein angeführt wird. Zu dessen persönlichen Schützlingen und Geschäftspartnern zählt auch Fedor Emelianenko (37-5, 1NC). Bekanntlich hatte die UFC in den letzten Jahren immer mal wieder Interesse am ehemaligen PRIDE FC Heavyweight Champion, konnte sich jedoch nie mit Finkelstein über einen Deal einig werden. Neben den allgemeinen finanziellen Vorstellungen hing dies vor allem damit zusammen, dass Finkelstein und M-1 als Co-Promoter der Kämpfe fungieren wollten, insbesondere für den Fall eines Events in Russland. Auf dieses Modell einigte man sich stattdessen mit Strikeforce und dem Übertragungspartner Showtime, für die Emelianenko von 2009 bis 2011 auftrat.

Darüber hinaus zählen Finkelstein und insbesondere Emelianenko zu Vertrauten des russischen Präsidenten Vladimir Putin. So besitzt Emelianenko auch einige politische Ämter und seit der Anerkennung des MMA Sports als Nationalsport im Jahr 2012 auch Präsident des russischen MMA Verbands. Dementsprechend hatten sie immer genug Einfluss, um ein UFC Event in Russland zu verhindern. In den letzten Jahren hatte sich das Verhältnis von UFC Präsident Dana White zur Partei um Finkelstein und Emelianenko jedoch entspannt. Sowohl 2012 als auch 2016 stand Emelianenko kurz vor einer Vertragsunterzeichnung mit der UFC, beendete jedoch 2012 nach dem Tod seines Vaters vorerst seine Karriere und entschied sich 2016 für die Konkurrenz Bellator MMA.

Quellen: MMAJunkie.com, MMAFighting.com

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