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Floyd Mayweather vs. CM Punk eine Option? – Ehemalige Champions verlassen UFC – Neuer Versuch einer Gewerkschaft

15.02.18, von Benjamin "Cruncher" Jung

Floyd Mayweather vs. CM Punk eine Option?

Seit ihrem finanziell sehr erfolgreichen Boxkampf – der mit 4,3 Millionen die zweithöchste Buyrate der Geschichte erzielte – wird viel über ein Rematch zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor spekuliert. Dieses würde dann aber selbstverständlich nicht im Boxring, sondern im UFC Octagon stattfinden. Die meisten Experten halten es zwar nach wie vor für unrealistisch, dass Mayweather einen Abstecher in den MMA Sport wagt, dieser postete jedoch in den letzten Wochen vermehrt Bilder von McGregor und eine Trainingssession in einem Octagon auf seinen Social Media Accounts.

Mayweather ist zwar bekannt dafür mit den Gerüchten zu spielen, jedoch feuerte sein Onkel Jeff Mayweather kürzlich die Spekulationen weiter an. Er wurde in einem Interview darauf angesprochen, ob ein Aufbaukampf vor einem weiteren Aufeinandertreffen mit McGregor sinnvoll wäre. In diesem Zusammenhang fiel auch der Name CM Punk. Jeff Mayweather räumte ein, dass sein Neffe in einem MMA Kampf nur im Stand innerhalb der Boxreichweite eine Chance hätte und mit seiner Beinarbeit zwingend Tritte oder Kniestöße vermeiden müsste. Der ehemalige WWE Champion würde hingegen ein großes Money Match mit Floyd garantieren – ziehen beide doch Fangruppen aus dem Wrestling und Boxen an – aber im Gegensatz zu einem erfahrenen MMA Fighter keine überwältigenden Vorteile gegenüber Mayweather haben. Jeff Mayweather gab zwar zu, dass er den Namen CM Punk noch nie gehört habe, ein Aufbaukampf gegen ihn aber durchaus eine Option sei.

Für die Promotion könnte eine solche Ansetzung durchaus Sinn ergeben. Sowohl für CM Punk – der aufgrund seiner Zugkraft eine Sonderrolle im Roster der UFC einnimmt – als auch für Floyd Mayweather kommen keine etablierten Fighter als Gegner in Frage. Sollte sich Mayweather wirklich für einen Ausflug in den MMA Sport und einen Aufbaukampf entscheiden, könnten alle drei Parteien davon profitieren. Von McGregor persönlich gab es kürzlich nur eine Antwort auf Twitter auf einen Post von Mayweather. Neben einigen Attacken auf Twitter gegen andere Fighter macht der Ire jedoch weiterhin keine Anstalten, in das Octagon zurückzukehren. Es wird allgemein erwartet, dass ihm noch vor dem UFC 223 PPV am 7. April die UFC Lightweight Championship aberkannt wird. Den Titel hatte er im November 2016 gewonnen.

Quellen: MMAMania.com, BloodyElbow.com

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Ehemalige Champions verlassen UFC

In den vergangenen Tagen wurde bekannt, dass zwei ehemalige Champions die UFC verlassen haben. So gab Johny Hendricks (18-8) bekannt, dass er aktuell nicht mehr bei der Promotion unter Vertrag stehe. Der ehemalige UFC Welterweight Champion wolle sich aktuell alle Optionen offen halten. Dementsprechend wolle er sich nach Fristablauf der UFC-exklusiven Verhandlungsphase auch Angebote von anderen Promotions anhören. Ein Karriereende schloss der 34-Jährige definitiv aus.

Laut eigener Aussage befindet er sich aktuell im Training und will noch im Laufe des Februars seine Zukunft abklären. Er peile einen Kampf im Mai an. Dabei scheint auch ein Wechsel in die Middleweight oder sogar die Light Heavyweight Division möglich. Hendricks, der in seiner Karriere stets Probleme mit dem Weight Cut in die Welterweight Division hatte, bringt akuell 209 Pfund auf die Waage. In seinen letzten sechs Kämpfen im Octagon gewann er lediglich einen Kampf und musste sich fünfmal geschlagen geben. Seine Gesamtbilanz in der UFC lautet 13-8.

Der zweite prominente Abgang heißt Will Brooks (18-4). Der ehemalige Bellator Lightweight Champion veröffentlichte am gestrigen Mittwoch, dass die UFC ihn entlassen hat. Im Gegensatz zu Hendricks hat Brooks jedoch schon ein neues Angebot angenommen. So wird er in diesem Jahr in einem der Turniere der Professional Fighters League, dem Nachfolger der früheren World Series of Fighting, antreten. Dabei können die Fighter bekanntlich eine Million US-Dollar Prämie für den Turniersieg erreichen. Auch wenn es noch nicht bestätigt ist, wird Brooks vermutlich in der gewohnten Lightweight Division antreten.

Brooks wechselte im Jahr 2016 als amtierender Bellator Lightweight Champion mit großen Ambitionen zur UFC, konnte sich dort jedoch nicht durchsetzen. Nach einem erfolgreichen Debüt standen zuletzt drei Niederlagen in Folge zu Buche. Zusammen mit seinem relativ lukrativen Vertrag und seinem Alter von 31 Jahren waren diese Faktoren wohl ausschlaggebend für die Entlassung.

Quellen: FightLine.com, MMAFighting.com

Neuer Versuch einer Gewerkschaft

Seit Jahren ist es ein Thema im MMA Sport und viele Versuche eine Gewerkschaft für die Fighter zu etablieren sind bereits aus unterschiedlichen Gründen gescheitert. In den vergangenen Tagen tat sich nun Leslie Smith (10-7-1) als nächste Initiatorin hervor. Die ehemalige Invicta- und aktuelle UFC Fighterin hat da sogenannte „Project Spearhead“ gegründet, dessen Webseite am vergangenen Freitag online gegangen ist. Ziel der Gruppierung ist es, die UFC Fighter in einer Gewerkschaft zu vereinen. Frühere Projekte hatten den Ansatz sämtliche Fighter zu vertreten. Eine Gewerkschaft, die lediglich die Fighter der UFC berücksichtigt, dürfte größere Erfolgschancen haben.

Um das Ziel zu erreichen, muss das Projekt mehrere Zwischenschritte erreichen. Zuerst müssen 30 Prozent des UFC Rosters vertraulich eine Autorisierungskarte unterzeichnen, die ein Jahr lang gültig ist. Damit erklären sich diese Fighter damit einverstanden, dass eine Gewerkschaft ihre Interessen vertreten würde. Wäre dieser Punkt erfüllt, würde das National Labor Relations Board (NLRB) aktiv und verbindlich prüfen, ob Fighter der UFC als Angestellte oder selbstständige Unternehmer klassifiziert werden müssen. Von dieser Entscheidung hängt die Zukunft einer möglichen Gewerkschaft ab. Würden die Fighter nicht als Angestellte eingestuft werden, wäre die Etablierung einer regulären Gewerkschaft nicht möglich.

Sollten die Fighter jedoch als Angestellte eingestuft werden, würde der Prozess weitergehen. Anschließend müsste die Mehrheit der Fighter – also über 50 Prozent – in einer Abstimmung ihre Zustimmung zum Project Spearhead geben. Erst dann könnte die Gewerkschaft als offizieller Vertreter mit der UFC in Verhandlungen treten, um ein Tarifabkommen abzuschließen. Solche Tarifabkommen sind beispielsweise in den großen US-Profiligen wie der NFL oder der NBA Usus und regeln grundsätzliche Dinge wie beispielsweise einen Mindestlohn. Gerade hinsichtlich der Bezahlung, aber auch anderen Einschränkungen wie dem Verbot einer freien Sponsorenwahl, gab es in den letzten Jahren vermehrt Kritik von den Fightern gegenüber der Promotion.

Neben Smith, die vorerst als Präsidentin des Project Spearhead agiert, sind auch der aktuelle UFC Fighter Kajan Johnson (22-12-1) als kommissarischer Vizepräsident und der Arbeitsrechtler Lucas Middlebrook beteiligt. Middlebrook machte sich in der MMA Szene einen Namen, als er Nick Diaz in den Anhörungen der Athletic Commissions nach dessen Sperre aufgrund Marijuanakonsums vertrat. Dabei konnte er letztendlich eine Reduzierung der Sperre von fünf Jahren auf 18 Monaten erwirken.

Quelle: BloodyElbow.com




7 Antworten auf „Floyd Mayweather vs. CM Punk eine Option? – Ehemalige Champions verlassen UFC – Neuer Versuch einer Gewerkschaft“

Punk sollte wieder zum Wrestling zurückkehren. Bei seinem ersten Kampf bei UFC hatte er überhaupt keine Chance und das wird gegen Mayweather nicht anders sein

Daniel Bö sagt:

Brock hat in seinem UFC Debüt aber auch verloren, aber Brock ist auch eine andere Hausnummer als Punk

Bobur ich würde Punk lieber wieder in der WWE sehen. Er war der beste ?

MRT10 sagt:

CM Punk – UFC Jobber

Bra- & Panties-Fan sagt:

Sieht man CM Punk außerhalb des Wrestlingrings tut es schon weh zu sehen was aus ihm wurde. Ich denke innerlich wollte er nie weg vom Wrestling auch wenn er sicher mehr aufs Geld aus ist als z.B. Daniel Bryan.

Vielleicht ist UFC eine Nummer zu groß für ihn. Wir werden es sehen beim nächsten möglichen Kampf.

Aber auch über 4 Jahre später kann ich seinen Abschied voll und ganz nachvollziehen. Jemand wie er durfte nie im WM-Main Event stehen und jemand (maximal) Mittelmäßiges wird dieses Mal wohl zum 4. Mal WM headlinen.

Aber für alle Träumer: eine Rückkehr von CM Punk in die WWE kann ich mir die nächsten 10 Jahre nicht vorstellen, wenn überhaupt. Da müsste wohl die gesamte McMahon-Familie vorher aussterben.

Uwe sagt:

@ Bra- & Panties-Fan Wenn uns die Zeit doch eines gezeigt hat, dann das Geld alle Wunden heilt ;). Sollte die WWE Punk z.B. ein ähnliches Angebot wie Lesnar machen, dann kann ich mir schon vorstellen, dass er zurückkehrt. Am Ende wollen alle Geld verdienen…

Bra- & Panties-Fan sagt:

@ Uwe

Ich bin eher einer der alles für die Frauen und die Liebe tut, nicht unbedingt fürs Geld. XD

Spaß beiseite…

Ich verstehe was du meinst. Aber wir müssen abwarten was Punks 2. Kampf zeigt. Bei einer erneuten Niederlage ist eine Rückkehr zum Wrestling (egal welche Promotion) wahrscheinlicher.

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