Kategorie | Superstars News

Interviewhighlights der Woche: Kenny Omega bezeichnet die Staransprüche von Roman Reigns als lächerlich – Daniel Bryan wollte nie als General Manager auftreten – Shane Douglas gibt Einblicke in den Ablauf eines Royal Rumble Matches

26.01.18, von Benjamin "Cruncher" Jung

Viele aktuelle und ehemalige Pro-Wrestler und Pro-Wrestlerinnen waren im Laufe der letzten Woche in verschiedenen Interviewformaten zu Gast und standen Rede und Antwort. Wir haben für euch einige Highlights zusammengefasst! Viel Spaß beim Diskutieren!

– Bleacher Report veröffentlichte vor Kurzem ein Interview mit New Japan Star Kenny Omega. Dieser äußert sich zu dem Interview von Corey Graves mit Roman Reigns, in welchen dieser behauptete der beste Performer der Welt zu sein. Was Kenny Omegas Meinung dazu ist und wie sein legendäres Match mit Chris Jericho bei Wrestle Kingdom 12 zustande kam, könnt ihr hier nachlesen.

– Der aktuelle SmackDown Live General Manager Daniel Bryan war neulich bei Rosenberg Radio zu Gast und sprach dabei offen über seinen Nervenzusammenbruch bei „Total Bellas“. Desweiteren äußerte er sich über seine aktuelle Rolle als SmackDown Live General Manager, wie er diese Position erhalten hat und warum er mit dieser Rolle nicht glücklich ist. Neugierig geworden? Dann könnt ihr hier die Details des Interviews nachlesen.

– Shane Douglas hat neulich eine weitere Ausgabe seines Podcastformates „Triple Threat Podcast“ veröffentlicht. Darin äußert er sich über das Royal Rumble Match der Frauen und vergleicht diese mit der männlichen Konkurrenz innerhalb der WWE. Ebenfalls gewährt er einige Einblicke in das Royal Rumble Match aus dem Jahre 1991, in welchem er damals antrat. Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, wie es ist am Royal Rumble teilzunehmen, dann seid ihr hier an der richtigen Stelle.

Quellen: Bleacher Report, Rosenberg Radio & Triple Threat Podcast

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Kenny Omega

Über Roman Reigns Aussage, dass dieser der beste Performer der Welt wäre:

„Ich weiß nicht, ob ein Medienberater ihm das empfohlen hat zu sagen, oder ob er das wirklich glaubt. Es ist auf jeden Fall sehr clever von ihm das zu behaupten. Dadurch entsteht sofort ein Thema, über das alle sprechen. Das erzeugt Aufmerksamkeit und wenn es auch nur darum ist, weil es so lächerlich klingt. Ihr wisst sicherlich, was ich damit meine. Auf keinen Fall glaubt er das wirklich. Da bin ich mir sehr sicher. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich mich dazu groß äußern muss. So ist das nun mal und ich verstehe, dass man sich damit einen Spaß erlaubt, um Interesse für das Produkt zu generieren. Ich fühle mich davon nicht angegriffen, da die Fakten eindeutig dagegensprechen“

Wie die Idee für Jericho gegen Omega entstand:

„Eigentlich war alles nur ein Spaß gewesen. Man hat Jericho gefragt: „Hey, wenn du dich das nächste Mal neu erfinden willst, warum nicht mal außerhalb der WWE? Tritt doch gegen Omega an, hahaha“. Jericho hat jedoch nicht einmal über diesen Scherz gelacht. Er schien fasziniert von der Idee zu sein. Daher hat man mich sofort angeschrieben und gefragt, wie ich es denn finden würde gegen Jericho im Tokyo Dome anzutreten.“

Über den Wunsch gegen The New Day anzutreten:

„Wir wollten schon immer mal was mit “The New Day“ machen. Eine Zeit lang waren sie das heißeste Trio der Welt gewesen. Noch dazu sind wir mit den Jungs befreundet und wir dachten ein Match mit uns wäre ziemlich cool. Wir haben uns sehr um das Match bemüht, aber am Ende wurden wir einfach nur enttäuscht. Danach habe ich keinen Sinn mehr darin gesehen, dass wir mit WWE bezüglich Promotion übergreifenden Matches verhandeln können. Wir hätten davon nichts gehabt. Umso erfreuter bin ich, dass die Sache mit Chris Jericho ein Erfolg war.“

Daniel Bryan

Über seinen Nervenzusammenbruch bei „Total Bellas“:

„Der Nervenzusammenbruch war echt. Ich bin dankbar, dass WWE meiner Bitte nachkam und nicht das ganze Material veröffentlichte. Mein Zustand wurde noch viel schlimmer. Jeder hat Dinge in seinem Leben, die andere nicht sehen sollen. Die meisten haben aber nicht ständig Kameras um sich. In dieser furchtbaren Zeit meines Lebens waren immer Kameras um mich herum gewesen. Das verstärkt die Gefühle natürlich noch.“

„Für den Zusammenbruch gab es mehrere Gründe. Ich musste gegen meinen Willen zurücktreten. Im Idealfall ist man in so einer Situation von Leuten umgeben, die man liebt und die dich lieben. Ich liebe Bries Familie und sie lieben mich, aber die Umgebung ist eine ganz andere. Ständig hat man Kameras um sich und Brie war oft unterwegs. Freitags ging sie auf Tour und war bis Mittwoch weg. Am Mittwoch und Donnerstag haben wir gedreht und dann ging alles von vorne los.“

„Ich liebe Bries Familie, aber wir stehen uns nicht sehr nah. Sie sind nicht die Art von Leuten, die ich aufsuche, wenn ich mich wohlfühlen möchte. Dabei denke ich eher an meine Mutter, Schwester und meine Freunde. Ich wollte eine Woche bei Ihnen verbringen und aus diesem “Kokon“ von Menschen ausbrechen. Ich habe diese eine Woche oder mehr nie bekommen und damit nicht die Gelegenheit mir von nahe stehenden Menschen helfen zu lassen. Dann habe ich irgendwann mitten beim filmen John Cenas Haus verlassen. Ich war kurz davor durchzudrehen. Danach bin ich einen Monat nach Washington gefahren ohne Brie. Dafür fühle ich mich heute noch schlecht, denn ich war nicht bei WrestleMania, wo meine Frau ihr letztes Match bestritten hat. Das ist kein akzeptables Verhalten für einen guten Ehemann.“

Wie er den General Manager Posten erhalten hat:

„Man hat mich gefragt, ob ich das Cruiserweight Classic, welches auf den WWE Network ausgestrahlt wurde, kommentieren möchte. Ich habe sofort ja gesagt. Die Show ging nur 10 Episoden lang und ich konnte diese jungen, talentierten Leute so unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt hatte noch keiner von ihnen einen festen Vertrag. Doch dann sagte man mir, dass ich danach als General Manager zurückehren solle. Das war keine Bitte oder eine Frage. Es wurde einfach beschlossen. Ich wollte das gar nicht machen.“

„Ich war kein Fan von The Rock. Alle mochten ihn oder Steve Austin, weil sie so unterhaltsame Promos abliefern konnten. Das will ich ihnen auch nicht nehmen, sie sind darin großartig. Es ist nur so, dass das nie wirklich mein Ding war. Dean Malenko war mein Lieblings-Wrestler und er war auch ein Typ, der keine überragenden Promos gehalten hat. Ich habe beispielsweise seine Drop Toeholds bewundert. Er hatte so viele Variationen davon. Normale Leute achten eher selten auf sowas.“

„Bei dem was ich jetzt mache, ist der Einzug der beste Teil und dann muss ich reden. Ich bin schon besser geworden, eine Zeit lang war ich darin sehr schlecht. Jetzt fühle ich mich dabei sicherer und wohler. Es ist aber weiterhin nicht meine Leidenschaft. Ich habe mich daran gewöhnt, weil es mein Job erfordert.“

Shane Douglas

Über das Royal Rumble Match der Frauen:

„Ich habe es schon mal gesagt, dass ich kein großer Unterstützer der Frauen in dieser Szene bin und war. Jedoch gibt es derzeit viel Gerede darüber. Ich denke, dass das Match auch gerechtfertigt und überfällig ist. Warum sollen die Frauen nicht die gleiche Aufmerksamkeit bekommen wie die Männer? Wenn man ein Fan von WWE ist, welcher ich nicht bin, dann wüsste ich nicht, warum man nicht sehen will, wer als Sieger aus diesem Match hervorgeht “

„Ich denke, dass dabei auch etwas Politik eine Rolle spielt. Überall auf der Welt sorgen Frauen für Aufsehen und bekommen eine Menge Aufmerksamkeit. Daher macht es durchaus Sinn das Produkt ebenfalls in diese Richtung zu lenken. Auch wenn dem nicht so ist, das Match ist schon eine Weile hinfällig. Die Frauen sind innerhalb der WWE schon seit einigen Jahren das interessantere Thema. Es gab viel mehr Veränderungen und mehr Aufmerksamkeit als bei den Männern. Auf der Seite der Männer geht es seit Jahren bergab und man ist an einem Tiefpunkt angekommen. Bei den Frauen jedoch ist immerhin noch etwas Feuer vorhanden. Ich höre und lese viel mehr über die weiblichen Wrestler als über die männlichen. Wenn ich damit falsch liegen sollte, könnt ihr mich gerne über die sozialen Medien kritisieren. Ich habe zumindest das Gefühl, dass man sich bei den Frauen durchaus mehr Mühe gibt, als bei den Männern.“

Über seine Erfahrungen in einem Royal Rumble Match:

„Wie ich schon mal gesagt habe, man kennt das Stichwort, womit man reinkommt und man kennt das Stichwort, womit man das Match verlässt. In das Match zu kommen ist der einfache Teil, da man dich ständig auf den Laufenden hält. Man kriegt immer Informationen wie „Noch fünf Plätze bis du dran bist. Jetzt noch drei Plätze usw.“ Dann sagt man dir, wann du rausgehst. Besonders als Babyface musst du heiß auf das Match sein und zeigen, wie aufgeregt du bist. Wenn du als Unbekannter in das Match gehst, ist es besonders wichtig, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Du kannst nicht einfach rausgehen, auf den Boden rumkriechen und dich in einer Ecke verstecken. Desweiteren weiß man, dass man an einer ganz bestimmten Stelle das Match verlassen muss. Das ist wiederum sehr viel schwieriger, da einem Niemand Bescheid sagt, wann man dran ist. Man muss darauf achten was alle andere machen und besonders darauf, wann dein Vorgänger rausfliegt. Glücklicherweise war es damals etwas anders als heute und wir haben entschieden, was im Ring passiert. Heute wird das vorher festgelegt, was wie und wann passieren muss.“

„Zu meiner Zeit waren alle Beteiligten sehr professionell und haben zusammengearbeitet. Auch wenn man nicht genau wusste, an welcher Stelle ich das Match verlassen soll. Wenn jemand wie zum Beispiel Earthquake mich gepackt hat, welcher mich locker hätte rausschleudern können, habe ich einfach gesagt: „Noch nicht jetzt Großer.“ Dann haben wir etwas anderes daraus gemacht. Alle Teilnehmer haben dabei geholfen, dass ich gut durch das Match komme. Damals war es sehr heiß in der Halle und man musste sich auf so viele Dinge während des Matches konzentrieren. Wann man reinkommt, wann der Vorgänger das Match verlässt und wie viel Zeit vergangen ist. Musst du direkt nach deinem Vorgänger raus oder bleibst du noch eine Weile im Match? Es gibt viele Faktoren und glücklicherweise war ich damals mit vielen Profis im Ring, welche alle auf das gemeinsame Ziel hingearbeitet haben. Es gab aber auch viele lustige Momente in diesem Match.“




6 Antworten auf „Interviewhighlights der Woche: Kenny Omega bezeichnet die Staransprüche von Roman Reigns als lächerlich – Daniel Bryan wollte nie als General Manager auftreten – Shane Douglas gibt Einblicke in den Ablauf eines Royal Rumble Matches“

NXTOM sagt:

Kann Kenny nur zustimmen ?

Tarrantio sagt:

Nette Infos von Shane, das interessiert mich tatsächlich. Wie es abläuft, wer wann raus fliegt use.

wcwTobi sagt:

„Ich fühle mich davon nicht angegriffen, da die Fakten eindeutig dagegensprechen“
goodnight and goodbye Roman 😀

wcwTobi sagt:

goodbye and goodnight sry

Bra- & Panties-Fan sagt:

Bezüglich Roman Reigns… Kenny Omega du triffst den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf.

That’s my boy!

wcwTobi sagt:

er hat sich stets bemüht…

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