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Große Vorschau auf den UFC 214: Cormier vs. Jones II Pay Per View – Fightcard Übersicht, Fight Week Aktivitäten & Ausstrahlungsinformationen

29.07.17, von Benjamin "Cruncher" Jung

Eigentlich veranstaltet die Ultimate Fighting Championship ihren größten Pay Per View des Jahres immer im Rahmen der International Fight Week (entweder am ersten oder zweiten Juli-Wochenende). Nicht so in diesem Jahr, denn im Jahr 2017 findet das Jahreshighlight erst drei Wochen später statt. So geht nämlich UFC 214: Cormier vs. Jones II in der heutigen Nacht im Honda Center in Anaheim, Kalifornien über die Bühne.

Dieser Event gilt als eines der größten aller Zeiten. Zudem stellt es die langersehnte Rückkehr der UFC nach Anaheim dar. Ganze viereinhalb Jahre mussten die kalifornischen Fans auf einen Event im Honda Center warten. Zuletzt gastierte die Promotion im Februar 2013 mit UFC 157: Rousey vs. Carmouche dort. Insgesamt wird dies das 7. UFC-Gastspiel in Anaheim sein. Mit ziemlicher Sicherheit ist dieser Event das größte, was dieser Markt bisher zu sehen bekam.

Fightcard Übersicht

Immerhin weist die Fightcard gleich drei Titelkämpfe auf. Im Main Event des Abends wird es zum heißerwarteten ReMatch um die UFC Light Heavyweight Championship kommen, wenn der amtierende Champion Daniel Cormier auf den ehemaligen Champion Jon Jones treffen wird. Außerdem setzt Tyron Woodley seine UFC Welterweight Championship gegen Demian Maia auf’s Spiel und die derzeit vakante UFC Women’s Featherweight Championship wird zwischen Cristiane Justino und Tonya Evinger ausgefochten.

Die Card enthält insgesamt 13 Ansetzungen, die im üblichen Pay Per View Schema aufgeteilt sind. Der PPV-Teil wird somit mal wieder fünf Duelle enthalten, zuvor gibt es vier Vorkämpfe im TV und davor wiederum drei exklusive Online Prelims. Die vollständige Fightcard findet ihr hier: UFC 214: Cormier vs. Jones II Fightcard aus Anaheim, Kalifornien, USA (29.07.2017)

Nun aber zu den Leckerbissen dieser Veranstaltung. Besonders der Hauptkampf zwischen Daniel Cormier und Jon Jones wird von vielen Fans und Experten heiß erwartet. Die beiden Streithähne verbindet bekanntlich eine Rivalität, die vor fast drei Jahren ihren Ursprung fand. Im Rahmen einer Pressekonferenz gerieten die beiden Halbschwergewichte im August 2014 körperlich aneinander, wodurch ihr erstes Aufeinandertreffen im Januar 2015 einen enormen Hype erfuhr. Damals verkaufte sich der PPV satte 800.000-mal. Den Fight selbst konnte Jones via Unanimous Decision gewinnen, allerdings verlangte ihm Cormier alles ab. Den Fight könnt ihr euch hier nochmal in voller Länge anschauen:

Trotz des Sieges von Jones war aber eines klar, die Wege der beiden würden sich irgendwann erneut kreuzen. Es war nur eine Frage der Zeit, jedoch tat Jones unbewusst alles dafür, um dieses ReMatch möglichst lange hinauszuzögern, denn seit seiner Titelverteidigung gegen Cormier ging Jones durch die Hölle und zurück. Unter anderem verursachte der 30-Jährige im April 2015 einen Verkehrsunfall und beging anschließend auch noch Fahrerflucht. Hinzu kam ein Kokainskandal. Dies veranlasste die UFC dazu, Jones den Titel abzunehmen und ihn vorerst zu suspendieren. Cormier nutzte die Gelegenheit und sicherte sich den vakanten Titel im Mai 2015 durch einen Sieg über Anthony Johnson. Dennoch war der allgemeine Tenor, dass Jones auch weiterhin der wahre Champion sei. Deswegen forderte Cormier auch vehement einen Rückkampf gegen Jones. Jones kehrte im April 2016 erfolgreich gegen Ovince St. Preux ins Octagon zurück und schnappte sich dabei die Interim UFC Light Heavyweight Championship.

Somit sollte es also einen Titelvereinigungskampf zwischen Cormier und Jones geben. Dieser war für UFC 200 im Juli letzten Jahres geplant, allerdings fiel Jones durch den Pre-Fight Dopingtest, sodass der Fight erneut verschoben werden musste. Man muss daher festhalten, dass es immer wieder Jones war, der das ReMatch verhinderte. Cormier konnte derweil seit seiner Niederlage gegen Jones Erfolge über Anthony Johnson (2x), Alexander Gustafsson und Anderson Silva feiern. Nun wird sein Traum tatsächlich wahr, denn der 38-Jährige bekommt endlich eine zweite Chance gegen Jones. Auf der anderen Seite will sich Jones den Titel zurückholen, den er im Octagon nie verloren hat. Es ist also eine ziemlich brisante Vorgeschichte, die in der Countdown Show nochmal sehr ausführlich beleuchtet wurde:

Cormier geht als Champion mit einer Profi-Bilanz von 19-1 in den Kampf. Seine einzige Niederlage musste er eben gegen jenen „Bones“ Jones hinnehmen, welcher in seiner Mixed Martial Arts Karriere noch ungeschlagen ist. Sein Record steht zwar bei 22-1, allerdings ist die einzige Niederlage auf eine mehr als fragwürdige Disqualifikation gegen Matt Hamill zurückzuführen. Nach dem ersten Duell wird es extrem spannend sein zu sehen, wer welche Adjustments getätigt hat. Wird Cormier sein Wrestling besser nutzen können, als noch im ersten Kampf, oder wird Jones den Fight erneut mit seiner Reichweite dominieren können? Das ist nur eine von vielen Fragen, die sich die Experten im Vorfeld dieses Aufeinandertreffens stellen. Deswegen haben Dan Hardy und John Gooden bei Inside the Octagon auch nochmal die entscheidenden Faktoren für euch herausgearbeitet:

Vergleicht man dieses Grudge Match zwischen Cormier und Jones nun mit dem Co-Main Event, dann wirkt dieser fast schon etwas unspektakulär, denn hier gibt es wiederum keinerlei Hass oder Anfeindungen im Vorfeld. Tyron Woodley und Demian Maia wollen sich einfach nur im Sinne des Sports miteinander messen und herausfinden, wer derzeit das beste Welterweight der Welt ist. Woodley geht hier als UFC Welterweight Champion in den Kampf. Maia ist derweil der rechtmäßige Herausforderer #1 auf den Titel. Hier trifft also tatsächlich die #1 auf die #2 der Gewichtsklasse.

Woodley gewann das Gold im August letzten Jahres mit einem krachenden Knockout Sieg über Robbie Lawler. Anschließend setzte er sich in zwei hartumkämpften Duellen gegen Stephen Thompson durch. Nun möchte er mit Maia einen weiteren brandgefährlichen Contender ausschalten. Der Brasilianer ist dagegen seit sieben Fights ungeschlagen. Diese beeindruckende Serie beinhaltet unter anderem vorzeitige Siege über Carlos Condit und Matt Brown. Auch diese Vorgeschichte wurde nochmal in der Countdown Show zusammengefasst:

Der dritte Titelkampf im Bunde lautet: Cristiane Justino gegen Tonya Evinger um die vakante UFC Women’s Featherweight Championship. Die weibliche 145 Pfund Gewichtsklasse ist noch relativ jung. Erst im Dezember 2016 gab die UFC bekannt, dass man eine UFC Women’s Featherweight Division einführen werde. Im Februar dieses Jahres wurde dann auch endlich die erste Championesse dieser neuen Division gekrönt. Dabei setzte sich Germaine de Randamie sehr kontrovers gegen Holly Holm durch. In der Folgezeit sollte de Randamie ihren Titel gegen Justino verteidigen, jedoch weigerte sich die Holländerin, sodass ihr das Gold im vergangenen Monat seitens der Promotion aberkannt und stattdessen ein Fight zwischen Justino und Evinger um die vakante Championship angesetzt wurde.

Justino ist seit mehr als zwölf Jahren ungeschlagen und gilt daher nicht umsonst als die beste weibliche Fighterin aller Zeiten. Sie hielt bereits die Strikeforce Women’s Featherweight Championship und die Invicta Women’s Featherweight Championship. Nun möchte sie also das Triple schaffen. Ihr gegenüber steht aber eine amtierende Championesse. Evinger hält nämlich nach wie vor die Invicta Women’s Bantamweight Championship. Für diesen Fight wechselt sie nun also eine Gewichtsklasse nach oben. Die 36-Jährige ist immerhin seit sechs Jahren unbesiegt. Wie es zu diesem Kampf kam, wurde ebenfalls in der Countdown Show dokumentiert:

Auch für die beiden Co-Main Events wurde eine Inside the Octagon Show mit Dan Hardy und John Gooden produziert. Im Welterweight Title Fight wird es Woodley mal wieder mit einem einzigartigen Kampfstil zu tun bekommen. Zuletzt meisterte er diese Herausforderungen mit Bravour. Zunächst stach er Robbie Lawler’s wilden und aggressiven Kampfstil aus und danach konnte er auch das elegante und extrem saubere Striking von Stephen Thompson überkommen. Nun bekommt er es mit einem absoluten Brazilian Jiu-Jitsu Artisten zu tun. Kann „The Chosen One“ auch damit klarkommen? Allerdings wird sich auf der anderen Seite natürlich auch die Frage stellen, wie Maia den Kampf auf den Boden bekommen könnte, um sein BJJ nutzen zu können. Einerseits sprachen Hardy und Gooden darüber, aber andererseits versuchten sie natürlich auch noch Ideen zu finden, wie Evinger die scheinbar unaufhaltsame Justino überraschen und stoppen könnte. Hier sind die Analysen der beiden:

Trotz der drei Titelkämpfe gibt es auf dieser Card tatsächlich noch einen weiteren Fight, der ebenfalls ohne Probleme einen PPV headlinen könnte. Die Rede ist dabei natürlich von dem Welterweight Duell zwischen Robbie Lawler und Donald Cerrone. Hierbei handelt es sich um einen absoluten Dream-Fight vieler MMA Fans. Beide Fighter stehen für einen sehr aggressiven und unterhaltsamen Kampfstil, sodass dieses Aufeinandertreffen schon längere Zeit von allen Seiten gefordert wurde. Eigentlich sollte es auch schon mehrfach zu einer Ansetzung kommen, jedoch gab es immer wieder Verschiebungen aufgrund von Verletzungen oder Krankheiten.

Beide mussten zuletzt bittere Niederlagen hinnehmen. Lawler verlor wie oben bereits erwähnt vor gut einem Jahr seinen Titel an Tyron Woodley und pausierte seitdem. Cerrone unterlag derweil zu Jahresbeginn Jorge Masvidal ziemlich überraschend via Knockout. Beide wollen nun also wieder ihren Weg auf die Siegerstraße zurückfinden. Es ist demnach nicht nur ein Fun Fight für die Fans, sondern auch ein Kampf mit sehr viel Bedeutung für die beiden Akteure. Manche sprechen deswegen sogar von einem „Fight for the Ages“:

Abgerundet wird die PPV Main Card von einem Kampf im Light Heavyweight. Dort fordert Volkan Oezdemir den angehenden Title Contender Jimi Manuwa heraus. Zuvor stehen auf der FXX Preliminary Card ein Featherweight bout zwischen Ricardo Lamas und Jason Knight, ein Catchweight (140 lbs.) bout zwischen Aljamain Sterling und Renan Barão, ein Featherweight bout zwischen Renato Moicano und Brian Ortega, sowie ein Featherweight bout zwischen Andre Fili und Calvin Kattar. Davor gibt es wiederum die UFC Fight Pass Preliminary Card mit einem Women’s Strawweight bout zwischen Kailin Curran und Alexandra Albu, einem Flyweight bout zwischen Eric Shelton und Jarred Brooks, sowie einem Lightweight bout zwischen Josh Burkman und Drew Dober.

Fight Week Aktivitäten

Die obligatorischen Fight Week Aktivitäten sahen wiefolgt aus: Am Mittwoch gab es die Pre-Fight Pressekonferenz mit Daniel Cormier, Jon Jones, Tyron Woodley, Demian Maia, Cristiane Justino und Tonya Evinger. Diese sechs Fighter präsentierten sich dann am Donnerstag den Fans und Journalisten im Rahmen der Open Workouts mit einer öffentlichen Trainingseinheit. Zeitgleich gaben sich die restlichen Fighter der Card die Ehre beim zweiten Teil des Ultimate Media Days. Am Freitag folgten dann natürlich noch die offiziellen Weigh Ins. Zudem begleitete die „UFC Embedded: Vlog Series“ die Fighter mal wieder über die gesamte Fight Week hinweg.

Pre-Fight Pressekonferenz

Open Workouts

Ultimate Media Day

Weigh Ins

Main Card (Pay Per View)
Daniel Cormier (205) vs. Jon Jones (204.5) – UFC Light Heavyweight Championship
Tyron Woodley (170) vs. Demian Maia (170) – UFC Welterweight Championship
Cristiane Justino (145) vs. Tonya Evinger (145) – UFC Women’s Featherweight Championship
Robbie Lawler (170) vs. Donald Cerrone (170)
Jimi Manuwa (204.5) vs. Volkan Oezdemir (205.5)

Preliminary Card (FXX)
Ricardo Lamas (145.5) vs. Jason Knight (145.5)
Aljamain Sterling (139.5) vs. Renan Barão (140) – Catchweight (140 lbs.) bout
Renato Moicano (146) vs. Brian Ortega (146)
Andre Fili (145) vs. Calvin Kattar (145.5)

Preliminary Card (UFC Fight Pass)
Kailin Curran (115) vs. Alexandra Albu (115)
Eric Shelton (126) vs. Jarred Brooks (126)
Josh Burkman (155.5) vs. Drew Dober (155)

UFC Embedded: Vlog Series

Ausstrahlungsinformationen

Der Event wird in Deutschland auf mehreren Plattformen zu sehen sein. Zunächst gibt es die vollständige Preliminary Card – sowohl die UFC Fight Pass Prelims, als auch die FOX Sports 1 Prelims – auf dem UFC Fight Pass. Um darauf zugreifen zu können, reicht ein normales UFC Fight Pass Abonnement, welches monatlich 7,99€ kostet und euch Zugang zu einem Teil der Live Events (ALLES, außer den UFC Pay Per View Main Cards, den UFC on FOX Main Cards und den europäischen UFC Fight Night Main Cards), dem Fight/Event Archiv, den Fighter Dokumentationen, den The Ultimate Fighter Staffeln und vielem Mehr bietet.

Wundert euch dabei nicht, dass die Preliminary Card auf dem UFC Fight Pass in zwei Teile gesplittet ist. Die Amerikaner übertragen nämlich den ersten Teil exklusiv auf dem UFC Fight Pass und den zweiten Teil lassen sie dann noch zusätzlich im Free-TV auf FXX laufen. Daher kommt diese Zweiteilung. Für uns deutsche Fans hat dies jedoch keinerlei Auswirkungen, außer dass wir nach dem Ende der UFC Fight Pass Prelims kurz den Stream wechseln und uns zu den FOX Sports 1 Prelims rüberklicken müssen.

Die Pay Per View Main Card wird im Anschluss sowohl auf ranFIGHTING, dem Kampfsport Online Streaming Service der ProSiebenSat.1 Pay TV GmbH, als auch auf Sky Select ausgestrahlt. Die Übertragung kostet 14,99€ auf ranFIGHTING und 15€ auf Sky Select. ranFIGHTING ermöglicht im Gegensatz zu Sky einen Einzelkauf ohne zusätzliche Verbindlichkeiten. Ihr müsst also kein Abo oder ähnliches abschließen, um den PPV dort ordern zu können. Bei Sky benötigt ihr derweil ein Abo, um den PPV kaufen zu können. Hier findet ihr die Verlinkungen, sowie die deutschen Anfangszeiten zu den einzelnen Card Teilen:

00:30 Uhr MEZ: UFC Fight Pass Preliminary Card —> KLICK!
02:00 Uhr MEZ: FXX Preliminary Card —> KLICK!
04:00 Uhr MEZ: Pay Per View Main Card —> KLICK! oder KLICK!

Quellen: UFC.com, MMAJunkie.com, MMAFighting.com, Sherdog.com, YouTube.com/UFC

Diskutiert HIER mit vielen anderen UFC Fans über die Vorschau auf das Event! KLICK!!!





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