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UFC 213: Whittaker vs. Romero Fallout: Erster UFC Champion aus Ozeanien – Schwache Ratings – Overeem verdient knapp eine Million

16.07.17, von Benjamin "Cruncher" Jung

Am vergangenen Wochenende fand mit dem UFC 213: Romero vs. Whittaker Event der sechste UFC PPV in diesem Jahr statt. Die Promotion kehrte dabei in ihre Heimat Las Vegas, genauer gesagt in die neu eröffnete T-Mobile Arena zurück. Der ursprüngliche Main Event zwischen Amanda Nunes (14-4) und Valentina Shevchenko (14-2) musste nur Stunden vor dem Kampf abgesagt werden, nachdem die UFC Women’s Bantamweight Championesse Nunes aufgrund einer Krankheit den Kampf absagte.

Ozeaniens erster UFC Champion

Im neuen Main Event der Card schaffte Robert Whittaker (19-4) die Sensation und krönte sich zu Ozeaniens ersten UFC Champion. Der gebürtige Neuseeländer lebt und trainiert seit Jahren in Sydney und vertritt damit gewissermaßen die beiden großen ozeanischen Staaten. Er schaffte es als erster UFC Fighter Yoel Romero (12-2) zu besiegen. Der ehemalige kubanische Olympiazweite im Freistilringen hatte auf dem Weg zum Titelkampf drei ehemalige UFC- oder Strikeforce Champions geschlagen.

Gerade in den ersten beiden Runden präsentierte sich Romero auch als der bessere der beiden Kämpfer. Wie immer agierte er sehr abwartend, um in den richtigen Momenten zu explodieren. Auch sein herausragendes Wrestling half dabei, seinen Gegner in den ersten beiden Runden zu neutralisieren. Für Whittaker kam erschwerend hinzu, dass nach einem Kick Romeros eine Knieverletzung aus seinem Training Camp erneut aufbrach. Insbesondere Kommentator Joe Rogan wies während des Kampfes mehrfach daraufhin, dass Whittaker auf einem Bein keinen festen Stand hatte.

Umso beeindruckender, wie er in den letzten drei Runden zurückkam. Trotz seiner Knieverletzung zeigte er immer noch exzellentes Footwork, mit dem er den Kampf im Stand nach und nach an sich riss. Begünstigt wurde der Wandel des Kampfes auch von den erneuten konditionellen Schwächen des mittlerweile 40-Jährigen Romeros, der insbesondere in den letzten beiden Runden auch keinen Takedownversuch mehr gewinnbringend einsetzen konnte.

Nach Whittakers Titelgewinn kam es umgehend zu einem Staredown mit dem amtierenden UFC Middleweight Champion Michael Bisping. Da sich der neue Interimstitelträger aber wie bereits erwähnt verletzt hat, bat er um einige Monate Pause, bevor er auf Bisping trifft. Nicht zuletzt deshalb scheint die Einführung des Interimstitels doch ziemlich unnötig gewesen sein, auch wenn dadurch nun ein neuer Rekord aufgestellt wurde.

Was kommt jetzt in der Heavyweight Division?

Im Co-Main Event trafen nun die beiden langjährigen Rivalen Alistair Overeem (43-15, 1NC) und Fabricio Werdum (21-7-1) in ihrem Trilogiekampf aufeinander. Der ehemalige Strikeforce Champion Overeem und der ehemalige UFC Champion Werdum versuchten beide nicht nur den entscheidenden Sieg in ihrer Rivalität zu erringen, sondern auch, sich mit einem dominanten Sieg für einen weiteren Titelkampf zu empfehlen.

Dies gelang jedoch keinem von beiden. Ein dieses Mal sehr abwartender Overeem konnte in den ersten beiden Runden verhindern, dass Werdum eine Chance für sein gefürchtetes Brazilian Jiu-Jitsu bekommt und dominierte maßgeblich den Clinch. Wirklich große Treffer wollten ihm in den ersten beiden Runden allerdings nicht gelingen, die er nach Meinung der Judges jedoch beide knapp für sich entscheiden konnte.

In der dritten Runde folgte dann der Knackpunkt, als Werdum Overeem mit einem Knockdown ernsthaft verletzen konnte. Angesichts von über drei Minuten Restzeit entschied sich der Brasilianer die Top Position am Boden einzunehmen und sein Grappling einzusetzen, statt den Kampf im Stand fortzusetzen. Ein Fehler, wie sich am Ende herausstellen sollte. Werdum gewann so zwar auf dominante Art und Weise die Runde, jedoch konnte er kein Finish einfahren. Darüber hinaus gewährte ihm auch nur einer der drei Kampfrichter eine 10-8 Runde, womit Overeem den Kampf letztlich via Majority Decision gewinnen konnte. Wirklich überzeugend war dieser Sieg jedoch nicht.

Im dritten großen Kampf auf der Main Card gelang Anthony Pettis (20-6) ein gelungenes Comeback in der Lightweight Division. In einem guten, aber doch ziemlich dominanten Kampf konnte der ehemalige UFC Lightweight Champion dabei Jim Miller (28-10, 1NC) besiegen. Mit nun 27 Kämpfen im Octagon konnte der Veteran den UFC Rekord für die meisten Kämpfe einstellen.

In den beiden weiteren Kämpfen auf der von Ausfällen geplagten Main Card konnte Curtis Blaydes (7-1, 1NC) Daniel Omielanczuk (19-8-1, 1NC) besiegen und Rob Font (14-2) gewann gegen Douglas Silva de Andrade (24-2, 1NC).

Die vollständigen Ergebnisse könnt ihr euch hier anschauen:

UFC 213: Romero vs. Whittaker Ergebnisse aus Las Vegas, Nevada, USA (08.07.2017)

Zuschauerzahl, Live Gate & Bonus Awards: Schlechtes Ergebnis in der T-Mobile Arena

Das Event in der neuen T-Mobile Arena in Las Vegas, Nevada erzielte das erwartet schwache Ergebnis, nachdem zwei der großen Kämpfe auf der Main Card abgesagt wurden. Die Promotion verkündete nach dem Event eine offizielle Zuschauerzahl von 12.834. Diese sorgten für Ticketeinnahmen in Höhe von 2,4 Millionen Dollar. Damit bewegt sich das Event auf einem Niveau mit dem UFC 209 PPV (13.150/2,385 Millionen), dem letzten Event in der T-Mobile Arena. An die drei wesentlich erfolgreicheren PPVs UFC 200 (18.202/10,7 Millionen), UFC 202 (15.539/7,692 Millionen) und UFC 207 (18.533/4,75 Millionen) kam der Event aber nicht heran.

Die mit jeweils 50.000 Dollar dotierten Bonus Awards sicherten sich Robert Whittaker und Yoel Romero für den Fight of the Night sowie Rob Font und Chad Laprise für die beiden Performances of the Night.

TV-Rating von UFC 213: Schlechtestes Ergebnis seit 2014!

Auch die TV-Ratings der Preliminary Card litten enorm unter den vielen Ausfällen. So fuhr die Promotion die schlechteste Zuschauerzahl einer TV Preliminary Card eines PPVs seit 2014 ein. Durchschnittlich sahen sich lediglich 657.000 die Kämpfe auf FOX Sports 1 an. Zuletzt wurde beim UFC 179 PPV mit 539.000 eine schlechtere Zuschauerzahl bei der Preliminary Card eingefahren. In diesem Jahr lag der Negativrekord bisher bei 723.000 Zuschauern beim UFC 210 PPV.

Die Spitzenzahl erreichte die Übertragung während des Main Events der Preliminary Card zwischen Oleksiy Oliynyk (52-10-1) und Travis Browne (18-7-1). Dort schalteten immerhin 732.000 Zuschauer ein. Auch die Pre-Fight Show mit 219.000 und die Post-Fight Show mit 206.000 Zuschauern fuhren nicht gerade gute Ergebnisse ein.

Wie gewohnt gibt es so kurz nach dem Event noch keine Informationen über die PPV Buyrate. Sobald es etwas Neues gibt, werden wir darüber berichten. Alles weitere zu den PPV-Buyrates & TV-Ratings der UFC Übertragungen findet ihr hier:

PPV-Buyrates & TV-Ratings der UFC Events

Fightergehälter: Alistair Overeem mit Abstand der Topverdiener

Nach dem Event gab die Nevada State Athletic Commission (NSAC) die offiziellen Fightergehälter bekannt. Diese belaufen sich auf insgesamt 2,596 Millionen Dollar. Mit 800.000 Dollar – und damit rund einem Drittel der gesamten Gehaltausgaben – war Alistair Overeem mit weitem Abstand der Topverdiener des Abends. Hier ist die vollständige Auflistung der 22 Fighter:

Robert Whittaker: $350,000 (no win bonus)
def. Yoel Romero: $350,000

Alistair Overeem: $800,000 (no win bonus)
def. Fabricio Werdum: $275,000

Curtis Blaydes: $38,000 (includes $19,000 win bonus)
def. Daniel Omielanczuk: $30,000

Anthony Pettis: $180,000 (includes $90,000 win bonus)
def. Jim Miller: $71,000

Rob Font: $39,000 (includes $19,500 win bonus)
def. Douglas Silva de Andrade: $18,000

Aleksei Oleinik: $54,000 (includes $27,000 win bonus)
def. Travis Browne: $120,000

Chad Laprise: $48,000 (includes $24,000 win bonus)
def. Brian Camozzi: $10,000

Thiago “Marreta” Santos: $68,000 (includes $34,000 win bonus)
def. Gerald Meerschaert: $14,000

Belal Muhammad: $40,000 (includes $20,000 win bonus)
def. Jordan Mein: $25,000

Cody Stamann: $20,000 (includes $10,000 win bonus)
def. Terrion Ware: $10,000

Trevin Giles: $24,000 (includes $12,000 win bonus)
def. James Bochnovic: $12,000

Reebok Sponsorengelder: Whittaker und Romero Topverdiener der Card

Die Kämpfer erhalten seit dem Sponsoren Deal zwischen der Ultimate Fighting Championship und dem Sportausrüster Reebok bekanntlich neben ihrem normalen Fighter Gehalt noch ein Bonus Gehalt durch Sponsorengelder. Dieses wird wie folgt berechnet: Die Fighter werden nach der Anzahl ihrer Fights unter dem ZUFFA Banner entlohnt. Ein Fighter mit 1-5 Fights erhält $2.500, ein Fighter mit 6-10 Fights erhält $5.000, ein Fighter mit 11-15 Fights erhält $10.000, ein Fighter mit 16-20 Fights erhält $15.000 und ein Fighter mit mehr als 20 Fights erhält $20.000. Im Rahmen von Title Fights erhalten die Herausforderer $30.000 und die Champions sogar $40.000.

Die Reebok Sponsorengehälter belaufen sich für UFC 213 auf insgesamt 182.500 Dollar. Die Topverdiener waren hierbei natürlich Robert Whittaker und Yoel Romero mit jeweils 30.000 Dollar, die um den Interimstitel antraten. Ihnen folgte der langjährige MMA Veteranen Jim Miller mit 20.000 Dollar. Mit diesem Event überschritten die Gesamtausgaben des Deals für das Jahr 2017 damit die 3-Millionen Marke. Hier ist die vollständige Verteilung der 22 Payouts:

Robert Whittaker: $30,000
def. Yoel Romero: $30,000

Alistair Overeem: $10,000
def. Fabricio Werdum: $10,000

Curtis Blaydes: $2,500
def. Daniel Omielanczuk: $5,000

Anthony Pettis: $15,000
def. Jim Miller: $20,000

Rob Font: $2,500
def. Douglas Silva de Andrade: $2,500

Aleksei Oleinik: $2,500
def. Travis Browne: $15,000

Chad Laprise: $5,000
def. Brian Camozzi: $2,500

Thiago “Marreta” Santos: $10,000
def. Gerald Meerschaert: $2,500

Belal Muhammad: $2,500
def. Jordan Mein: $5,000

Cody Stamann: $2,500
def. Terrion Ware: $2,500

Trevin Giles: $2,500
def. James Bochnovic: $2,500

Medizinische Suspendierungen: Vier Fighter vor sechsmonatiger Auszeit

Insgesamt wurden 16 Fighter von der Card vorübergehend aus medizinischen Gründen suspendiert. Darunter befinden sich gleich vier Fighter, die mit einer sechsmonatigen Auszeit rechnen müssen. Lediglich, wenn ein Arzt ihnen die Ringfreigabe erteilt, können sie früher ins Octagon zurückkehren. Die gesamten Suspendierungen könnt ihr euch hier anschauen:

– Robert Whittaker: needs MRI of left knee, if positive for injury needs orthopedic clearance or suspended until Jan. 4, 2018; minimum suspension until Aug. 8 with no contact until July 30
– Yoel Romero: needs left eyebrow and right scalp lacerations cleared by doctor or suspended until Aug. 23 with no contact until Aug. 8
– Fabricio Werdum: suspended until Aug. 23 with no contact until Aug. 8
– Curtis Blaydes: needs right tibia/fibula and left chest rib X-rayed, if positive for injury needs doctor clearance or suspended until Jan. 4, 2018; minimum suspension until Aug. 8 with no contact until July 30
– Daniel Omielanczuk: suspended until Aug. 8 with no contact until July 30
– Anthony Pettis: needs right hand X-ray, if positive for injury needs orthopedic clearance or suspended until Jan. 4, 2018; minimum suspension until Aug. 23 with no contact until Aug. 8
– Jim Miller: suspended until Aug. 23 with no contact until Aug. 8
– Aleksei Oleinik: suspended until Aug. 8 with no contact until July 30
– Travis Browne: needs left foot X-ray, if positive for injury needs orthopedic clearance or suspended until Jan. 4, 2018; minimum suspension until Aug. 23 with no contact until Aug. 8
– Brian Camozzi: suspended until Aug. 23 with no contact until Aug. 8
– Thiago Santos: needs right eye laceration cleared by doctor or suspended until Aug. 23 with no contact until Aug. 8
– Gerald Meerschaert: suspended until Aug. 8 with no contact until July 30
– Belal Muhammad: suspended until Aug. 8 with no contact until July 30
– Jordan Mein: needs left eye laceration cleared by doctor or suspended until Aug. 23 with no contact until Aug. 8
– Douglas Silva de Andrade: suspended until Aug. 8 with no contact until July 30
– James Bochnovic: suspended until Sept. 7 with no contact until Aug. 23

Quellen: MMAJunkie.com, MMAFighting.com, YouTube,com/UFC

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