Die UFC 213 Woche auf W-I.de: Tag 4 – Flashback – Review und Analyse zu UFC 175: Weidman vs. Machida

06.07.17, von Benjamin "Cruncher" Jung

Im vergangenen Jahr fand mit UFC 200 während der International Fight Week der UFC der womöglich größte MMA-Event aller Zeiten statt. Vor dieser Mega-Veranstaltung veröffentlichten wir täglich ein besonderes Special, um eure Vorfreude auf den Pay-per-view zu steigern. Ein Jahr nach UFC 200 findet nun mit UFC 213 der bislang größte Event in diesem Jahr statt und passend zur International Fight Week wird es auch in diesem Jahr täglich ein Special auf unserer Seite geben. Falls ihr noch nicht heiß auf die Veranstaltung seid, dann legen wir euch unsere UFC 213 Woche ans Herz. Falls ihr es bereits nicht mehr erwarten könnt, natürlich umso mehr.

Tag 4 – Flashback – Review und Analyse zu UFC 175: Weidman vs. Machida

Am kommenden Samstag ist es soweit und UFC 213: Nunes vs. Shevchenko 2 bildet mit einer prall gefüllten Fight Card den Abschluss der diesjährigen International Fight Week. Diese haben wir zum Anlass genommen, um nach längerer Zeit mal wieder auf einen früheren UFC Pay-Per-View zurückzublicken. Nach langen Diskussion fiel unsere Wahl letztendlich auf UFC 175: Weidman vs. Machida. Warum ausgerechnet dieser Pay-Per-View in den Fokus rückte, wusste bei uns im Team niemand so recht, doch dann geriet einem der Main Event zwischen dem damals amtierenden UFC Middleweight Champion Chris Weidman und seinem Herausforderer Lyoto Machida wieder in den Kopf, ebenso wie der dominante Auftritt von Ronda Rousey im Co-Main Event, sodass am Ende doch einstimmig für diesen Event gestimmt wurde.

Der Event fand am 05. Juli 2014 vor 10.088 Zuschauern im Mandalay Bay Events Center in Las Vegas, Nevada statt. Im Main Event des Abends standen sich wie eingangs schon erwähnt Chris Weidman und Lyoto Machida in einem Fight um die UFC Middleweight Championship gegenüber. In der Retroperspektive könnte man hier noch anfügen, dass sich beide Kämpfer zu dieser Zeit am Zenit ihres Schaffens befanden und jeweils einen ihrer besten Kämpfe im Octagon zeigten. Gleiches gilt für die damalige Dominatorin des damaligen Women’s Mixed Martial Arts. „Rowdy“ Ronda Rousey ging mit einer Bilanz von neun Siegen in neun Kämpfen in den Abend und verließ diesen auch mit dem zehnten Sieg ihrer Karriere. Doch vor allem die Art und Weise, in der sie gestern vor drei Jahren triumphierte, ging in die Geschichte ein.

Wir wollen aber nicht jetzt schon zu viele Worte zu diesen beiden Main Events verlieren, denn bevor diese auf dem Programm standen, erwarteten die Fans in der Halle und an den TV-Geräten noch drei weitere Kämpfe. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass die Preliminary Card im Vorfeld der Main Card bereits einige interessante Ansetzungen bot, wobei am Ende vor allem die Leistung von Urijah Faber in seinem Duell mit Alex Caceres in Erinnerung blieb. In diesem Zusammenhang erscheint es nur allzu passend, dass besagter Urijah Faber im Rahmen der International Fight Week in diesem Jahr in die UFC Hall of Fame eingeführt wird. Erwähnenswert ist darüberhinaus noch der Underdog-Sieg von Rob Font, welcher mit einem sensationellen Knockout George Roop nach 2:19 in der ersten Runde auf die Bretter schickte.

Doch gehen wir nun in medias res und wenden uns der Main Card von UFC 175 zu. Beginnen wollen wir dabei in chronologischer Reihenfolge mit dem Opening Fight des Pay-Per-Views, einem Bantamweight bout zwischen Russell Doane und Marcus Brimage. Doane ging seiner Zeit mit dem guten Gefühl eines starken Submission-Sieges gegen Leandro Issa bei UFC Fight Night 34: Saffiedine vs. Lim in den Kampf, während Brimage in seinem letzten Kampf eine Niederlage gegen einen heutzutage nicht ganz unbekannten Fighter namens Conor McGregor einstecken musste.

Bantamweight bout
Marcus Brimage vs. Russell Doane
Doane besiegte Brimage via Split Decision (29-28, 28-29, 30-27).

In der ersten Minute des Kampfes war beiden Fightern der Respekt vor ihrem Gegner klar anzusehen, sodass man diese getrost als Abtastphase abtun kann. Man erkannte jedoch früh, dass Brimage im Stand deutlich sicherer agiert und Vorteile gegenüber seinem Gegner aus Honolulu, Hawaii hat. Dann landete Doane aber mit einem sehr schönen Manöver einen Takedown und konnte Brimage am Boden festmachen. Er versuchte zunächst einen D’Arce Choke anzusetzen, doch als dies misslang, sicherte er zunächst seine Back Control und brachte in der Folge beinahe einen Rear-Naked Choke an. Brimage konnte sich jedoch rechtzeitig mit einer schnellen Drehung befreien und in den Stand zurückkommen. Dennoch dauerte die Phase am Boden beinahe drei Minuten an, in denen Doane mehr oder weniger nach Belieben dominierte. Im Stand agierte Brimage dann wieder stärker, konnte aber in den verbliebenen Sekunden keine entscheidenden Treffer mehr landen, sodass die erste Runde aufgrund der langen und vor allem dominanten Phase am Boden relativ klar mit 10-9 an Russell Doane geht.

In der zweiten Runde sah sich Brimage nun in der Bringschuld und suchte klar die Offensive. Krachende Leg Kicks brachten Doane dabei mehrfach in Bedrängnis und lädierten dabei auch sein linkes Knie nachhaltig. In dieser Phase gelang Brimage auch ein Knockdown, doch Doane kam schnell wieder auf die Beine und konnte in der Folge erneut einen Takedown landen. Dies brachte Doane ein wenig Zeit um sich zu erholen, doch im Vergleich zur ersten Runde konnte sich Brimage dieses Mal schneller befreien und den Kampf wieder in den Stand verlagern. Es folgten einige wilde Schlagsequenzen, in denen Brimage im Clinch immer wieder einige Treffer anbringen konnte, während Doanes Knee Strikes weitestgehend im nichts verpufften. Folglich setzte Doane zum Rundenende wieder auf einen Takedown, doch Brimage rollte sich durch und konnte die Runde im Stand zu Ende bringen. Aufgrund der klaren Dominanz im Stand ist auch diese Runde relativ leicht zu werten und geht mit 10-9 an Marcus Brimage.

Beide Fighter suchten in der letzten Runde des Kampfes die Entscheidung, wobei jedoch keiner bereit war das letzte Risiko einzugehen. Evtl. waren sich beide Kämpfer darüber bewusst, dass auf den Scorecards aktuell ein 19-19 stehen müsste und somit auch eine gute Runde zum Sieg reichen könnte. Doane wurde daher nun auch im Stand aktiver und brachte einige High Kicks durch, wobei Brimage gleichzeitig seine Taktik mit harten Leg Kicks fortsetzte und um einiges häufiger als sein Kontrahent ins Schwarze traf. Doane versuchte sich deshalb wieder an einigen Takedowns, was in den ersten beiden Runden noch gut funktioniert hatte, doch Brimage hatte sich darauf eingestellt und konnte alle Versuche abwehren. Am Ende steht somit eine relativ ausgeglichene dritte Runde, in der Doane der ein wenig aktivere Fighter war, aber Brimage die deutlich besseren Treffer landete. Folglich gebe ich diese Runde mit 10-9 an Marcus Brimage, sodass dieser bei mir auch in der Endabrechnung mit 29-28 vorne liegt.

Damit komme ich am Ende auch auf einen anderen Sieger als die Judges bei UFC 175, auch wenn an dieser Stelle noch einmal betont werden muss, dass wir hier von einem extrem engen Fight reden. Die 30-27 für Russell Doane kann ich zwar nicht nachvollziehen, da die Runde 2 in meinen Augen relativ deutlich an Marcus Brimage geht, wie auch die Runde 1 klar an Russell Doane geht. Die letzte Runde hingegen war sehr eng und lässt Decisions in beide Richtungen offen. Letztendlich startete UFC 175 mit einem interessanten und kurzweiligen Opener, der einen jeden Fan gut in den Pay-Per-View brachte, ohne aber allzu hochklassiges Mixed Martial Arts zu präsentieren.

Im zweiten Kampf des Abends standen sich nun in einem Middleweight bout der Jamaikaner Uriah Hall und der Brasilianer Thiago Santos gegenüber. Beide Fighter konnten im Vorfeld des Kampfes beeindruckende Siege verzeichnen und gingen mit einer entsprechenden Erwartungshaltung in den Abend.

Middleweight bout
Uriah Hall vs. Thiago Santos
Hall besiegte Santos via Unanimous Decision (29-28, 29-28, 30-27).

Die hohen Erwartungen der Fans wurden von den beiden Kämpfern auch gehalten. Zwar hielt sich Uriah Hall in den ersten Minuten des Kampfes noch ein wenig zurück und vor allem Thiago Santos gestaltete mit einigen sehr ansehnlichen Leg Kicks die Offensive des Kampfes, doch mit zunehmender Kampfdauer nahm auch Hall Fahrt auf und setzte zu den ersten Versuchen seiner so beeindruckenden Spinning Backfists und Kicks an. Aber auch darüberhinaus landet Hall einige gute Treffer und wehrte nun auch nahezu alle Schläge von Santos ab. Während seiner Offensive brach sich Hall auch einen Zeh, kämpfte davon jedoch unbeirrt weiter. Am Ende kann Uriah Hall die erste Runde des Kampfes auch für sich entscheiden. Zu Beginn fast noch ein wenig zu brav explodierte er mit der Zeit und dominierte die letzten Minuten der Runde, sodass diese mit 10-9 an Hall geht.

Trotz seines gebrochenen Zehs setzte Hall seine Offensive nach der Pause fort und deckte Santos mit zahlreichen Schlägen und Kicks ein. Dabei gelang es ihm auch Santos auf den Boden zu schicken, ging aber nicht hinterher, da er im Stand nun doch relativ klar die Oberhand hatte und diesen Vorteil nicht für ein relativ ausgeglichenes Match-Up am Boden herschenken wollte. Gegen Ende der Runde versuchte Santos seinerseits noch einen Takedown, welcher zu diesem Zeitpunkt schon mehr einem verzweifelten Entlastungsversuch gleichkam. Hall konnte sich aber am Käfig verteidigen und nach einem kurzen heftigen Schlagabtausch am Käfig endete die zweite Runde. Auch diese würde ich mit 10-9 für Uriah Hall werten, auch wenn die Entscheidung dieses Mal schon deutlich klarer zu Gunsten des Jamaikaners fällt.

Thiago Santos startete gut in die finale Runde und suchte sein Heil in der Flucht nach vorne. Er deckte Hall zu Beginn mit einigen Strikes ein und suchte aktiv das Finish, jedoch ließ sich keiner seiner Treffer als echter Wirkungstreffer bezeichnen. Hall entzog sich der Anfangsoffensive aber geschickt und landete dann selbst einige gute Treffer. Santos probierte es erneut mit einem Takedown, aber Hall konnte diesen auskontern und befand sich nun seinerseits am Boden in der Kontrolle. Er hatte gar die Möglichkeiten einen Armbar anzusetzen, doch von dieser Chance selbst ein wenig überrascht, glückte der Versuch nicht und Santos konnte sich befreien. Nun befand sich der Brasilianer on top und setzte alles auf ein Finish, doch am Ende ging ihm die Zeit aus. Aufgrund seines puren Willens und einiger wirklich guter Aktionen ist man hier fast dazu geneigt Thiago Santos die letzte Runde zu geben, doch betrachtet man die fünf Minuten noch einmal objektiv, muss auch diese Runde an Uriah Hall gehen, weshalb dieser mit einem finalen Score von 30-27 den Kampf für sich entscheidet.

Damit weicht mein Score in diesem Fall auch nicht sonderlich von dem der Judges ab. Einer wertete den Kampf ebenfalls 30-27 und die anderen beiden Punktrichter hatten eine 29-28 für Hall gewertet, mit der ich aufgrund der guten letzten Runde von Santos in jedem Fall konform gehen würde. Am Ende steht hier ein höchst unterhaltsamer Kampf, in welchem Uriah Hall zu seiner Zeit erstmals sein großes Potenzial andeutete. Vor allem die Tatsache, dass er den Kampf über mehr als zehn Minuten mit einem gebrochenen Zeh bestritt, macht seine Leistung noch beeindruckender.

Als dritter Kampf des Abends war nun eigentlich ein Heavyweight bout zwischen Stefan Struve und Matt Mitrione gelistet. Dieser Kampf musste aber kurzerhand abgesagt werden, nachdem Struve in der direkten Vorbereitung auf den Fight zusammengebrochen war. Bereits zuvor hatte Struve über Herzrasen und Panikattacken geklagt. Glücklicherweise konnte direkt nach dem Event Entwarnung gegeben werden und der Niederländer konnte seine Karriere bekanntermaßen ja auch ohne größere Folgen fortsetzen. Deshalb war es nun auch schon Zeit für den Co-Main Event des Abends, den Kampf zwischen UFC Women’s Bantamweight Champion Ronda Rousey und Alexis Davis.

Women’s Bantamweight bout
UFC Women’s Bantamweight Championship
Ronda Rousey (c) vs. Alexis Davis
Rousey besiegte Davis via KO (Punches) nach 0:16 in der ersten Runde.

Ein kurzer Schlagabtausch, Knee, Hip Toss und zehn Punches…! Muss man an dieser Stelle mehr sagen? Eine Analyse des Fights ist hier schlichtweg kaum möglich, denn in 16 Sekunden kann schließlich nicht allzu viel passieren. Möchte man zumindest meinen, denn an diesem 05. Juli 2014 passierte für Alexis Davis in 16 Sekunden zu viel. Dabei begann Alexis Davis noch recht vielversprechend und ging sehr mutig in das Duell mit der UFC Women’s Bantamweight Championesse. Im Nachhinein ist man geneigt zu sagen, dass es zu mutig, ja geradezu dumm war, aber sie landete im ersten Moment noch einen starken Treffer direkt in das Gesicht von Rousey, was diese aber nur zu einer weiteren Schlagsalve motivierte. Der Rest ist bekannt…Knee, Hip Toss und zehn Punches!

Ronda Rousey schrieb an diesem Abend das nächste Kapitel in ihrer Saga als unbesiegbare Championesse. Vor allem die Art und Weise ihres Auftrittes ließ dabei ihre letzten Kritiker verstummen. Natürlich kamen diese zwei Jahre später wieder aus ihren Löchern hervor gekrochen und erfreuten sich an Rouseys Niederlagen gegen Holly Holm und Amanda Nunes, doch im Jahr 2014 war Ronda Rousey schlichtweg die beste Frau in der UFC und das Non-Plus-Ultra ihrer Division. Eine Tatsache, die sie hier noch einmal verdeutlichte.

Nach so einem Fight oder besser gesagt nach so einem Finish fragt man sich unweigerlich, ob denn der nun folgende Kampf mithalten oder das Ganze gar toppen kann. In diesem Fall lässt sich die Frage leicht mit ja beantworten, denn der Main Event zwischen UFC Middleweight Champion Chris Weidman und Lyoto Machida versprach bereits im Vorfeld so einiges und enttäuschte am Ende auch nicht. Anders gesagt, wir Fans bekamen nun einen veritablen Fight of the Year Contender zu sehen.

Middleweight bout
UFC Middleweight Championship
Chris Weidman (c) vs. Lyoto Machida
Weidman besiegte Machida via Unanimous Decision (49-45, 48-47, 49-46).

Dabei begann der Kampf doch eher ruhig. Der Champion war der deutlich aktivere Mann im Octagon und konnte immer wieder einige gute Kicks anbringen. Machida beschränkte sich hingegen auf das Verteidigen und vertraute seinem Counterstriking. Darüberhinaus – und das ist in diesem Kampf ein nicht zu vernachlässigender Punkt – wendete er alle Takedown-Versuche von Chris Weidman erfolgreich ab. Am Ende steht eine relativ ausgeglichene Runde, die ich aber mit 10-9 an Chris Weidman gebe, da er schlichtweg der aktivere Fighter war.

Die zweite Runde eröffnete Lyoto Machida mit seinen ersten offensiven Aktionen des Abends, achtete jedoch stets darauf seinem Gegner nicht zu viel Angriffsfläche zu bieten. Weidman war nun darauf bedacht seine Deckung aufrechtzuerhalten, sodass sich eine eher taktischere Runde anbahnte. Erst gegen Ende nahm diese ein wenig mehr Fahrt auf, als Weidman einen Takedown zeigte und Machida erstmals am Boden dominieren konnte. Zwar konnte sich der Brasilianer noch einmal befreien, doch das Rundenende verhinderte, dass er noch einmal das Blatt in dieser Runde wenden konnte. Folglich geht auch die zweite Runde mit 10-9 an den Champion.

In der dritten Runde begann dann endgültig das Spektakel. Weidman konnte gleich zu Beginn zwei Takedowns landen und in der Folge Machida erneut am Boden festmachen. Dennoch verteidigte Machida sich hier gut und konnte sich zur Hälfte der Runde befreien. Im Stand ergriff Machida dann die Initiative, doch gerade dies schien Weidman entgegen zu kommen und der US-Amerikaner platzierte einige starke Punches. Einer davon verursachte beim Brasilianer auch einen Cut oberhalb der rechten Augenbraue. Auch wenn Machida in dieser Runde erstmals die Offensive wirklich suchte, dominierte Weidman das Geschehen und brachte einige starke und vor allem wirkungsvolle Treffer an den Mann, sodass ich Chris Weidman die Runde mit 10-8 gebe.

Wer nun aber dachte, dass sich Lyoto Machida geschlagen gibt oder Chris Weidman den Kampf innerhalb der vierten Runde finishen kann, wurde eines Besseren belehrt. Machida legte los wie die Feuerwehr und verbuchte einen Treffer nach dem anderen. Weidman hielt zwar mit zunehmender Dauer der Runde gut dagegen, konnte gegen die zahlreichen Treffer von Machida aber nicht ankommen. Auch seine bis dahin so erfolgreichen Takedown-Versuche halfen ihm nicht mehr weiter, da Machida diese gekonnt abwehrte. Somit holt sich Lyoto Machida hier verdient seine erste Runde des Abends, auch wenn man Chris Weidman vorwerfen kann, dass er ein wenig zu sehr das Tempo herausgenommen und somit das Comeback des Brasilianers überhaupt erst ermöglicht hat. 10-9 für Lyoto Machida.

In der letzten Runde machte Machida dann da weiter, wo er in der vierten Runde aufgehört hatte, er marschierte nach vorne. Einige harte Inside Leg Kicks brachten Weidman gleich zu Beginn in Bedrängnis und auch die Deckung konnte Machidas Strikes nicht mehr vollständig abwehren. Insgesamt wirkte Machida zu diesem Zeitpunkt noch viel frischer als der Champion und forcierte nicht zuletzt deshalb das Finish. In der Mitte der Runde lieferten sich die beiden dann einen komplett offenen Schlagabtausch, an dessen Ende Weidman einen Takedown durchbrachte, der ihm letztendlich den Sieg sicherte. Er konnte Machida für eine gute Minute am Boden halten, sodass diesem am Ende des Kampfes schlichtweg die Zeit ausging. Zwar versuchte der Brasilianer alles und brachte noch einige heftige Knees an den Mann, doch es sollte nicht mehr reichen. Auch die letzte Runde hat Machida mit einer selten von ihm gesehenen Aggressivität mit 10-9 für sich entschieden. Weidman sah gegen diese Offensive lange alt aus und hatte echte Probleme, bis er sich mit einem Takedown schließlich retten und so einiges an Zeit überbrücken konnte.

Am Ende steht bei mir ein 48-46 für Chris Weidman auf der Scorecard, weshalb die Titelverteidigung vollkommen verdient ist. Wie dem aber auch sei, war dieser Kampf einfach nur Werbung für Mixed Martial Arts. Mit welcher Intensität die beiden Kontrahenten gerade in den letzten drei Runden nach vorne marschiert und das Finish gesucht haben, ohne jedoch dabei die Defensive komplett aufzugeben, war beeindruckt.

Fazit

UFC 175 bot am Ende vieles von dem, was Mixed Martial Arts ausmacht. Vielleicht war die Main Card des Abends nicht auf dem Niveau mancher heutiger Pay-Per-Views, die mit mehreren Titelkämpfen und Stars durchgängig stark besetzt sind, doch UFC 175 hat Spaß gemacht und war für die Ansetzungen, die sich letztendlich auf der Fight Card wiedergefunden haben, wirklich sehr gut. Natürlich müssen hierbei die beiden Main Events hervorgehoben werden, die mit einem sehr, sehr guten Kampf zwischen Chris Weidman und Lyoto Machida und einem spektakulären und geschichtsträchtigen Finish von Ronda Rousey zwei wahre Highlights innehatten. Darüberhinaus boten auch die anderen beiden Kämpfe sehr gute Unterhaltung, sodass man UFC 175 als einen wirklich guten, wenn auch nicht herausragenden Pay-Per-View einstufen kann. Ich hatte definitiv Spaß noch einmal auf diesen Event zurückzublicken und kann die Main Card einem jeden UFC-Fan nur ans Herz legen.

 

Alles weitere zu unserer UFC 213 Woche findet ihr hier: KLICK!

Die UFC 213 Fightcard findet ihr hier: UFC 213: Nunes vs. Shevchenko II Fightcard aus Las Vegas, Nevada, USA (08.07.2017)





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