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Rückblick auf UFC 210: Anthony Johnson verkündet nach Niederlage gegen Cormier Rücktritt! – Außerdem: Kontroverse im Co-Main Event, ein weiterer Rücktritt eines Veteranen und zwei dominante Erfolge!

10.04.17, von Benjamin "Cruncher" Jung

In der Nacht von Samstag auf Sonntag fand mit UFC 210: Cormier vs. Johnson II der dritte Pay Per View der UFC in diesem Jahr statt. Im Main Event fand das große Rematch zwischen Daniel „DC“ Cormier (19-1) und Anthony „Rumble“ Johnson (22-6) statt. Außerdem versprach niemand geringeres als das beste Light Heavyweight in der Geschichte des Sports Jon Jones (22-1) in der Arena zu sein, um sich den Kampf anzuschauen. Doch neben dem bislang wohl größten Fight dieses Jahres fanden auch andere wichtige Kämpfe statt, wie der Middleweight Showdown der beiden Top Contender Chris Weidman (13-3) und Gegard Mousasi (42-6-2)

Anthony Johnson verkündet nach Niederlage gegen Cormier Rücktritt!

Der Main Event der Großveranstaltung machte bereits am Tag vor dem Fight große Schlagzeilen. Grund hierfür waren die offiziellen Weigh Ins. Knapp fünf Minuten vor dem Ablauf der Zeit wog keiner der beiden Main Eventer ein, wodurch viele Offizielle bereits nervös wurden. Schließlich erschien Daniel Cormier zum Wiegen, allerdings wog er 206.2 Pfund, womit das er das Gewichtslimit verpasste! Im Bundesstaat New York dürfen die Championship-Fighter jedoch ein zweites Mal einwiegen, wenn sie das Kampfgewicht nicht beim ersten Mal erreichen. Cormier tat dies nur zwei Minuten später und wog auf einmal nur noch 205 Pfund. Kontrovers hierbei war, dass „DC“ sich am Tuch, welches seinen Unterkörper verdecken sollte, aufstützte und dies womöglich der Grund war, weshalb er leichter einwog. Kein Offizieller der Kommission bemerkte diese Aktion und Cormier kam nochmal mit einem blauen Auge davon. Nur wenige Sekunden danach wog Johnson ein und der Titelkampf war offiziell.

Kommen wir nun aber zum tatsächlichen Fight. Gleich zu Beginn schockte Johnson alle Fans, als er gegen den ehemaligen olympischen Ringer Daniel Cormier auf sein Wrestling setzte. Im Vorfeld war allen klar, dass „Rumble“ dann eine Chance gegen Cormier habe, wenn er seinen Gegner auf Distanz halte und den Kampf im Stand hält. Doch nicht nur die Fans und die Kommentatoren waren schockiert über den Gameplan von Johnson, sondern auch seine eigenen Coaches, die ihm immer wieder anwiesen, auf die tatsächliche Kampfstrategie zurückzugreifen. Dies tat er jedoch nicht und Cormier besiegte Johnson schlussendlich via Submission in der zweiten Runde.

Nach dem Kampf folgte dann der noch größere Schocker. So verkündete Anthony Johnson nämlich seinen sofortigen Rücktritt vom MMA Sport. Er begründete seine Entscheidung damit, dass er eine andere Leidenschaft außerhalb des Kampfsports gefunden habe und diese nun ausführen wolle. Er sei seitdem er acht Jahre alt ist im Sport aktiv gewesen und möchte nun einfach etwas anderes machen, als jeden Tag das Gym besuchen, um zu trainieren. In der Post-Fight Pressekonferenz zeigte er sich allerdings weiterhin interessiert an einen Kampf gegen Jon Jones und meinte, dass ein Heavyweight bout gegen den ehemaligen Light Heavyweight Champion ihn eventuell nochmal aus dem Ruhestand bringen könnte.

Daniel Cormier hingegen zeigte sich überglücklich über den Erfolg. Noch im Octagon shootete er sowohl gegen seinen Erzrivalen Jon Jones, als auch gegen den #4 Contender der Gewichtsklasse Jimi Manuwa (17-2), der ebenfalls in der Arena war und den Kampf beobachtete. Über Jones wolle Cormier nichts hören, da dieser weiterhin keine Lizenz zum Kämpfen habe und er deswegen uninteressant für ihn ist. Zu Jimi Manuwa sagte er, dass er sich sicher ist, dass Manuwa nicht mit ihm ins Octagon will und er gerade erst Corey Anderson besiegt habe. Wir können also gespannt sein, gegen wen Cormier als nächstes seinen Titel verteidigen wird.

Kontroverse im Co-Main Event

Der Co-Main Event zwischen Chris Weidman und Gegard Mousasi versprach ein wahres Meisterwerk zwischen zwei der besten Middleweights der Welt zu werden und die beiden Männer enttäuschten die Fans keinesfalls. Gleich zu Beginn der ersten Runde wurde es wild zwischen den beiden, weshalb Weidman schon schnell auf sein Wrestling setzte. Zwar schaffte er es mehrfach den Kampf auf den Boden zu verlagern, allerdings kämpfte sich Mousasi immer wieder sehr schnell wieder auf die Beine. Trotzdem war Weidman in der unterhaltsamen ersten Runde der dominante Akteur.

Dies änderte sich allerdings in der zweiten Runde. In den ersten Sekunden landete Mousasi einen guten Punch, woraufhin eine lange Kombination folgte, die der Amerikaner jedoch einstecken konnte. Obwohl „The Dreamcather“ immer besser in den Fight fand, blieb auch Weidman erfolgreich und landete weiterhin seine Takedowns. Nach drei Minuten in der zweiten Runde wurde der Kampf dann gestoppt. Mousasi landete zwei Knees während Weidman versuchte, mit seinen Händen den Boden zu berühren, wodurch diese Treffer illegal gewesen wären. Referee Dan Miragliota stoppte den Kampf, sah sich dann jedoch eine Wiederholung an, die erwies, dass die Treffer legal waren und Weidmans Hände nicht den Boden berührten.

Er herrschte für einige Zeit Verwirrung und Weidman zeigte sich sogar bereit, wieder zu kämpfen. Der Referee beendete den Kampf allerdings und Gegard Mousasi wurde als Sieger verkündet. Der Niederländer entschuldigte sich für dieses Ende und meinte, dass er nicht so gewinnen wollte. Weidman war nach dem Kampf sehr wütend und war der Meinung, dass er nicht verlieren sollte, da die Knees illegal gewesen seien. Ihm wurde jedoch auch die Wiederholung gezeigt und er änderte seine Meinung und entschuldigte sich für seine Leistung. Auf der Pressekonferenz forderte der ehemalige Champion ein Rematch gegen Mousasi, während Letzterer einen neuen Vertrag und einen Titelkampf verlangte.

Ein weiterer Rücktritt eines Veteranen und zwei dominante Erfolge

Auf der verbleibenden Main Card fanden drei weitere Kämpfe statt. Zum einen setzte sich Cynthia Calvillo (5-0) auch in ihrem zweiten UFC Kampf gegen Pearl Gonzalez (6-2) durch. Calvillo trat bereits beim vorherigen PPV UFC 209 an und gewann dort via Submission und auch an diesem Abend setzte sie hauptsächlich auf ihr Ground Game, wo sie ihrer Gegnerin deutlich überlegen war. Es scheint so, als ob die Women’s Strawweight Division mit Calvillo einen neuen Star gefunden hat und schon bald könnte sie auf einen Top Contender ihrer Gewichtsklasse treffen.

Im zweiten Kampf der Main Card besiegte Thiago Alves (22-11) im Kampf der Veteranen Patrick Cote (23-11). In einem sehr guten und unterhaltsamen Kampf war der Brasilianer seinem Gegenüber stets einen kleinen Schritt vorraus und landete die etwas besseren Treffer. Cote war jedoch keinesfalls chancenlos und hatte auch seine Momente im Kampf. Nach dem Fight verkündete Cote unter Tränen, dass dies sein letzter Kampf gewesen ist. Er bedankte sich bei den Fans und der UFC für die tolle Zeit und bekam dafür auch eine Menge Applaus.

Im Opener des Pay Per Views setzte Charles Oliveira (22-7, 1 NC) mal wieder ein großes Ausrufezeichen. Der Brasilianer, der mehrfach im Featherweight das Gewichtslimit verpasste, kehrte wieder ins Lightweight zurück und zeigte sich dort in absoluter Topform. Der Brasilianer besiegte den ehemaligen Bellator Lightweight Champion Will Brooks (19-3) via Submission in der ersten Runde und hatte hierbei gar keine Probleme. Brooks verlor damit auch seinen zweiten Kampf nacheinander und konnte seit seiner Verpflichtung den hohen Erwartungen nicht gerecht werden.

Lest euch hier alle Ergebnisse von UFC 210: Cormier vs. Johnson II durch:

UFC 210: Cormier vs. Johnson II Ergebnisse aus Buffalo, New York, USA (08.04.2017)

Quellen: MMAFighting.com, MMAJunkie.com, YouTube.com/MMAFightingonSBN, YouTube.com/UFC

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Eine Antwort zu “Rückblick auf UFC 210: Anthony Johnson verkündet nach Niederlage gegen Cormier Rücktritt! – Außerdem: Kontroverse im Co-Main Event, ein weiterer Rücktritt eines Veteranen und zwei dominante Erfolge!”

  1. #notstraight sagt:

    Cormier ist mein Liebling in UFC und dazu auch noch WWE Fan!

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