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Großes Interview von Conor McGregor: Der Ire über einen Kampf gegen Floyd Mayweather, seinen Erzrivalen Nate Diaz, Ronda Rouseys Niederlage und vieles mehr!

06.02.17, von Benjamin "Cruncher" Jung

Großes Interview von Conor McGregor: Der Ire spricht über potentiellen Kampf gegen Mayweather, Erzrivalen Nate Diaz, Ronda Rouseys Niederlage und viel mehr!

Momentan nimmt sich UFC Superstar Conor McGregor (21-3) zwar eine Auszeit vom MMA Sport, jedoch gibt es trotzdem keinen aktiven Fighter, der öfters in den Schlagzeilen steht als der amtierende UFC Lightweight Champion. McGregor stieg zuletzt im November 2016 ins Octagon, als er Eddie Alvarez bei UFC 205: Alvarez vs. McGregor besiegen konnte und sich damit den Lightweight Titel sicherte. Zum damaligen Zeitpunkt hielt „The Notorious“ auch noch den Featherweight Gürtel, was ihn zum ersten Two-Weight World Champion in der UFC Geschichte machte. Vor wenigen Tagen veranstaltete McGregor parallel zu einem UFC Event einen eigenen PPV, in dem er Fragen vom populären MMA Journalisten Ariel Helwani beantwortete.

… Über den potentiellen Superfight gegen Floyd Mayweather:

Dabei sprach er selbstverständlich auch über den potentiellen Superfight zwischen ihm und Boxlegende Floyd Mayweather. So sagte der UFC Champion, dass er sich mit Mayweather hinsetzen müsse, um die geschäftlichen Details zu besprechen, wie es der Boxer auch schon damals mit Manny Pacquiao gemacht hat. Der PPV Fight zwischen Mayweather und Pacquiao ist bekanntlich bis heute mit 4,6 Millionen Verkäufen der meist verkaufte Pay Per View in der Kampfsportgeschichte. Sobald er sich mit Mayweather über eine gerechte Geldsumme auf beiden Seiten einige, könne man mit den Kabelsendern und den Käufern reden, um den großen Kampf auch zu realisieren.

Außerdem sei er sehr glücklich, dass UFC Präsident Dana White vor einigen Wochen ein offizielles Angebot gemacht hat, da McGregor und Mayweather nun endlich eine Grundlage haben. Zu Beginn habe es nur Gerüchte über den Superfight gegeben, nun gäbe es ein konkretes Angebot, an dem man jedoch noch arbeiten müsse, allerdings sei es nur eine Frage der Zeit, bis man sich einigen kann. Laut McGregor habe der Fight auch das Potential der erste „Milliarden-Kampf“ in der Combat Sports Geschichte zu werden. Wenn Mayweather und Pacquiao eine halbe Milliarde verdient hätten, könnte er und Mayweather diesen Rekord brechen, da es so einen Fight noch nie zuvor gegeben hätte. Noch nie seien die zwei Topathleten von zwei verschiedenen Sportarten gegeneinander angetreten. McGregor denkt sogar, dass er den Kampf ohne die UFC organisieren könne, jedoch wäre alles gelassener, wenn alle Parteien involviert wären. Alle wollen ein gutes Geschäft abliefern und er habe dies in der Vergangenheit bereits mit der UFC gehabt. Allerdings sei niemand sein Boss.

Über den möglichen Austragungsort Las Vegas, Nevada sprach der Ire ebenfalls. So sagte er, dass es aktuell noch eine Menge mit der Nevada State Athletic Commission (NSAC) zu klären gibt. Wir berichteten in der Vergangenheit bereits über die Strafe der Kommission, die man McGregor nach seinem Flaschenwurf-Vorfall mit Nate Diaz verhängte. Nachdem die NSAC McGregor eine Geldstrafe von 150.000 Dollar verhängt hatte, kündigte McGregor an, nie wieder im Bundesstaat Nevada antreten zu wollen. Mayweather betonte jedoch mehrmals, dass er bloß in Las Vegas kämpfen würde, sollte er noch einmal in den Boxring zurückkehren.

Laut McGregor sollen die Kommission und der Ire jedoch auf einen Nenner gekommen sein. Er werde in Zukunft nach Nevada fliegen, um alles zu klären, eine Boxlizenz zu beantragen und dann abwarten, wie Floyd Mayweather darauf reagieren wird. McGregor meinte, dass die NSAC gemerkt hätte, dass er für einen einzelnen Kampf insgesamt 400 Millionen Dollar für den Staat eingenommen habe und man ohne ihn nicht genug Geld einnehmen würde. Der Fight würde laut ihm wohl Ende 2017 oder im Frühjahr 2018 stattfinden. Man müsse zwar noch lange warten, jedoch würde sich das lange Warten auf jeden Fall lohnen.

… Über seine Zukunft in der UFC:

Auch zu McGregors Zukunft in der UFC gab es einige Neuigkeiten. Zunächst erklärte er jedoch, dass die Company ihm nicht seine Featherweight Championship hätte abnehmen müssen. Wenn Dana White zu ihm gekommen wäre und ihn gefragt hätte, ob er im März seinen Titel verteidigen soll, wäre es für McGregor kein Problem gewesen. Er hätte dann entweder Holloway oder Aldo besiegt und alles wäre in Ordnung gewesen. Man hätte ihn bloß fragen sollen. Stattdessen habe die UFC jedoch einen Interims Titel kreiert und der Mann, der in 13 Sekunden gegen McGregor verloren habe [Aldo], sei nun wieder Champion.

Er empfand die Reaktion der UFC als peinlich und fragte sich, ob dies der Weg sei, wie die UFC ihre Probleme lösen wolle. Der Interims Titelkampf bei UFC 206 habe laut ihm trotz des „Fake-Titels“ nicht gut gezogen und er sei immer noch der wahre Two-Weight World Champion. Alle Fighter in der Featherweight und in der Lightweight Division ständen in seinem Schatten. Die UFC könne versuchen, ihre Fans zu täuschen, allerdings würden sich die Fans nicht so einfach täuschen lassen.

Über den Interims Lightweight Titelkampf zwischen Khabib Nurmagomedov und Tony Ferguson, der bei UFC 209 stattfinden soll, äußerte sich McGregor auch. Aktuell habe er kein Interesse an einen Kampf gegen den Russen, „Tony Donkey“ Ferguson, Jose Aldo und selbst gegen den Welterweight Champion Tyron Woodley wolle er momentan nicht kämpfen. Das nächste Mal, wenn er einen Kampf bestreitet, wird laut dem Iren in einem Boxring sein und er werde Geschichte schreiben. Manchmal müsse man geduldig im Leben sein und dies sei einer dieser Zeitpunkte.

… Über Nate Diaz und einen Trilogiekampf:

Wo Conor McGregor ist, wird natürlich auch über Nate Diaz geredet. Der UFC Champion beleidigte Diaz mehrmals und meinte, dass er vor Nate den größten Respekt gehabt habe. Seinen älteren Bruder Nick würde er immer noch respektieren. Allerdings habe Nate sich durch seine letzten Aktionen mit Floyd Mayweather lächerlich gemacht. Er sei einfach nur die Marionette des Boxers gewesen. McGregor sprach hierbei auf ein Telefonat zwischen Diaz und Mayweather an, wo beide über ihren gemeinsamen Rivalen sprachen.

Mayweather machte sich unter anderem über die Submission Niederlage von McGregor gegen Diaz lustig und kündigte an, den Job zu beenden. McGregor kritisierte Diaz‘ Reaktion und meinte, dass er Mayweather selber hätte angreifen sollen. Laut ihm hätte Diaz ankündigen sollen, dass er auch Mayweather zur Aufgabe zwingen könnte und auf einmal wären die Scheinwerfer wieder auf Diaz und McGregor gerichtet. An diesem Tag sei Diaz jedoch Mayweather’s „B*tch“ gewesen, weshalb er sich auch nicht mehr für die Diaz Brüder und deren Fans interessiert.

Trotzdem kündigte er an, dass das letzte Wort zwischen ihm und Nate noch nicht gesprochen sei und er sich ihn nochmal vorknöpfen werde. Sie werden zu 100% nochmal gegeneinander antreten und dieses Mal werde er Diaz auch KO schlagen. Aktuell stehe es Unentschieden und er kann sich gut vorstellen, dass er beim dritten Kampf um die Lightweight Championship gehen werde. Wenn das Diaz Camp intelligent sein würde, könnte man ihn aus dem Kampf herausreden, jedoch seien sie es nicht. Diaz könne jetzt schon kaum richtig reden und sei voller Wunden, jedoch werden sie wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit nochmal gegeneinander antreten.

Über Ronda Rouseys Niederlage und die Reaktionen der Medien und Fighter

Neben Conor McGregor gilt Ronda Rousey als größter aktiver Star im MMA Sport. Die ehemalige UFC Women’s Bantamweight Championesse kehrte bekanntlich bei UFC 207: Nunes vs. Rousey nach einem Jahr wieder ins Octagon zurück und forderte Amanda Nunes um den Titel heraus. Rousey verlor den Kampf jedoch sehr deutlich via KO in der ersten Runde. Während der gesamten Fight Week erlaubte es die UFC Ronda, jegliche Medienaktivitäten zu überspringen, um sich auf ihren Fight gegen die Brasilianerin zu konzentrieren. Ein ähnliches Szenario gab es im Vorfeld von UFC 200 mit Conor McGregor, allerdings verlief diese Geschichte ein wenig anders ab.

So weigerte sich McGregor an allen Pressekonferenzen für UFC 200 teilzunehmen, um sich auf sein Rematch gegen Nate Diaz zu konzentrieren. Die UFC erlaubte ihm allerdings nicht, die Medienaktivitäten zu überspringen und drohte ihn von der Card zu streichen. Der Ire änderte seine Meinung jedoch nicht, woraufhin die UFC den Fight zwischen McGregor und Diaz absagte und ihn auf UFC 202 verlegte. McGregor zeigte sich sehr glücklich für Rousey, dass sie ihre Fight Week anders gestalten konnte. Rückblickend betrachtet habe er aus dem Konflikt rund um die Pressekonferenz mit der UFC gelernt und sei sogar zufrieden.

Der UFC 200 PPV habe sehr gute Zahlen eingefahren, ebenso wie UFC 202. Außerdem habe er durch die Kampfabsage mehr Zeit bekommen, sich auf den Diaz-Fight vorzubereiten, es sei also alles sehr gut für ihn verlaufen. Zu den negativen Reaktionen auf Rouseys Niederlagen äußerte er sich ebenfalls. So sagte er, dass er sich gewundert habe, als er die ganzen negativen Nachrichten gelesen hat. Er selbst hätte die Niederlage nicht gefeiert, denn er mag Ronda und unterstützt sie. Die Leute, die ihn anstiften wollten, die Niederlage zu feiern, würden falsch liegen. Er feiere keine Niederlagen von anderen Athleten, da dies eine schwache Aktion sei, die auch nur schwache Personen machen würden.

Auch die Personen, die seine Niederlage gegen Diaz gefeiert haben, hätten nichts davon gehabt. Eine Niederlage zu feiern sei kein Zeichen eines wahren Champions. Jeder arbeite für sich selber. Er arbeite für sich, Rousey arbeite für Rousey und auch alle anderen könnten tun, was sie wollen. Über Rouseys eigene Reaktion nach ihrer Niederlage gegen Holm sagte McGregor, dass jeder Mensch auf eine andere Art und Weise seine Niederlagen verarbeitet. Sie habe das Spotlight vermieden, während er sich seine Niederlage eingestanden habe und ankündigte, dass er das nächste Mal gewinnen wird. Rousey habe jedoch nicht falsch gehandelt, sondern nur auf eine andere Art und Weise.

Quelle: MMAJunkie.com

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