Mark Hunt im Exklusiv-Interview nach der Klage gegen Brock Lesnar/UFC/ZUFFA – „Alltime-Great“ Anderson Silva kritisiert die aktuelle Entwicklung der UFC! – UFC Fight Updates

geschrieben am 26.01.17 von Cruncher

Mark Hunt im Exklusiv-Interview nach der Klage gegen Brock Lesnar/UFC/ZUFFA

Vor gut zwei Wochen berichteten wir an dieser Stelle (KLICK!) darüber, dass das UFC Heavyweight Mark Hunt (12-10-1, 1 NC) seinen UFC 200 Gegner – Brock Lesnar (5-3, 1 NC) -, seinen Arbeitgeber – die Ultimate Fighting Championship – und den Mutterkonzern seines Arbeitgebers – das ZUFFA Unternehmen – verklagt hat. In dieser Klage wirft er allen Beteiligten vor, den fairen Wettkampf vernachlässigt zu haben, um mit der Zugkraft Lesnars so viel Geld wie möglich verdienen zu können.

Im Zuge dessen habe die UFC laut Hunt sogar ihre eigenen Anti-Doping Richtlinien missachtet und Lesnar eine Sonderbehandlung gewährt, durch die dieser die normalerweise vorgeschriebenen vier Monate im Dopingtest-Pool der United States Anti-Doping Agency umgehen konnte. Desweiteren beschuldigt er die Promotion damit, dass sie davon gewusst hätten, dass Lesnar im Vorfeld illegale Substanzen zu sich genommen hat.

Letzte Woche legte der 42-Jährige dann nochmal exklusiv in der MMA Hour von Ariel Helwani nach. Dort sprach er sowohl über seinen anstehenden Kampf bei UFC 209 gegen Alistair Overeem (41-15, 1 NC), als auch über die aktuelle Situation im Rechtsstreit zwischen ihm und der UFC. Hier ist zunächst erstmal das vollständige Interview:

Nun möchten wir die interessantesten Ausschnitte dieses Gespräches noch einmal etwas genauer beleuchten. Unter anderem kritisierte Hunt die UFC dafür, dass man ihm den Fight gegen Overeem fast schon aufgezwungen habe. Der „Super Samoan“ versuchte sich mit diesem Statement selbst ein wenig aus der Schusslinie zu nehmen.

Er wurde nämlich von vielen Fans und Experten als „Heuchler“ bezeichnet, nachdem diese Ansetzung offiziell bestätigt wurde, da er auf der einen Seite aktiv gegen das Thema Doping vorgeht, dann aber auf der anderen Seite einen Kampf gegen einen Fighter mit einer längeren Dopingvorgeschichte akzeptiert. Bekanntlich wurde der ehemalige Schwergewichtsweltmeister auch bereits mehrfach des Dopings überführt, sodass hinter diesem Duell natürlich schon eine gewisse Ironie steckt.

Hunt sagte allerdings, dass ihm die Promotion keine andere Wahl gelassen habe. Er konnte aufgrund seiner vertraglichen Gebundenheit nicht einfach irgendwo anders hingehen, um nach seinen eigenen Vorstellungen kämpfen zu können. Er wollte aber dennoch weiterhin gutes Geld verdienen, um seine Familie ernähren zu können. Daher habe er einen Kompromiss finden müssen. Hier ist die exakte Äußerung:

„So ein bisschen haben sie mir den Fight gegen Alistair Overeem ja schon aufgezwungen. Aber was sollte ich denn sonst auch tun? Ich konnte nicht einfach irgendwo anders hingehen. Das ist nunmal mein derzeitiges Problem. Und wenn ich schon nicht irgendwo anders hingehen kann und trotzdem gutes Geld verdienen möchte, dann muss ich eben einen Kompromiss finden. Ich muss an meine Familie und meine Verpflichtungen denken. Und die UFC kann mich ja auch nicht einfach so ohne Arbeit in der Ecke sitzen lassen.

Letztendlich entscheide ich auch nicht, gegen wen ich antrete. Ich kann lediglich darum bitten, gegen die besten Kämpfer der Welt antreten zu dürfen. Wenn sie daraufhin zu mir kommen und mich fragen, ob ich gegen die und die Person antreten möchte, dann antworte ich in der Regel mit „ja“, weil ich einerseits bei ihnen unter Vertrag stehe und andererseits dazu bereit bin, gegen jeden Kämpfer dieser Welt anzutreten.“

Damit wissen wir nun zumindest, warum er sich auf diesen kontroversen Gegner eingelassen hat bzw. einlassen musste. Der Heavyweight bout zwischen den beiden wird am 04. März 2017 in der T-Mobile Arena in Las Vegas, Nevada über die Bühne gehen und Teil der UFC 209 Pay Per View Main Card sein. Allerdings stand nicht nur sein anstehender Kampf im Octagon zur Debatte. Er wurde natürlich auch von Helwani auf den derzeitigen Stand im Rechtsstreit zwischen ihm und der UFC angesprochen.

Auch hier wollte Hunt seine Kritiker verstummen lassen. So wird dem Neuseeländer nämlich vorgeworfen, dass er sich nicht über das Doping von Lesnar beschweren solle, da er es ja bereits im Vorfeld prognostiziert habe. Hunt antwortete darauf, dass Wissen und vermuten zwei unterschiedliche Dinge seien. Er habe nichts gewusst und lediglich vermutet, und außerdem habe er den Fight mit diesen Anschuldigungen nur noch etwas zusätzlich hypen wollen. Hier ist der genaue Wortlaut:

„Wissen und vermuten sind zwei unterschiedliche Dinge. Ich vermute viele Dinge. Wirklich gewusst habe ich aber von nichts. Ich werde immer sagen, er sieht so aus, als würde er betrügen. So bin ich nunmal. Natürlich bin ich nicht zu ihm nach Hause gefahren und habe ich persönlich getestet. Alle sagen, ich hätte davon gewusst. Ich habe nichts davon gewusst. Zu vermuten, dass jemand Doping betreibt, ist etwas anderes, als es zu wissen. Das ist der Unterschied. Ich wusste es nicht. Ich gehe grundsätzlich erstmal davon aus, dass jeder auf dem gleichen Stand ist, bis er offiziell geschnappt wird. Und man sollte auch nicht vergessen, dass es ein gewisses Level an Trash Talk gibt, welches man üblicherweise vor den Fights betreibt. Das gehört ja auch dazu.“

Abschließend erklärte Hunt dann nochmal für alle, warum er die Klage überhaupt erst eingereicht habe und was er damit eigentlich bezwecken wolle. Seine Ziele seien es, erstens in der Lesnar Geschichte alles richtig zu stellen und zweitens den Sport generell fairer zu machen. Er sagte:

„Mir geht es nun darum, alles richtig zu stellen. Die Leute sagen, mir ginge es nur ums Geld. Man muss diese Aussage jedoch präzisieren, es geht mir um das Geld eines Betrügers. Es geht mir darum, das Betrügen aus dem Sport zu vertreiben und den Sport damit fairer zu machen. Darum, und um nichts anderes, geht es mir am Ende.“

Quellen: MMAFighting.com, YouTube.com

„Alltime-Great“ Anderson Silva kritisiert die aktuelle Entwicklung der UFC!

Auch der vielleicht beste Mixed Martial Artist aller Zeiten Anderson Silva (33-8, 1 NC) ist mit der aktuellen Entwicklung der Ultimate Fighting Championship alles andere als zufrieden. Seiner Meinung nach würde sich die Promotion dank der neuen Besitzer WME-IMG mehr und mehr in Richtung Entertainment entwickeln und immer weiter vom eigentlichen Sport entfernen. So sagte der 41-Jährige in einem Interview bei der brasilianischen TV Show Combate News:

„Ich denke, sie sind ein großes Risiko eingegangen, denn die beiden Gesichter der UFC waren immer Dana (White) und Lorenzo (Fertitta). Ohne Dana und Lorenzo, dem guten Cop und dem bösen Cop, fehlt einfach etwas. Ich bleibe aber trotzdem erstmal positiv.“

Obwohl „The Spider“ positiv bleiben möchte, ist er sich aber dennoch sicher, dass die etwas andere Sichtweise der WME-IMG Offiziellen dafür verantwortlich ist, dass Fighter wie zum Beispiel Ronaldo „Jacare“ Souza noch keinen Titelkampf unter dem UFC Banner erhalten haben. Hier ist sein Statement dazu:

„Die Organisation konzentriert sich auf’s Entertainment. Sie hat ja eigentlich auch keine echte Kampfsport Historie. Das ist einer der Hauptgründe, warum „Jacare“ noch keinen Titelkampf erhalten hat. Für sie ist er einfach nicht profitabel genug. Er bringt ihnen nicht das Entertainment, was sie wollen.“

„Sie arbeiten bereits ihr ganzes Leben im Entertainment Business. Wir müssen das verstehen. Das ist aber nicht leicht, denn wir denken natürlich immer an den Sport, was ja auch richtig ist. Manche Kämpfe funktionieren jedoch aus Entertainment Sicht besser als andere. Dadurch verlieren sie zwar einige Fans, gewinnen aber auch ein paar neue hinzu.“

„Ich habe das Gefühl, sie wollen die UFC mehr und mehr in Richtung Entertainment entwickeln und immer weiter vom eigentlichen Sport entfernen, denn genau dieser Prozess deutet sich gerade an.“

Der ehemalige UFC Middleweight Champion spricht hier also nochmal exakt das an, was bereits von vielen Fans und Experten kritisch angemerkt wurde. Interessanterweise könnte Silva die momentane Entwicklung, auch wenn sie ihm vielleicht nicht gefällt, bald schon zugutekommen, denn ihn verbindet nach wie vor eine kontroverse Auseinandersetzung mit dem amtierenden Titelträger Michael Bisping (30-7), die in einem sehr profitablen Rematch münden könnte.

Den ersten Kampf gewann Bisping bekanntlich in einer diskussionswürdigen Punktrichterentscheidung. Seitdem wird von vielen Seiten ein Rückkampf der beiden gefordert. Zwar hätte Silva diesen Title Shot aus rein sportlicher Sicht nicht verdient, aber das öffentliche Interesse an diesem Fight ist dennoch ziemlich groß, sodass es aus finanzieller Sicht ein sinnvolleres Booking wäre, als beispielsweise Bisping vs. „Jacare“. Diesbezüglich sagte der Brasilianer:

„Ich würde sehr gerne nochmal gegen Michael (Bisping) antreten. Ich denke, ich verdiene einen Rückkampf gegen ihn, egal ob der Titel nun auf dem Spiel steht oder nicht. Es ist aber auch nicht so, dass es das Ende der Welt wäre, wenn ich den Kampf nicht bekommen sollte.“

„Ronaldo hat den Titelkampf absolut verdient. Für die UFC ist es aber nur ein Geschäft und aus geschäftlicher Sicht wäre ein Rematch zwischen Bisping und mir um den Titel sicherlich profitabler. Aus sportlicher Sicht sollte „Jacare“ aber auf jeden Fall um den Titel kämpfen dürfen.“

Zum Schluss sagte Silva noch, dass der Titel für ihn keinerlei Priorität hätte. Selbst wenn er Bisping in einem Rematch besiegen und somit den Titel gewinnen sollte, würde er den Titel umgehend vakantieren und die Gewichtsklasse verlassen. Hier ist seine Äußerung:

„Falls ich nochmal um den Titel kämpfen und ihn tatsächlich auch gewinnen sollte, würde ich anschließend die Gewichtsklasse verlassen. Dann würde ich entweder ins Light Heavyweight oder ins Welterweight wechseln. Ich habe mit meinem Team bereits einen Test gemacht und ich habe tatsächlich die 170 Pfund geschafft.“

Quellen: MMAFighting.com, Combate News

UFC Fight Updates

In den vergangenen Tagen hat sich mal wieder einiges getan, was die kommenden Events der Ultimate Fighting Championship anbelangt. So gibt es mehrere Neu-Ansetzungen und Änderungen zu verkünden. Wir haben hier nochmal alles kompakt für euch zusammengetragen. Gleich mal vorweg, den vollständigen Kalender für die kommenden UFC Events findet ihr HIER.

UFC on FOX 23 Fightcard mit zwölf Ansetzungen vervollständigt

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die UFC das UFC on FOX 23: Shevchenko vs. Peña Event im Pepsi Center in Denver, Colorado veranstalten. Dort fand im November 1993 bekanntlich auch das allererste UFC Event der Geschichte statt. Vor einigen Tagen hat die Promotion dann endlich die finale Fightcard veröffentlicht.

Im Main Event des Abends wird die #1 der offiziellen UFC Women’s Bantamweight Fighter Rankings Valentina Shevchenko (13-2) auf die #2 dieser Rangliste Julianna Peña (9-2) treffen. Inoffiziell gilt dieser Fight als ein UFC Women’s Bantamweight Championship Title Eliminator. Der Gewinnerin dürfte ein Titelkampf gegen die amtierende Championesse Amanda Nunes (14-4) winken. Zudem stehen noch drei weitere Ansetzungen auf der großen FOX Main Card: Donald Cerrone (32-7, 1 NC) vs. Jorge Masvidal (31-11) in einem Welterweight bout, Andrei Arlovski (25-13, 1 NC) vs. Francis Ngannou (9-1) in einem Heavyweight bout und Alex Caceres (12-9, 1 NC) vs. Jason Knight (18-2) in einem Featherweight bout.

Zuvor gibt es noch acht zusätzliche Ansetzungen auf der Preliminary Card – sechs FOX Sports 1 Prelims und zwei UFC Fight Pass Prelims. Auf der FOX Sports 1 Preliminary Card lauten die Kämpfe wiefolgt: Nate Marquardt (38-16-2) vs. Sam Alvey (29-8, 1 NC) in einem Middleweight bout, Raphael Assunção (23-5) vs. Aljamain Sterling (12-1) in einem Bantamweight bout, Bobby Nash (8-1) vs. Li Jingliang (11-4) in einem Welterweight bout, Luis Henrique da Silva (12-1) vs. Jordan Johnson (6-0) in einem Light Heavyweight bout, Eric Spicely (9-2) vs. Alessio Di Chirico (10-1) in einem Middleweight bout und Marcos Rogério de Lima (14-5-1) vs. Jeremy Kimball (14-5) in einem Light Heavyweight bout.

Die UFC Fight Pass Preliminary Card beinhaltet dann noch die folgenden Fights: Alexandre Pantoja (16-2) vs. Eric Shelton (10-2) in einem Flyweight bout und Jason Gonzalez (10-3) vs. J.C. Cottrell (17-3) in einem Lightweight bout. Somit stehen insgesamt zwölf Kämpfe auf der Fightcard. Im Vergleich zu unserem letzten Update hat sich lediglich ein Duell verändert. John Phillips (21-6, 1 NC) sollte ursprünglich gegen de Lima antreten, allerdings fiel er verletzungsbedingt aus, sodass Kimball für ihn einspringen muss. Alles weitere zu diesem Event findet ihr hier: UFC on FOX 23: Shevchenko vs. Peña Fightcard aus Denver, Colorado, USA (28.01.2017)

UFC Fight Night 104 Fightcard enthält nun zwölf Ansetzungen; UFC gewährt Angela Hill USADA-Sonderbehandlung

Die Fightcard der UFC Fight Night 104: Bermudez vs. Korean Zombie, welche am Samstag, den 04. Februar 2017, im Toyota Center in Houston, Texas stattfinden wird, scheint ebenfalls vollständig zu sein. Mittlerweile sind dafür nämlich zwölf Ansetzungen offiziell bestätigt worden. In unserem letzten Update sprachen wir noch von zehn offiziell bestätigten Ansetzungen. In der Zwischenzeit wurden aber noch ein Heavyweight bout zwischen Anthony Hamilton (15-6) und Marcel Fortuna (8-1), sowie ein Women’s Strawweight bout zwischen Jéssica Andrade (15-5) und Angela Hill (6-2) angekündigt.

Interessanterweise gewährte man Hill eine Sonderbehandlung, was die Richtlinien der United States Anti-Doping Agency anbelangt. Genau wie Brock Lesnar im Sommer letzten Jahres muss auch die immer noch amtierende Invicta FC Strawweight Championesse nicht die vorgeschriebenen vier Monate im USADA-Dopingtest-Pool hinter sich bringen. Sie darf ebenfalls vorzeitig für die Promotion ins Octagon steigen. Die UFC begründete diese Entscheidung damit, dass Hill bereits während ihres ersten Runs unter dem UFC Banner im USADA-Dopingtest-Pool war und sich in dem Zeitraum nichts zu Schulden kommen lassen hat.

Neben diesen beiden Neu-Ansetzungen gab es aber auch noch die ein oder andere Änderung an der Fightcard. Ovince St. Preux (19-8) sollte eigentlich in einem Light Heavyweight bout auf Jan Błachowicz (19-6) treffen. Błachowicz fällt jedoch mit einer Verletzung aus, sodass nun Volkan Oezdemir (12-1) gegen OSP antreten wird. Die beiden Lightweights Evan Dunham (17-6) und Johnny Case (22-5) mussten ebenfalls mit Verletzungen passen. Deswegen bookte man einfach ihre geplanten Gegner James Vick (9-1) und Abel Trujillo (15-6, 1 NC) gegeneinander, um zwei Fliegen mit einer Klappen zu schlagen. Und auch Sheldon Westcott (10-3-1) sagte seinen Welterweight bout gegen Alex Morono (13-3) ab. Ihn wird Niko Price (9-0) ersetzen.

UPDATE: Es könnte tatsächlich noch ein 13. Fight auf die Card kommen. Momentan munkelt man, dass Tecia Torres (7-1) Bec Rawlings (7-5) in einem zusätzlichen Women’s Strawweight bout herausfordern wird.

Im Main Event des Abends bekommt es übrigens die #8 der offiziellen UFC Featherweight Fighter Rankings Dennis Bermudez (17-5) mit dem UFC Rückkehrer Chan Sung Jung (13-4) zu tun. Alles weitere zu diesem Event findet ihr hier: UFC Fight Night 104: Bermudez vs. Korean Zombie Fightcard aus Houston, Texas, USA (04.02.2017)

Quellen: MMAJunkie.com, MMAFighting.com

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