Pläne für Conor McGregor vs. Floyd Mayweather werden konkreter! – UFC Fight Pass Chef Eric Winter hört auf! – Jocelyn Jones-Lybarger verkündet Karriereende! – Update zum Rücktritt von Tim Kennedy

geschrieben am 25.01.17 von Cruncher

Pläne für Conor McGregor vs. Floyd Mayweather werden konkreter!

Zunächst wirkte es nur wie ein großer PR-Gag, nun nimmt das potenzielle Aufeinandertreffen zwischen dem UFC Mega-Star und amtierenden UFC Lightweight Champion Conor McGregor (MMA Record: 21-3) und dem größten Pay Per View Draw der Kampfsport Geschichte und 17-fachen Boxweltmeister Floyd Mayweather Jr. (Boxing Record: 49-0) aber doch nach und nach Formen an.

Bereits seit einigen Monaten forderten sich McGregor und Mayweather immer wieder in den sozialen Medien heraus. Der UFC 205: Alvarez vs. McGregor PPV im November letzten Jahres hat die Fehde dann aber nochmal deutlich brisanter gemacht. Bekanntlich sicherte sich der 28-Jährige Ire bei diesem Event das Gold im Leichtgewicht von Eddie Alvarez (28-5) und krönte sich somit zum allerersten „Two-Weight World Champion“ in der Geschichte der Ultimate Fighting Championship. Erwartungsgemäß wurden in der Öffentlichkeit direkt Vergleiche mit Mayweather angestellt. Immerhin hielt dieser bereits Titel in fünf verschiedenen Gewichtsklassen.

Mayweather spielte die Leistung von McGregor im Anschluss herunter und forderte die Medien zudem dazu auf, ihn doch bitte nicht weiter mit McGregor zu vergleichen, da man „Elefanten nicht mit Ameisen“ vergleichen sollte. McGregor sei nicht der Floyd Mayweather des Mixed Martial Arts Sports, da er weder ungeschlagen sei, noch Titel in fünf verschiedenen Gewichtsklassen gewonnen und über 20 Jahre verteidigt habe.

Dieses Statement heizte die Gerüchte rund um diesen Kampf natürlich nur noch weiter an. Der UFC Präsident Dana White schob dem Thema allerdings vorerst einen Riegel vor, indem er betonte, dass McGregor ausschließlich bei ihm unter Vertrag stünde, und er sich außerdem fragte, welche Athletic Commission auf der Welt diesen Kampf zulassen würde, da McGregor noch keinen einzigen professionellen Boxkampf bestritten habe und Mayweather derweil einer der besten Boxer aller Zeiten sei.

Vor rund anderthalb Monaten berichteten wir dann HIER, dass McGregor eine Boxlizenz im US-Bundesstaat Kalifornien beantragt und auch erhalten hat. Trotz dieser News galt es aber dennoch weiterhin als extrem unwahrscheinlich, dass es jemals zu einem Duell der beiden Superstars kommen könnte. Mittlerweile hat sich die Situation allerdings etwas verändert. In der vergangenen Woche hat White nämlich höchstpersönlich ein Angebot für Mayweather in den Raum gestellt. Er sagte in einem Interview bei „The Herd“:

„Hey Floyd, hier ist ein Angebot für dich. Ich bin nämlich derjenige, der hier die richtigen Angebote macht, und hier ist ein richtiges Angebot. Wir zahlen dir 25 Millionen Dollar, wir zahlen Conor 25 Millionen Dollar und dann gucken wir noch, was in Sachen Pay Per View Zusatzzahlungen möglich ist. Das ist mal ein richtiges Angebot.“

Damit antwortete der UFC Präsident auf ein Interview von Mayweather, welches dieser ein paar Tage zuvor im Rahmen von „ESPN SportsCenter“ gegeben hatte. Darin sprach der Boxer ebenfalls über einen Deal für diese Ansetzung:

„Wir haben mehrfach versucht, den Conor McGregor Fight anzusetzen. Sie [McGregor & White] kennen mein Angebot. Ich will 100 Millionen Dollar. Das ist mein Angebot. Ich weiß nicht, wie viel Conor bisher in seiner Karriere verdient hat. Ich bin mir aber relativ sicher, dass er in seinen MMA Fights nicht mehr als 10 Millionen Dollar verdient hat. Wir sind dazu bereit, ihm 15 Millionen Dollar zu zahlen, und dann können wir natürlich auch noch über die Pay Per View Zusatzzahlungen sprechen. Conor erzählt jedem, dass er den Fight haben möchte. Dann lasst ihn doch stattfinden.“

Um es also nochmal kurz auf den Punkt zu bringen, Mayweather hat McGregor 15 Millionen Dollar für den Kampf geboten, White hat Mayweather daraufhin im Namen von McGregor 25 Millionen Dollar für den Kampf geboten. Mayweather’s Reaktion auf das Angebot von White ließ allerdings nicht lange auf sich warten. TMZSports sprach ihn kurz nach White’s Auftritt bei „The Herd“ auf das Angebot an. „Money“ äußerte sich wiefolgt:

„25 Millionen Dollar? Dana White ist ein verdammter Witzbold. Guckt euch allein die Uhr an, die ich gerade trage.“

Nach diesen Worten machte er sich in seinem Hummer SUV aus dem Staub. Natürlich wollte er hiermit nochmal verdeutlichen, dass ihm die 25 Millionen Dollar für diesen Kampf viel zu wenig sind. Bei seinem letzten Fight gegen Andre Berto (31-4) sackte der 39-Jährige rund 32 Millionen Dollar ein. Der PPV verkaufte sich jedoch nur 550.000-mal. Beim Jahrhundertkampf gegen Manny Pacquiao (59-6-2), welcher ca. 4,6 Millionen PPV-Käufe zog, verdiente Mayweather dagegen sage und schreibe 100 Millionen Dollar.

Zum Vergleich: McGregor’s Rekord Gehalt liegt lediglich bei drei Millionen Dollar für seinen zweiten Fight gegen Nate Diaz (19-11), allerdings sind in diesem Fall die PPV-Zusatzzahlungen noch außen vor. Die 100 Millionen Dollar dürften wohl dennoch nötig sein, um Mayweather zu einem Comeback zu bewegen. White wollte die klare Abfuhr des Box-Superstars aber nicht einfach so auf sich sitzen lassen. Und so veröffentlichte TMZSports ein Video Statement von ihm, worin er sagte:

„Wenn Floyd glaubt, er sei ein viel größerer Star, als Conor, dann liegt er einfach falsch. Und deswegen werde ich ihm auch nicht viel mehr Geld bezahlen, als ich meinem eigenen Schützling zahlen werde. Wir wissen alle, dass 25 Millionen Dollar keine Peanuts sind, und das weiß Floyd auch.“

Und auch darauf folgte wiederum ein Konter seitens Mayweather, als er mit FightHype.com sprach:

„Das letzte Mal, als ich „nur“ 25 Millionen Dollar verdient habe, war vor zehn Jahren. Damit möchte ich jetzt aber auch gar nicht angeben. Es ist einfach nur die Wahrheit. Ich bin für dieses Angebot sehr dankbar, denn 25 Millionen Dollar sind viel Geld, aber in den letzten Jahren betrug mein Minimal-Gehalt 32 Millionen Dollar. […] Die Leute können sagen, Floyd sei ein Lügner, so oft sie wollen. Wenn ich das Geld wirklich bräuchte, würde ich einfach zurückkommen.

Ich möchte ehrlich gesagt auch gar nicht mit Dana White reden. Erinnert euch, Dana war ein Boss, aber er war ein kleiner Boss. Die Fertittas waren die großen Bosse. Sie haben die UFC allerdings verkauft und damit ist Dana auch nur noch ein Angestellter. Ich habe wirklich nichts gegen Dana, aber ich erinnere mich noch an die Zeit, als er zusammen mit Jeff Mayweather und mir unterwegs war. Da hat er immer meine Koffer getragen. […] Und nun hat er sich plötzlich die Haare abgeschnitten, damit er ein harter Typ sein kann. Er ist ja so ein harter Typ…

Abschließend möchte ich noch eine Sache ansprechen. Warum verdient Dana White, der lediglich ein Angestellter ist, eigentlich jedes Mal, wenn Conor McGregor ins Octagon steigt, mehr Geld, als McGregor selbst?“

So, damit wären wir erstmal auf dem neuesten Stand. Wir halten also fest, beide Athleten wollen den Fight, Dana White will den Fight und die gesamte Kampfsport-Welt will den Fight auch. Es scheitert momentan einfach noch am Geld. Wir dürften zwar auch noch ein gutes Stück von den finalen Fighter Gehältern entfernt sein, aber zumindest können wir resümieren, dass wir der Verwirklichung dieses Dream-Fights in den letzten Tagen einen kleinen Schritt näher gekommen sind. Wir bleiben für euch dran.

Quellen: The Herd, ESPN SportsCenter, TMZSports, FightHype.com, YouTube.com, MMAJunkie.com, MMAFighting.com

UFC Fight Pass Chef Eric Winter hört auf!

Am vergangenen Wochenende verkündete Eric Winter, der langjährige Senior Vice President and General Manager of UFC Fight Pass, seinen Rücktritt von seinem derzeitigen Posten. Als Hauptgrund nannte er das Verlangen nach mehr Zeit mit seiner Familie, welchem er laut eigener Aussage bei einer Weiterbeschäftigung nicht gerecht werden könnte.

Winter wurde im Juli 2015 Teil der UFC, nachdem er zuvor viele Jahre für Yahoo und DirecTV tätig war, und war von diesem Zeitpunkt an einer der Hauptverantwortlichen für den UFC Fight Pass, dem hauseigenen Video-On-Demand-Service der Ultimate Fighting Championship. In dieser Position konnte er sich aufgrund seines offenen und respektvollen Umgangs mit Fans und Verantwortlichen schnell eine gute Reputation erarbeiten.

Nun verlässt er die UFC jedoch und ist damit einer von zuletzt zahlreichen Personalwechseln beim Marktführer der Mixed Martial Arts. Die Personalwechsel lassen sich nicht zuletzt auf die neuen Eigentümer WME-IMG zurückführen, auch wenn Winters Abschiedspost via Facebook eher auf private Gründe schließen lässt. Wer ihn in der Position des UFC Fight Pass Chefs ersetzen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Im Folgenden findet ihr das komplette Facebook-Statement von Eric Winter:

„Today is an extremely sad (business) day for me as it is my last day working for the UFC. It is a tough decision to leave a company, but the personal sacrifices I was making commuting away from my family to Las Vegas on a weekly basis proved too challenging for me to overcome.

I cannot thank the executives at UFC enough for working with me on my transition and affording me the opportunity to leave on my own terms. And the WME-IMG leaders couldn’t have been more professional and understanding.“

Quelle: MMAFighting.com

Jocelyn Jones-Lybarger verkündet Karriereende!

Jocelyn Jones-Lybarger (6-4) beendet ihre aktive Karriere als Mixed Martial Artistin. Dies gab die 31-Jährige Amerikanerin, die vor nicht einmal zwei Wochen bei der UFC Fight Night 103: Rodríguez vs. Penn zum letzten Mal in das Octagon der Ultimate Fighting Championship stieg und dort gegen Nina Ansaroff (7-5) via Submission in der dritten Runde verlor, auf ihrem offiziellen Instagram Account bekannt. Dabei bedankte sie sich bei ihren Fans, bei ihrem Coaching Staff und nicht zuletzt bei ihrer Familie, wie ihr dem folgenden Originalpost entnehmen könnt:

„Family, friends and fans, first of all I want to say thank you so much for all the love and support. It’s something I can see and have felt throughout out my career and I’m very thankful for it all. I have been doing what I love for almost 9 years now and I can promise you I gave it everything I had. Tonight I’m so excited to announce my retirement from fighting. I’m ready for what’s next. I’m ready to be with my wife and kids, to be the best wife and most of all to be the best step mom to our girls. Kennedy and Ellie I love you both so much. I want to thank my coach John Crouch for always supporting me in and out of the cage. Thank you coach Eddie, Wil and Jarret! Thank you Mike Dolce for always being on my team. I owe everything to my brothers and sisters at the MMA LAB thank you. #mmalabelite #dolcediet #onepercentbetter #teamJJL“

Jones-Lybarger startete ihre professionelle MMA-Karriere bei Invicta FC 2 und kämpfte sich anschließend mit starken Auftritten bei der Resurrection Fighting Alliance (RFA) bis in die UFC vor. Unter anderem konnte sie bei RFA im Oktober 2015 die RFA Women’s Strawweight Championship mit einem Sieg über Zoila Frausto (13-5) gewinnen. In der UFC konnte sie dagegen nie so recht Fuß fassen. Ihr Debüt bestritt sie bei UFC 194, wo sie Tecia Torres (7-1) via Unanimous Decision unterlag. Ebenfalls nach drei Runden und einstimmig verlor sie bei der UFC Fight Night 89 gegen die Kanadierin Randa Markos (6-4) und zuletzt folgte dann die eingangs erwähnte Niederlage gegen Ansaroff. Damit beendet Jones-Lybarger ihre Karriere mit einem MMA-Record von 6-4 und einem UFC-Record von 0-3.

Wir von Wrestling-Infos.de wünschen Jocelyn Jones-Lybarger natürlich alles erdenklich Gute für ihre Zukunft außerhalb des Octagons.

Quelle: MMAFighting.com

Update zum Rücktritt von Tim Kennedy

Wie wir an dieser Stelle (KLICK!) berichteten, beendete Tim Kennedy (18-6) in Folge seiner TKO Niederlage in der dritten Runde gegen Kelvin Gastelum (13-2) bei UFC 206: Holloway vs. Pettis seine Mixed Martial Arts Karriere. Nun äußerte sich der 37-Jährige in einem Interview mit MMAFighting.com zu den Beweggründen bezüglich seines Rücktritts und nicht zuletzt auch zu seiner persönlichen Zukunft, die sich trotz des Rückzuges aus dem aktiven Geschehen weiterhin in diesem Business bewegen soll.

So gab Kennedy zunächst an, dass sein Karriereende keineswegs so verlief, wie er es sich erhofft hatte. Seine ursprünglichen Pläne sahen seinen letzten Kampf im New Yorker Madison Square Garden bei UFC 205 vor, wo er, egal ob mit einem Sieg oder einer Niederlage im Duell mit Rashad Evans (19-5-1), abtreten wollte. Evans erhielt allerdings von den Ärzten der Ultimate Fighting Championship keine Ringfreigabe für diesen Fight, sodass der Kampf kurzfristig abgesagt werden musste und Kennedys Karriere erst drei Wochen später bei UFC 206 in Toronto, Ontario enden konnte. Trotz der Beendigung seiner aktiven Laufbahn denkt der ehemalige Soldat aber bei weitem nicht daran, den gemischten Kampfkünsten den Rücken zuzukehren.

Im November letzten Jahres gründete er gemeinsam mit einigen anderen Athleten die Mixed Martial Arts Athletes Association (MMAAA), eine Organisation, die Fightern auf ihrem Lebensweg abseits des Octagons weiterhelfen soll, insbesondere dann, wenn die aktive Laufbahn ihr Ende findet. Laut Kennedy stünden etliche Fighter nach dem Ende ihrer sportlichen Karriere vor dem Nichts, da sie bis zu diesem Tag nur für den Kampfsport gelebt und die Welt abseits davon gänzlich vergessen hätten. Diesen Männern und Frauen möchte er gemeinsam mit der MMAAA weiterhelfen und daher möchte er sich diesem Projekt in Zukunft auch voll und ganz verschreiben.

Quelle: MMAFighting.com

Diskutiert HIER mit vielen anderen UFC Fans über McGregor vs. Mayweather! KLICK!!!

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