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UFC 205: Alvarez vs. McGregor Fallout #2: Die Jagd nach Conor McGregor! Wer darf als nächstes ran? Khabib oder Edgar? – Warum ist die MMA Ikone Miesha Tate zurückgetreten? – Was passiert mit den restlichen Gewinnern?

25.11.16, von Benjamin "Cruncher" Jung

23 Jahre lang mussten die Fans der Ultimate Fighting Championship auf diesen Moment warten. Am 12. November 2016 hatte das Warten dann endlich ein Ende. So veranstaltete die UFC nämlich mit UFC 205: Alvarez vs. McGregor zum allerersten Mal ein Event im legendären Madison Square Garden in New York City, dem absoluten „Mecca“ des Kampfsports. Bereits im Vorfeld wurde diese Veranstaltung von vielen Fans und Experten als die größte der Mixed Martial Arts Geschichte bezeichnet, jedoch konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau sagen, ob die Kämpfe dem riesigen Hype letztendlich auch gerecht werden könnten. Zwar hatte die Promotion für diesen Event die bestmögliche Fightcard zusammengestellt, allerdings war es in der Vergangenheit häufiger so, dass derartige „Supercards“ nicht das halten konnten, was sie versprachen. Dies war hier aber nicht der Fall, denn die Qualität der Fights befand sich über den gesamten Abend hinweg auf einem sehr hohen Level, welches die großen Erwartungen teilweise sogar noch übertreffen konnte. Alles in allem kann man also festhalten, dass die UFC hiermit einen weiteren Meilenstein gesetzt hat.

Im ersten Teil unseres Fallouts (KLICK!) befassten wir uns mit den drei Main Events, in denen Eddie Alvarez (28-5) und Conor McGregor (21-3), Tyron Woodley (16-3-1) und Stephen „Wonderboy“ Thompson (13-1-1), sowie Joanna Jędrzejczyk (13-0) und Karolina Kowalkiewicz (10-1) aufeinandertrafen. Nun möchten wir die restliche Fightcard beleuchten. Immerhin gab es neben den drei Hauptkämpfen noch acht weitere Ansetzungen, die ebenfalls extrem viel Diskussionsstoff geboten haben. Dabei werden wir jedoch den Middleweight Fight zwischen Chris Weidman (13-2) und Yoel Romero (13-1) außen vor lassen, da wir über diesen, sowie die aktuelle Konstellation in der UFC Middleweight Division nochmal exklusiv berichten werden. Deswegen arbeiten wir nun folgende Themen für euch auf:

– Warum ist die weibliche MMA Ikone Miesha Tate zurückgetreten?
– Wo stehen die Top Contender Frankie Edgar und Khabib Nurmagomedov derzeit in ihrer jeweiligen Gewichtsklasse?
– Was passiert als nächstes mit den restlichen UFC 205 Siegern?

Warum ist die weibliche MMA Ikone Miesha Tate zurückgetreten?

Nachdem die ehemalige UFC Women’s Bantamweight Championesse Miesha Tate (18-7) im Opener der Main Card überraschend via Unanimous Decision gegen ihre ehemalige Schülerin Raquel Pennington (9-5) verlor, schockte sie alle Fans und Experten, indem sie ihren sofortigen Rücktritt vom MMA Sport verkündete. In ihrem Post-Fight Interview mit Joe Rogan sagte sie, dass dies eine spontane Entscheidung gewesen sei, die sie direkt nach ihrer Niederlage getroffen habe. Tate war der Meinung, dass sie es einfach nicht mehr mit der Elite aufnehmen könne und sie während ihrer Karriere schon zu viel Schaden eingesteckt habe.

Anschließend wurde es rund um die 30-Jährige etwas ruhiger. Sie selbst gab keine zusätzlichen Interviews und auch ihr Camp hielt sich zu diesem Thema sehr bedeckt. Somit konnte nur spekuliert werden, warum sie diese Entscheidung getroffen hat. Der UFC Präsident Dana White sagte auf der Post-Fight Pressekonferenz, dass er zwar nicht damit gerechnet habe, aber dennoch könne er diesen Schritt definitiv nachvollziehen. Backstage soll es wohl noch ein kleines Tête-à-Tête zwischen Tate und White gegeben haben. White wollte laut eigenen Angaben, dass sich Tate aufgrund ihrer Verletzungen in ein Krankenhaus begibt, aber Tate antwortete mit einem „Fuck You! I don’t work for you anymore!“. Mittlerweile scheint dieser Vorfall aber geklärt zu sein, denn der UFC Präsident äußerte vor einigen Tagen sogar die Idee, Tate innerhalb der Promotion anzustellen.

Derzeit befindet sich „Cupcake“ in Australien, um die UFC dort auf ihrer Media Tour im Rahmen der UFC Fight Night 101, welche an diesem Wochenende über die Bühne gehen wird, zu unterstützen. Die Kollegen von MMAJunkie.com schafften es tatsächlich, Tate vor ihr Mikrofon zu locken. Sie sprach in diesem Interview über die Hintergründe ihres Rücktritts und ihre Pläne für die Zukunft. Hier ist das vollständige Interview:

Um das Ganze nochmal kurz zusammenzufassen: Sie möchte dem MMA Sport auf jeden Fall erhalten bleiben, nur nicht mehr aktiv im Octagon, sondern eher als Promoterin und Expertin. Nebenbei werde sie weiterhin Jiu-Jitsu ausüben, weil sie diese Kampfkunst auf alle Zeit lieben würde, allerdings möchte sie einfach nicht mehr der Brutalität des MMA Sports ausgesetzt sein.

Tate hat in ihrer 9-Jährigen Profilaufbahn insgesamt 25 Fights bestritten, wovon sie 18 gewinnen konnte. Sie hat sowohl den Gewinn der Strikeforce Women’s Bantamweight Championship, als auch den Gewinn der UFC Women’s Bantamweight Championship vorzuweisen. Generell gilt sie als eine absolute Pionierin des Sports, da sie die Frauen Division mit ihrer Fehde gegen Ronda Rousey erst so wirklich in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt hat. Abschließend können wir nur noch eins sagen: Danke Miesha!

Wo stehen die Top Contender Frankie Edgar und Khabib Nurmagomedov derzeit in ihrer jeweiligen Gewichtsklasse?

In den beiden wichtigsten Fights der Preliminary Card standen die Top Contender Khabib Nurmagomedov (24-0) und Frankie Edgar (21-5-1). Nurmagomedov gewann seinen Lightweight bout gegen Michael Johnson (17-11) via Submission in der dritten Runde. Edgar setzte sich derweil in seinem Featherweight bout via Unanimous Decision gegen Jeremy Stephens (25-13) durch. Wir berichteten ja bereits im ersten Teil unseres Fallouts über die Titelambitionen der beiden.

Nurmagomedov hat als #1 der offiziellen UFC Lightweight Fighter Rankings mehr als nur gute Chancen auf einen Titelkampf um die UFC Lightweight Championship von Conor McGregor (21-3). McGregor ist aber ebenfalls das Ziel von Edgar, da dieser bekanntlich auch die UFC Featherweight Championship hält. Der 35-Jährige wartet schon seit längerer Zeit auf seinen Title Shot. Er steht in den offiziellen UFC Featherweight Fighter Rankings aktuell auf Rang #2 hinter dem amtierenden Interims-Champion José Aldo (26-2), der jedoch über einen Rücktritt nachdenkt. Somit würde Edgar automatisch den Spot als Herausforderer #1 einnehmen.

Wenn man sich also die Frage stellt: Wo stehen Edgar und Nurmagomedov derzeit in ihrer jeweiligen Gewichtsklasse? Dann kann man definitiv antworten: An der Spitze des Contender Rankings! Nur weiß halt keiner so recht, was McGregor für die Zukunft plant. Gerüchte besagen, dass er aufgrund seiner Vaterschaft eine längere Auszeit nehmen werde, was wiederum bedeuten würde, dass weder Edgar, noch Nurmagomedov in der nächsten Zeit einen Titelkampf bekämen.

Deswegen müssen sich wohl beide Gewichtsklassen vorerst mit einem Interims-Titel zufrieden geben. Im Featherweight gibt es diesen bereits, wobei man abwarten muss, wie es mit dem amtierenden Interims-Champion weitergeht. Sollte Aldo wirklich nicht mehr wiederkommen, dann würde es wohl ein Duell zwischen Edgar und dem Gewinner des UFC 206 Co-Main Events zwischen Max Holloway (16-3) und Anthony Pettis (19-5) um die Interims-Krone geben. Fakt ist, die Situation im Featherweight ist wirklich chaotisch!

Im Lightweight sieht es dagegen etwas eindeutiger aus. Nurmagomedov und Tony Ferguson (22-3) sind mit großem Abstand die beiden Top Contender der Division. Wenn es dort also einen Interims-Titel geben sollte, dann würden die beiden diesen mit Sicherheit unter sich ausmachen. Der 28-Jährige Russe ist aber wesentlich schärfer auf einen direkten Titelkampf gegen McGregor. Das verdeutlichte er auch nochmal in seinem Post-Fight Interview:

Auch Edgar sprach über seine Ansprüche auf einen Titelkampf, brachte allerdings auch die Idee eines Wechsels in die Bantamweight Division ins Gespräch. Dies wäre natürlich nochmal eine sehr interessante Wendung der Ereignisse. Hier ist sein Post-Fight Interview:

Was passiert als nächstes mit den restlichen UFC 205 Siegern?

Die restlichen vier UFC 205 Sieger hießen Tim Boetsch (20-10), Vicente Luque (11-5-1), Jim Miller (28-8, 1 NC) und Liz Carmouche (11-5). Boetsch besiegte Rafael Natal (21-8-1) in einem Middleweight bout via TKO in der ersten Runde, Luque besiegte Belal Muhammad (10-2) in einem Welterweight bout via KO in der ersten Runde, Miller besiegte Thiago Alves (21-11) in einem Catchweight bout via Unanimous Decision und Carmouche besiegte Katlyn Chookagian (8-1) in einem Women’s Bantamweight bout via Split Decision. Was passiert nun als nächstes mit den Gewinnern?

Boetsch konnte sich mit seinem Sieg in die offiziellen UFC Middleweight Fighter Rankings zurückarbeiten. Er ist nun die #14 seiner Gewichtsklasse. Nachdem es bei ihm zwischenzeitlich mal etwas kriselte und er drei Fights hintereinander verlor, konnte er sich zuletzt wieder in zwei Kämpfen vorzeitig durchsetzen. Diesen Trend möchte „The Barbarian“ in Zukunft natürlich fortsetzen. Der 35-Jährige bestätigte dies in seinem Post-Fight Interview:

Für Luque reichte es zwar noch nicht ganz für die Top 15, allerdings sind diese nicht mehr allzu weit entfernt, besonders wenn der 24-Jährige weiterhin derartige Leistungen abrufen sollte, wie er es hier tat. Seine aktuelle Siegesserie steht nun bei vier vorzeitigen Finishes in Folge. In seinem Post-Fight Interview forderte der „Silent Assassin“ als nächstes einen Gegner aus den offiziellen UFC Welterweight Fighter Rankings, zum Beispiel Donald Cerrone. Hier ist sein vollständiges Interview:

Miller konnte seine letzten drei Fights allesamt für sich entscheiden. Dennoch reicht dies in der starken UFC Lightweight Division nicht für die Top 15. Sollte 33-Jährige aber seine Form halten können, könnte er durchaus wieder ein Thema für die offiziellen Fighter Rankings werden. Leider musste der Mann aus New Jersey direkt nach seinem Fight ins Krankenhaus, sodass mit ihm kein Post-Fight Interview geführt werden konnte.

Carmouche konnte sich auf Platz #8 der offiziellen UFC Women’s Bantamweight Fighter Rankings verbessern. Sie hat nun zwei Siege in Folge vorzuweisen. In ihrem Post-Fight Interview sagte die 32-Jährige, dass sie gerne als nächstes beim UFC 209 PPV in Brooklyn, New York auftreten würde. Sollte sie dort ebenfalls erfolgreich sein, könnte die ehemalige Herausforderin von Ex-Championesse Ronda Rousey bald schon wieder ins Titelrennen einsteigen. Das komplette Interview mit dem „Girl-Rilla“ findet ihr hier:

Quellen: MMAJunkie.com, MMAFighting.com, YouTube.com/MMAJunkie, YouTube.com/MMAFightingonSBN

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