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UFC 205: Alvarez vs. McGregor Fallout Teil 1 – Wie geht es mit Conor McGregor weiter? Gibt es ein direktes Tyron Woodley vs. Stephen Thompson Rematch? Wer könnte als nächstes auf Joanna Jędrzejczyk treffen?

17.11.16, von Benjamin "Cruncher" Jung

23 Jahre lang mussten die Fans der Ultimate Fighting Championship auf diesen Moment warten. Am vergangenen Samstag hatte das Warten dann endlich ein Ende. So veranstaltete die UFC nämlich mit UFC 205: Alvarez vs. McGregor zum allerersten Mal ein Event im legendären Madison Square Garden in New York City, dem absoluten „Mecca“ des Kampfsports. Bereits im Vorfeld wurde diese Veranstaltung von vielen Fans und Experten als die größte der Mixed Martial Arts Geschichte bezeichnet, jedoch konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau sagen, ob die Kämpfe dem riesigen Hype letztendlich auch gerecht werden könnten. Zwar hatte die Promotion für diesen Event die bestmögliche Fightcard zusammengestellt, allerdings war es in der Vergangenheit häufiger so, dass derartige „Supercards“ nicht das halten konnten, was sie versprachen. Dies war hier aber nicht der Fall, denn die Qualität der Fights befand sich über den gesamten Abend hinweg auf einem sehr hohen Level, welches die großen Erwartungen teilweise sogar noch übertreffen konnte. Alles in allem kann man also festhalten, dass die UFC hiermit einen weiteren Meilenstein gesetzt hat.

Im Main Event des Abends setzte Eddie Alvarez (28-5) seine UFC Lightweight Championship gegen den amtierenden UFC Featherweight Champion Conor McGregor (21-3) auf’s Spiel. McGregor hatte hier die große Chance, der erste Kämpfer der Geschichte zu werden, der zwei UFC Titel gleichzeitig halten würde. Außerdem verteidigte Tyron Woodley (16-3-1) seine UFC Welterweight Championship gegen Stephen „Wonderboy“ Thompson (13-1-1) und Karolina Kowalkiewicz (10-1) versuchte, Joanna Jędrzejczyk (13-0) die UFC Women’s Strawweight Championship abzunehmen. Wie bereits erwähnt, hatte es diese Card generell in sich. Drei Titelkämpfe, vier amtierende Champions und fünf ehemalige Champions verteilt auf elf Ansetzungen sprachen da schon eine ziemlich deutliche Sprache. Über die Ergebnisse berichteten wir bereits einmal direkt nach dem Event: HIER!!!

Wir wollen das Ganze nun aber nochmal etwas ausführlicher für euch aufarbeiten. Die Veranstaltung brachte nämlich unglaublich viele Themen mit sich. Unter anderem:

– Wie geht es mit dem UFC Mega-Star und allerersten „Two Weight World Champion“ Conor McGregor weiter?
– Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit eines direkten Tyron Woodley vs. Stephen Thompson Rematches um die UFC Welterweight Championship?
– Wer könnte als nächstes auf die UFC Women’s Strawweight Championesse Joanna Jędrzejczyk treffen?

Damit werden wir uns heute befassen. Viel Spaß!

Wie geht es mit dem UFC Mega-Star und allerersten „Two Weight World Champion“ Conor McGregor weiter?

Conor McGregor hält nun also sowohl die UFC Lightweight Championship, als auch die UFC Featherweight Championship, nachdem er Eddie Alvarez im Main Event des Abends in der zweiten Runde ausknocken konnte. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was mit den beiden Titeln passieren wird. Der UFC Präsident Dana White sagte vor dem Event, dass McGregor im Falle eines Sieges den Lightweight Titel behalten und den Featherweight Titel vakantieren würde. Dieser Plan scheint sich allerdings über das Wochenende hinweg geändert zu haben, denn nach dem Event verlor White kein Wort mehr darüber, dass sein Topstar einen Titel abgeben müsse. Jegliche Nachfragen blockte er mit einem einfachen „We’ll see what happens…“ ab. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass „Mystic Mac“ tatsächlich beide Titel gleichzeitig verteidigen wird. Sollte dies tatsächlich so sein, dann müssen wir uns natürlich mit den potenziellen Herausforderern befassen.

Im Featherweight heißen diese José Aldo (26-2), Frankie Edgar (21-5-1), Max Holloway (16-3) und Anthony Pettis (19-5). Aldo hält nach wie vor den Interimstitel, was ihn fast schon automatisch zum #1 Contender macht. Holloway und Pettis werden derweil im Co-Main Event von UFC 206 aufeinandertreffen. Der Sieger dieses Duells dürfte mit Sicherheit ebenfalls Ansprüche auf einen Title Shot geltend machen. Und dann wäre da noch Edgar, der bei UFC 205 via Unanimous Decision über Jeremy Stephens triumphierte. Alle drei Varianten klingen durchaus interessant, aber normalerweise sollte McGregor seinen Titel in der 145 Pfund Division gegen Aldo verteidigen bzw. seinen Titel mit dem von Aldo vereinigen. Dieses Rematch wäre sowohl aus finanzieller, als auch aus sportlicher Sicht am nachvollziehbarsten. In der Zwischenzeit könnte man mit einem Edgar vs. Holloway/Pettis Fight den übernächsten Contender küren. Die Situation ist also relativ klar definiert, nur hört man immer noch von diversen Quellen, dass es nicht sicher sei, ob der UFC Mega-Star überhaupt nochmal in diese Division zurückkehren werde.

Die Lightweight Division scheint nämlich nun seine neue Heimat zu sein. Dort hat man derzeit mit Khabib Nurmagomedov (24-0) und Tony Ferguson (22-3) zwei Top Contender, wobei Nurmagomedov nach seinem UFC 205 Submission Sieg in der dritten Runde gegen Michael Johnson noch etwas über Ferguson stehen dürfte. Zudem machte er in seinem Post-Fight Interview deutlich, dass er keine Probleme damit hat, sich auf das „Trash Talking“ mit dem 28-Jährigen Iren einzulassen, während sich Ferguson nach seinem Unanimous Decision Sieg über Rafael dos Anjos bei der UFC Fight Night 98 mit Provokationen und Sticheleien in Richtung des Champions größtenteils zurückhielt. Somit wäre ein Titelkampf zwischen McGregor und Nurmagomedov nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus finanzieller Sicht am sinnvollsten. Abgesehen von Nurmagomedov und Ferguson versuchte auch Nate Diaz (20-11) wieder, sich ins Gespräch zu bringen, allerdings dürfte er die schlechtesten Argumente für einen Title Shot haben. Auf sportlicher Ebene hätte er es sich definitiv nicht verdient, jedoch wäre die McGregor-Diaz Trilogie auf finanzieller Ebene die attraktivste Ansetzung von allen. Gerüchten zufolge soll der „Stockton Boy“ sogar die Post-Fight Party von McGregor in einem New Yorker Club gecrasht haben, um ihn herauszufordern, allerdings ist dies nicht bestätigt.

Eine dritte Option wäre ein Wechsel in die Welterweight Division, um dort auf einen dritten Titel Jagd zu machen, allerdings wird diese Idee als eher unwahrscheinlich angesehen. Der UFC Welterweight Champion Tyron Woodley geriet zwar im Rahmen der UFC 205 Weigh Ins mit McGregor aneinander, sodass es definitiv eine Vorgeschichte geben würde, aber es wäre schlicht und ergreifend alles andere als sinnvoll, gleich zwei Titel „auf Eis zu legen“, nur damit sich McGregor an einen dritten Titel heranmachen könnte. Wir haben ja gerade schon gesehen, wie viele Herausforderer McGregor in seinen beiden eigentlichen Gewichtsklassen noch vor sich hat. Langfristig gesehen könnte es durchaus irgendwann dazu kommen, aber in der näheren Zukunft sollte man eher nicht damit rechnen. Fun Fact: McGregor hatte den Titel von Woodley bereits einmal um die Hüften geschnallt, denn die UFC Offiziellen hatten den Featherweight Titel nach McGregor’s Sieg nicht sofort zur Hand, sodass man improvisierte und ihm schnell den Titel von Woodley gab, damit er mit zwei Titeln feiern konnte.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit eines direkten Tyron Woodley vs. Stephen Thompson Rematches um die UFC Welterweight Championship?

Bevor sich Woodley allerdings über einen potenziellen Mega-Fight mit McGregor Gedanken machen kann, muss er zunächst erstmal in seiner eigenen Gewichtsklasse aufräumen. Sein Co-Main Event gegen Stephen Thompson endete nämlich lediglich in einem Majority Draw. Somit hat der 34-Jährige bisher keine erfolgreiche Verteidigung der UFC Welterweight Championship vorzuweisen. Über die Kontroversen dieses Fights haben wir ja bereits berichtet, deswegen möchten wir nun nach vorne schauen.

Thompson setzte sich in seinem Post-Fight Interview vehement für ein direktes Rematch ein. Seiner Meinung nach habe er bereits diesen Fight klar für sich entschieden, sodass er auf jeden Fall einen sofortigen Rückkampf verdiene:

Woodley hielt sich derweil in seinem Post-Fight Interview etwas bedeckt. Für ihn sei ein Rematch gegen Thompson zwar durchaus eine Option, allerdings gäbe es außerdem noch Demian Maia als potenziellen Herausforderer, der sich ebenfalls einen Title Shot verdient habe:

Maia war übrigens auch anwesend. Natürlich wurde er genauso nach seinen Titelambitionen gefragt. Der Brasilianer zeigte sich sehr sicher, dass er den nächsten Titelkampf bekommen werde:

Allerdings erklärte der UFC Präsident Dana White kurz nach dem Event, dass alles andere als ein Rematch keinen Sinn ergeben würde. Zwar ist das Wort eines UFC Offiziellen im Jahr 2016 nicht mehr sonderlich viel wert, dennoch wäre Woodley vs. Thompson II in der Tat am sinnvollsten. Aus sportlicher Sicht kann man sicherlich für beide Contender Argumente finden, denn Maia wird aktuell auf Rang #3 der offiziellen UFC Welterweight Fighter Rankings geführt. Thompson belegt dagegen Platz #2. Maia hat zuletzt sechs Kämpfe in Serie gewonnen. Thompson’s Siegesserie stand vor diesem Fight sogar bei sieben Erfolgen hintereinander.

Zudem hat er gegen den amtierenden Champion immerhin ein Unentschieden geschafft. Aus der sportlichen Perspektive gäbe es also keine richtige bzw. falsche Entscheidung. Aufgrund der kontroversen Vorgeschichte dürfte sich ein Rematch zwischen Woodley und Thompson aber wesentlich besser vermarkten lassen, als ein „normaler“ Title Fight zwischen Woodley und Maia. Dies könnte letztendlich der ausschlaggebende Faktor zu Gunsten von „Wonderboy“ sein. Somit würde Maia in die Röhre gucken, jedoch wäre das in diesem Fall sogar mal verständlich.

Mittlerweile ist übrigens auch die Scorecard dieses Fights ans Licht der Öffentlichkeit geraten. Diese wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten:

Wer könnte als nächstes auf die UFC Women’s Strawweight Championesse Joanna Jędrzejczyk treffen?

Für die Champions McGregor und Woodley können wir also auf jeden Fall festhalten, dass beide in Zukunft noch einiges zu tun haben. Bei Joanna Jędrzejczyk sieht das schon etwas anders aus. Die 29-Jährige besiegte hier Karolina Kowalkiewicz klar und deutlich via Unanimous Decision. Damit hat die Polin bereits einen Großteil der 115 Pfund Gewichtsklasse der Damen ausgeschaltet. Bekanntlich gewann sie die UFC Women’s Strawweight Championship im März 2015 und dominierte seitdem die Division nach Belieben.

Sie nahm der aktuellen #3 der offiziellen UFC Women’s Strawweight Fighter Rankings Carla Esparza das Gold ab und verteidigte es in der Folge gegen Jessica Penne (#13), Valérie Létourneau (#9), Cláudia Gadelha (#1) und nun Kowalkiewicz (#2). Dies vereinfacht das Matchmaking für die Zukunft nicht unbedingt. Eine echte Herausforderin #1 gibt es momentan nämlich nicht. Die #4 Rose Namajunas hat zuletzt gegen Kowalkiewicz verloren, die #6 Tecia Torres hat davor wiederum gegen Namajunas verloren und die #7 Joanne Calderwood hat gegen die #5 Jessica Andrade verloren. Wenn man sich also auf eine der Top 7 Fighterinnen festlegen sollte, dann wäre Andrade (15-5) wohl die naheliegendste Variante, wobei ihre derzeitige „Winning Streak“ auch erst bei zwei Erfolgen in Serie steht.

Der UFC Präsident Dana White gab an, dass er sich in näherer Zukunft einen Title Eliminator zwischen Gadelha und Kowalkiewicz vorstellen könnte, um eine der beiden ein weiteres Mal gegen Jędrzejczyk stellen zu können. Kowalkiewicz forderte in ihrem Post-Fight Interview sogar ein direktes Rematch. Wenn man sich nochmal den Verlauf dieses Fights vor Augen führt, dann ist dieser Gedankengang doch schon sehr optimistisch. Hier ist ihr Post-Fight Interview:

Jędrzejczyk musste nach dem Event direkt ins Krankenhaus. Somit konnte mit ihr noch kein Interview geführt werden. Die Championesse äußerte sich aber wenigstens kurz über den UFC on FOX YouTube Kanal und bedankte sich dort für die Unterstützung ihrer Fans:

Soo, damit haben wir die ersten drei Themen abgehandelt. Diese drei bieten allein schon extrem viel Diskussionsstoff, allerdings gibt es noch so viel mehr. Im zweiten Fallout Teil werden wir dann nämlich diese Dinge thematisieren: Wie sieht die aktuelle Konstellation in der Middleweight Division aus? Warum ist Miesha Tate zurückgetreten? Wo stehen die Top Contender Frankie Edgar und Khabib Nurmagomedov in ihrer jeweiligen Division? Und was passiert mit den restlichen UFC 205 Siegern?

Quelle: MMAJunkie.com

 

Diskutiert HIER mit vielen anderen UFC Fans über den Fallout! KLICK!!!


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