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Kurz gemosert… #146

20.10.16, von Benjamin "Cruncher" Jung

„Kurz gemosert…“ beschreibt die Welt des Mainstream-Wrestling mit den Augen eines meckernden „Smart Marks“. In unregelmäßigen Abständen spricht Manuel Moser in der wohl umstrittensten Wrestling-Kolumne aller Zeiten Dinge und Tatsachen an, welche sich manch einer vielleicht nicht traut auszusprechen oder die es aus den Tiefen der „Smart Mark“-Fangemeinde nicht an die Öffentlichkeit schaffen. Harte Worte und eventuelle Spoiler inbegriffen.

 

„Who’s next!?“ oder „Die Antwort auf das Phänomen Goldberg“

Wie viele von euch sicher bereits wissen bin ich, was das Wrestling angeht, sozusagen ein „alter Hase“. Ich verfolge diesen Kackmist jetzt seit Sommer 1992 so ziemlich durchgehend und, wie man sagt, auch ohne großartige geistige Behinderungen davongetragen zu haben.
Natürlich färbt gerade die 90er-Jahre-Brüllerei die damals in den Promos so üblich war auf mich ab und ich erwische mich regelmäßig dabei wie ich im Alnatura an der Kasse stehe und der Kassiererin lautstark einen Vortrag darüber halte wie begeistert ich von der neuen Wallnuss-Chia-Samen-Lotion bin und wie sie mir damit mal meinen frisch rasierten Sack einschmieren kann. Aber man kennt mich ja mittlerweile in den örtlichen Bioläden und teilweise entdecke ich andere Kunden wie sie zustimmend nickend, sowie mit Interesse heuchelndem Blick neben mir stehen. Dazu sind sie alle noch mindestens einen Kopf kleiner als ich und halten mir eine Packung Sojamilch wie ein Mikrophon vor die Fresse welche ich während meines unkontrollierten Gebrülls von oben bis unter vollsabbere.
Aber spätestens wenn ich dann mit viel Anlauf den Zeigefinger auf meine Handfläche drücke und voller Ekstase brülle „AND WATCHA GONNA DO…!?“ wache ich aus meiner Trance auf, zahle beschämt diesen beschissenen und überteuerten Bio-Mist den ich meiner Frau mitbringen sollte und schleiche wie ein Loser aus dem Laden.

So oder so ähnlich kann man beschreiben in wie weit die Neunzigerjahre und deren große Namen auf einen treuen Fan der alle Stadien von Mark bis Smark mitgemacht hat bis heute noch nachwirken. Deswegen macht es auch immer wieder Spaß einen Hulk Hogan überraschend zurückkehren zu sehen. Deswegen war es auch eine große emotionale Sache als der Ultimate Warrior seinen Weg zurück vor die WWE-Kameras gefunden hatte. Und deswegen ist es auch ein großer Feelgood-Moment gewesen, als Goldberg mit seinem typischen Backstage Walk bei RAW aufgetreten ist. Oft reicht es einfach schon die kraftvollen Themes der angesprochenen Personen zu hören wie sie durch die WWE-Hallen klingen. Bei Goldberg speziell kam meiner Meinung nach auch noch dazu, dass er sowohl im Ring als auch am Mikrophon alles andere als schlecht war. Heutige Monster könnten sich gerade beim Auftraten am Mic eine Scheibe abschneiden, denn Powerhouses müssen sich entweder die Scheiße aus dem Leib schreien oder die Fresse halten. Genau so kommt man als Monster gut rüber und nicht indem man wie ein bekiffter Affe in die Kamera grinst. Nur so als Tipp für Roman Reigns…
Goldberg war zu seiner Zeit schon etwas Besonderes. Wrestling fing gerade an sich irgendwie festzufahren. Die nWo wurde langweilig und WWE hatte zwar mittlerweile mit Stone Cold Steve Austin den wohl besten Draw der Wrestling-Geschichte erschaffen, aber das Programm war im Großen und Ganzen mehr als mager.
Klar wir waren alle Steve-Austin-Fans und feierten alles was er tat, sagte und zum Verkauf anbot. Goldberg hatte bei den Austin-Fans aber im ersten Moment einen eher schwereren Stand. Glaubte man doch, dass WCW mit Goldberg vom Look her und dem Booking einfach versuchte eine große, muskulöse Kopie des angehenden WWE-Weltstars zu etablieren. Da WCW ja schon immer gerne kopiert hat, wie man beispielsweise am „Renegade“ oder der Namensgebung „Monday Nitro“ verglichen mit „Monday Night RAW“ erkennen kann, war der Gedanke auch gar nicht so abwegig.
Schnell stellte sich aber heraus, dass wenn WCW so etwas vorhatte es sich in eine komplett andere Richtung entwickelte. Goldberg wurde nämlich ganz von alleine zum Selbstläufer.

WCW zeigte auf beeindruckend einfache Art und Weise wie man in Ruhe ein Monster aufbaut. Goldberg lief ein, schlug zu, Spear, Jackhammer, Dusche. Wumms! Das saß und passte zu diesem Zeitpunkt einfach. Immer mehr Leute schalteten WCW nur noch an, um Goldberg und seine Squash Matches zu sehen. Ja tatsächlich blendete man den Rest der Show irgendwann komplett aus. Man wartete bis Goldberg kam, flippte aus und unterhielt sich den Rest der Show über Goldberg. Und das wurde nicht langweilig. Ganz im Gegenteil. Goldberg wurde immer populärer und wurde damit sozusagen zum Inbegriff der Squash-Monster. Alles was danach an Squashern kam, ob Umaga, der Great Khali oder Big Vis alle standen im Schatten der Goldberg‘schen Squash-Meisterschaft Ende der 90er-Jahre. Und das weiß auch WWE, denn sonst hätte man mit Ryback nicht den Versuch unternommen noch einmal solch einen „Goldberg“ zu erschaffen. Hat zum Glück nicht geklappt.
Leider hatte natürlich auch der Run von Goldberg irgendwann ein Ende und da ich es nicht besser rekapitulieren könnte als meine Podcast-Kollegen werde ich darauf auch nicht näher eingehen.
Aber gerade weil er von soweit oben gefallen ist und durch den Unfall mit Bret Hart und dessen jahrelange Beschuldigungen, sowie dieses ekelhafte Wrestlemania Match mit Brock Lesnar gab es bei „uns“ Goldberg-Fans immer irgendwie das Gefühl man hat das Projekt Goldberg nie richtig zum Ende gebracht. Der Charakter, sowie der Mensch Bill Goldberg hatten dies nicht verdient. Ich habe seine Verbitterung gegenüber dem Business immer verstanden und in meinen Augen ist er einer der wenigen der diese Gefühle zu Recht hatte bzw. hat. Ganz im Gegensatz zu zum Beispiel Jim Hellwig, Bret Hart oder Marty Jannetty die allesamt selber schuld an ihrem Elend waren.

Goldberg war am Ende tatsächlich das einzige was sich bei WCW selbst entwickelt hat. Die einzige eigene Erfindung wenn man so will. Ein Selbstläufer wie es ihn nur selten gibt.
Und kommt mir jetzt bloß nicht mit der nWo. Die nWo lebte einzig und allein davon, dass sie von zwei ehemaligen WWE Main Eventern gegründet und durch Hulk Hogan vorerst komplettiert wurde. Invasion Angels waren auch damals schon kalter Kaffee.

Es ist ein Armutszeugnis, dass die „jungen“ Wrestling-Fans heutzutage nicht mehr in der Lage sind solche Momente wie beschrieben miterleben und genießen zu können.
Einige werden nun sagen „Die Rückkehr von Brock Lesnar war aber doch genau so ein Moment!“. Nein. Nicht mal Ansatzweise. Warum? Weil Brock Lesnar nie der große Star war als der er seit seiner Rückkehr verkauft wurde. Weil Brock Lesnar nur einer von vielen unter den etlichen Kurzzeit-Top-Dogs gewesen ist und dem Druck der auf ihm lastete nicht standhalten konnte. Weil Brock Lesnar kein Selbstläufer war, sondern den Fans in typischer WWE-Manier aufgezwungen wurde. Und zu guter Letzt das Wichtigste, weil kaum einer von euch die „Geburt“ und die komplette Entwicklung von Brock Lesnar überhaupt mitbekommen hat.
Vielleicht kann man Goldberg am ehesten noch mit Daniel Bryan vergleichen. Den haben alle „jungen“ Fans miterlebt, gefeiert und zur großen Nummer gemacht. Wäre der nach seinem abrupten Karriereende abgetaucht und in zwanzig Jahren plötzlich wieder aufgetaucht, dann hättet ihr vielleicht einen ähnlichen Moment erlebt. Da dies aber noch nicht passiert ist und auch niemals passieren wird bleiben euch nur die aalglatten Gesichter der Gegenwart und die Geschichten der nach Wallnuss-Chia-Samen-Lotion müffelnden alten Säcke über die glorreiche Vergangenheit die im Prinzip auch nur von kurzen großen Spots geprägt war an denen man sich bis heute noch festhält.

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Wenn man aber hier jemanden einen Vorwurf machen will dann sicherlich nur dem Business selbst, denn genau dieser Umstand ist der größte Beweis dafür wie einfältig, langweilig und austauschbar dieser Zirkus mittlerweile geworden ist.

 

Für Kritiken jeglicher Art stehe ich gerne im Forum von Wrestling-Infos.de, unter kurzgemosert@gmail.com oder auf Twitter zur Verfügung.





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22 Antworten zu “Kurz gemosert… #146”

  1. dembo sagt:

    Besser hätte man es nicht sagen können – danke dafür.

  2. HollywoodHogan sagt:

    Believe that!
    Bleibt nur zu hoffen, dass Goldberg dieses Match gegen Lesnar gewinnt (was ich eig. nicht glaube)… Das Ego von Vince ist zu groß, um einem WCW-ler den letzten Sieg zu gönnen (siehe Sting!).

  3. Michimii sagt:

    Ich persönlich tu mich sehr schwer damit, wenn jemand eine ganz klare und genaue Vorstellung davon hat, wie etwas oder jemand zu sein hat. Wenn dieser Vorstellung irgend etwas abweicht, ist diejenige Sache Mist oder halt der dafür Verantwortliche. Gibt’s denn ne objektive endgültige Definition für „Powerhouse“?!

  4. Frrrrrrrr sagt:

    Wie recht du hast, danke für diese Wunderbaren Worte! Für ein paar Minuten versunken in deinem Text, hatte ich wieder das Gefühl in den 90ern zu sein 🙂 Ich hab alles von Goldberg miterlebt, mir als Kind ein T-Shirt geschnappt, Goldberg drauf geschrieben, es etwas zerrissen damit es nach Kampf aussah und angezogen wenn Goldberg endlich raus kam 😀 Vor einigen Wochen ist dann ein großer Kindheitstraum in Erfüllung gegangen, indem ich Goldberg Live in Köln treffen durfte… Auch wenn ich glaube das Goldberg leider Brock zum fraß vorgeworfen wird, hoffe ich, dass er darauf scheißt was Vince sagt und er Brock trotzdem fertig macht und sich dann wieder ganz weit von der drecks WWE entfernt!

  5. Matt Austin sagt:

    Also dieses eine mal muss ich doch feststellen, dass meine persönliche Meinung mit der von Hr.Moser abweicht… abgesehen vom ersten Abschnitt, da bin ich genauso dabei (und das seit 1994) 😉

    Goldberg war nie besonders Schlecht im Ring oder am Mic, aber er war auch nicht besonders gut am Mic geschweige den im Ring. Die Limitierung hat man während des WWE Runs mehr als deutlich vor Augen geführt bekommen. Das er dazu dann auch noch grauenhaft gebookt war tat lediglich sein übriges. Am Mic war er besser, aber niemals gut oder gar herausragend. Das er es mit Austin oder Rock am Mic hätte mithalten können stelle ich mal Arg in Zweifel, muss aber jeder für sich selbst beantworten.

    Deshalb habe ich tatsächlich am Montag den Feel-Good-Moment nicht gehabt (auch in der Berichterstattung kommentiert). Ich glaube ich bin einer der wenigen Menschen, die mit Goldberg bis heute kein Big-Time-Feeling haben. Ich habe ihn nie qualitativ als Main Eventer gesehen und kann bis heute den Hype nicht nachvollziehen, der um ihn gemacht wurde.

    Grade in der WCW ist er nie wirklich über Sqash-Matches hinausgekommen, demzufolge könnte ich als Goldberg Fan auch John Cena Fan sein oder Roman Reigns bejubeln… wobei ich die Lords Grinsebacken I und II tatsächlich etwas Charismatischer finde, aber das ist wider Geschmackssache. Goldberg war für mich lediglich das gleiche Schema F, was uns heutzutage bei so vielen Leuten ankotzt…

    Und ja, Lesnar war nie der Top-Draw als der er verkauft wurde, da stimmt es wieder Überein 😉

    Das nur mal so als Meinungsaustausch am Rande.

    Ansonsten freue ich mich nach wie vor über jede neue Ausgabe vom Gemoser und bleibe weiterhin ein treuer Lese, bitte weitermachen =)

    MfG. Matt Austin

  6. Drake sagt:

    Endlich mal etwas bei dem ich mit dir übereinstimmen kann. Ich denke Goldberg wird gewinnen, der bursche is auch nicht ganz dumm, der wird das schon ausgehandelt haben das er nur für ein Match zurück kommt das er gewinnt.

  7. JennyTG sagt:

    Hey Yo!
    Hätte ich so schreiben können… (bis auf die „Bio Laden Episode… jeder der mir damit kommt darf wieder gehen…“

    Ich merke allerdins bis heute, dass ch 90ér Catch Phrases noch nutze und die aktuelle oft nicht mal zuordnen kann o schnell wieder vergesse…

    Oh YEAH! Dig it!

  8. Roah sagt:

    Matt austin hat eigentlich alles gesagt, was ich auch so schreiben würde. Goldberg hat es nie geschafft mich zu überzeugen. Sein ewig langer entrance ging mir ( wie auch der vom Taker) immer richtig auf die nerven. Seine Promo waren immer langweilig. Er hat es nicht einmal geschafft mich zu unterhalten. Ich habe als Kind immer gehofft das er verliert. Die Klotz durfte damals so geile wrestler wie malenko oder Raven sqaschen. Wahnsinn. Werde mir die series das erste mal seit 1994 nicht ansehen.

    Die WWE ging damals zu Grunde weil alle alten Typen geholt wurden und die Jugend Brigade (jericho, eddi oder andere) keine Perspektive harten und gegangen sind. Und die WWE macht den selben Fehler. Der Main Event der series ist ein Rentner gegen einen Teilzeitwrestler. Chapeau

  9. Roah sagt:

    Sorry für die Fehler. Ist mit Handy und Auto Korrektur immer schwierig.

  10. ole3817 sagt:

    sorry aber ganz ehrlich, wer jetzt echt will, dass Goldberg dieses match in einem one night only gewinnt, der kann nicht ganz bei trost sein.

  11. Bill Lesnar sagt:

    @ole3817
    Dann bin ich nicht ganz dicht.
    Ich finde es würde Lesnar gut tun endlich geschwächt zu werden.

  12. Daveman sagt:

    Ich habe erst mit dem schlimmsten gerechnet, aber die Kurz gemosert… Ausgabe #146 ist eine Hymne für Wrestlingfans der 90s! Es stimmt, Goldberg war nie ein All-in-one Paket, und ganz ehrlich, dass kann auch nicht jeder sein. Je nach STandpunkt kann man auch einen The Rock oder Steve Austin zerreden…nur so nebenbei…

    Jedenfalls hat Goldberg dank seiner ehrlichen Promo ordentlich die Wrestlingfans auf seiner Seite gebracht. Stichwort Emotion. Sowas in der Art hat früher nicht richtig geklappt bei Ihm, aber der betagte Goldberg ist selber Vater und ein halbes Jahrhundert alt und das nutzt er zu seinem Vorteil.

    Und um mal bissl Stunk zu machen: JA, man sollte nun die Gelegenheit nutzen und Brock Lesnar stutzen. Oder mal etwas liebevoller ausgedrückt: Man muss ihn endlich brechen… mit viel Geschrei und Demütigung.

    Es wäre authentisch und der herbei ersehnte Kontrast zu Lesnars Win Statistik! Er gewann nämlich nur noch! Wenn er sich mal hinlegte, dann nur für aufgezwungene Faces/ „Superstars“. Man denke an Hulk Hogan ähm John Cena. Dieses Jahr verlor Lesnar im Royal Rumble Match und natürlich in Triple Threat gegen Roman Reigns und Dean Ambrose. Denn der „Top-Superstar“ der nächsten 100 Jahre a.k.a. Romano ist ganz klar glaubwürdiger Ficker 😉

    The Undertaker besiegt Brock Lesnar durch Ringrichterentscheid (17:20)
    WWE SummerSlam 2015..was auch nur eine Kontroverse war und Undertaker-untypisch, da es wirklich nicht regelkonform war und theoretisch Undertaker längst abgeklopft hatte. Davon abgesehen, durfte Taker davor und nochmals danach clean gegen Lesnar verlieren.. „yeeeeeeeeeeeeaaaaaaaaaaaaaaaaay \o/“ ^^ Ich mochte Lesnar schon immer, aber seit 2014 dient er nur dazu um der böse Heel zu sein der ständig gewinnt gegen alles und jeden. Außer gegen Luftpumpen wie John Cena. „yeeeeeeeeeeeeaaaaaaaaaaaaaaaaay \o/“

    Fazit: Es ist längst überfällig den Top-Heel zu brechen. Das gehört nun mal zum guten Ton im Wrestling. Auf diversen Statistiken kann man nachvollziehen das nun mit Golödberg die Zeit reif sein muss.

    Selbst ein Paul Heyman kam als herausragender Manager stets unversehrt weg. Bissl oldschool darf schon sein, oder? Er soll mal wieder mega laut ausrasten weil sein Schützling, Brock Blut kotzt.

  13. Roah sagt:

    Bill lesnar

    Bin auch dafür, dass lesnar mal verlieren sollte! Aber nicht gegen nen Typen, der nur für einen Kampf zurück kommt! Was wäre das für ein booking Desaster?

  14. HappyHippo sagt:

    Es wird mal Zeit für Lesnar das er mal wieder verliert.
    Aber tatsächlich ist es dieses Mal verdammt schwierig zu sagen vier verlieren könnte/kann. Beide Wrestler sind nicht dumm was ein Booking und den Ausgang des Matches angeht. Mal schauen was die nächsten Promos bringen werden.

    Was ich auch hoffe ist das Goldberg nicht nur für das eine Match da ist sondern öfter mal Auftritte hat. Das wäre einfach ne gute Sache. Und ja das ist meine Meinung und bei der bleibe ich und ich akzeptiere aber auch eure/andere Meinungen. Jeder darf es finden wie er will?

    Und jetzt Last uns alle trotz verschiedensten Meinungen hoffen das hier ein geiles und ordentliches Mstch grbookt wird und wir bis zu besagtem Match sehr gute Promos und sonst was sehen. Das wäre echt TOP.

  15. Daveman sagt:

    Ich denke, für einige ist die Vorstellungskraft nicht ausreichend genug.

    Ihr müsst das so sehen:
    WWE macht „emotion“ und verknüpft Wrestler mit Storys und Ehrungen.

    Stell euch einfach vor, Lesnar und Goldberg werden in die Hall of Fame eines Tages eingehen. Völlig unabhängig voneinander.

    Lesnar ist das „Next Big Thing“ immer gewesen und nun der „Top-Heel Free Agents“! Das sind die Mythen und Legenden die aufgebaut werden. Seine eigene Vita, sein individuelles Bio-Pic. Lesnar’s DNA besteht darin ein Beast zu sein, was „jeden“ zerfleischt. Ist ja auch wirklich so, bis auf wenige Ausnahmen, welche auch teilweise Kontrovers waren (siehe meinen vorigen Hate-Speech gegen Roman und Cena).

    Bei Goldberg sehe ich zwar keinen WWE-Superstar… eher den Hybriden der aus der WCW stammt und ihr kennt alle sein Gimmick. Jenes Gimmick wird hier sicherlich fortgesetzt und er wird in seiner Vita folgendes stehen haben: “ einer der wenigsten, der „The Beast / Next Big Thing“ schlagen konnte in einem epischen Fight“.

    Und jaaa.. bla bla Gold kann nix und er ist kein Wrestler im klassischen Sinne.
    ich weiß das, aber die WWE scheißt drauf und verkauft Entertainment und bleibende Erinnerungen. Da spielt es auch keine Rolle wenn es nur ein One-Night-Only Fight werden könnte. Es geht um Schlagzeilen und Anekoden, welche noch in 10 Jahren erzählt werden können und in Hall of Fame Rückblenden beleuchtet werden…

    So sehe ich das Ganze hier und ich gehe stark von aus, dass Goldberg Brock wieder besiegen „darf“.

  16. Bill Lesnar sagt:

    @Roah
    Besser goldberg gewinnt als irgendein anderer wrestler der dauerhaft im einsatz ist. Begründung? Derjenige würde dann wieder dauerhaft über brock, undertaker und co stehen. Aber bei bill ist es so das er dann nicht mehr antritt und niemanden aufbauen aber auch niemanden schaden kann.

  17. JME sagt:

    @Bill Lesnar

    Und genau wegen solchem Bullshit-Booking kreiert man keine Stars mehr. Man lehrt die Zuschauer, dass die Stars von früher viel geiler, stärker und besser sind. Und dann wundert man sich, dass die vermeintlichen „Topstars“ von heute ein Haufen Geeks sind, für die sich außerhalb des „WWE Universe“ niemand einen Scheiß interessiert. Es ist Sinn und Zweck dieses Business, dass man neue Wrestler aufbaut, die über den Rentner wie dem Taker stehen. Dementsprechend wäre es ein riesiges Armutszeugnis, wenn Goldberg in seinem letzten Mach gegen Lesnar gewinnen lässt, der zuvor im Grunde jeden aktuellen Star geschlagen hat. Wenn Goldberg unbedingt einen Sieg im letzten Match braucht, dann soll er gegen Curtis Axel oder Bo Dallas antreten. Für Nostalgie-Bullshit ist es doch ohnehin scheißegal, gegen wen er antritt.

    Erstaunlich finde ich generell: Wäre Goldberg jede Woche im TV zu sehen, wäre er genauso ein Typ, der kaum Reaktionen ziehen würde. Einfach weil er jede Woche im WWE-TV zu sehen wäre – er keine langen Matches und keine geskriptete Promos halten kann. Die größten Stars, für die am meisten gejubelt wird, sind derzeit nämlich immer die, die lange nicht im WWE-TV zu sehen waren. Warum? Weil das Booking und Storytelling bei WWE seit Jahren dermaßen suckt, sodass jeder davon heruntergezogen wird, der sich lange in diesen Shows bewegen wird.

  18. Daveman sagt:

    @JME

    Goldberg kann doch nichts für das miserable Booking der letzten 10 Jahre! Weißt du, ich habe aktiv die WcW sterben sehen. Die Diagnose(n) der verstorbene Liga kennt jeder! Und die WWE scheint tatsächlich sehr ähnliche Machtspielchen bzw. mehrköpfige Mächte zu besitzen, welche ständig auseinandergehen. MAn denke bitte an die dumme Idee, Shane gegen Taker gewinnen zu lassen im Hell in a Cell Match 😀 😀 😀 😀 😀 😀 Ein wahrhaftes Begräbnis für Taker. Meine Güte, Brock hat den dutzende Male flach gelget und und die WrestleMania-Statistik gebrochen. Selbst das verstehe ich unter „Machtspielchen hinter der Bühne“

    natürlich gibt es noch weitere markante Beispiele für beschissene Bookings, welche Karrieren zerstören. Man denke nur an Roman Reighs. Ich mag den Typen, aber warum soll er ständig ein Face sein?! Weil das nie klappte, hat man ihm mal so und mal so und dann wieder widersprüchlich so und wie dann so eingesetzt. Richtige Zick-Zack-Politik wie man das von der Frau Merkel in den letzten 7 Jahren sah 😀

    Daher fasse ich mich kurz:
    In der Goldberg-Thematik sollte man zumindest da anständig booken und den Hype, Da Man, Bill Goldberg gewinnen lassen. Er kann am wendigsten für irgendwas dafür.Sollen sich die „schlauen“ Köpfe ( Stephanie, Vince, Triple H, Heyman) was einfallen lassen.

  19. Bill Lesnar sagt:

    @JME
    Normal bin ich mit deinen Kommentaren immer einer meinung, diesmal nicht.
    Auch ein goldberg kann nichts für „bullshit“ booking egal ob man ihn mag oder eben nicht. Stars kann man auf viele weisen kreieren, oder sie sich auch selbst (daniel bryan).
    Lesnar braucht diese niederlage dringend und ich sehe niemanden der es sonst machen könnte.

  20. ole3817 sagt:

    @Bill Lesnar
    Man sollte sich die Niederlage von Lesnar für einen würdigen Star der Zukunft aufheben, was haben wir von einem Sieg Goldbergs? Das Brock iwann fällig ist, wissen wir alle, aber dann doch bitte nicht so?!

  21. JME sagt:

    @Bill Lesnar

    Lesnar braucht diese Niederlage dringend? Was ist das denn für ein Quatsch? Und vor allem: da ist ausgerechnet Goldberg der Richtige? Inwiefern denn bitte? Goldberg ist, was seine Einstellung und seinen Charakter angeht, ein absolutes Ebenbild von Lesnar. Mit dem Unterschied, dass Lesnar der deutlich bessere Wrestler ist und im Vergleich einen Scheiß auf sein Booking gegeben hat. Wenn Lesnar gesagt bekommt dass er verlieren soll, dann verliert er halt. Goldberg bitchte stattdessen immer schon rum, wenn man ihn seiner Meinung nach nicht richtig eingesetzt hat. Goldberg gibt außerdem einen Scheiß aufs Wrestling, macht es nur für die Kohle und hat im Laufe seiner Karriere ebenso Steroide genommen. Wo genau ist nun der Unterschied zu Brock? Also insofern nochmal: Warum genau sollte ein Rentner dieses Match gewinnen, wenn daraus 0,0 Mehrwert entsteht?

    Nicht Lesnar braucht eine Niederlage, WWE braucht neue Stars. Und die kann man in 2016 nur noch kreieren, indem man endlich diese ganzen Teilzeit-Wrestler-Rentner verlieren lässt. Angefangen vom Undertaker, bis hin zu Triple H, The Rock, Goldberg und Co. Wir leben im Jahr 2016. Deren Zeit ist vorbei und kommt nicht wieder. Es ist an der Zeit die neue Generation over zu bringen und da sollte man nicht einem weiteren Renter einen Sieg über den einzigen aktuellen WWE-Wrestler geben, bei dem es noch was bedeutet ihn zu besiegen.

    Wenn man so weiter macht, dann schreien noch in 15 Jahren alle nach den Rentnern von heute. Nicht weil die heutigen Wrestler weniger Potential haben, sondern weil man die Fans über Jahrzehnte dahingehend erzogen hat, dass nur die Stars der Attitude Era von Bedeutung sind.

    Und wer Lesnar besiegen sollte? Jeder aktuelle WWE-Wrestler der einigermaßen über der Midcard steht. Seth Rollins, Kevin Owens, Sami Zayn, Dean Ambrose, Randy Orton, Bray Wyatt, Sheamus, Cesaro, Samoa Joe, Shinsuke Nakamura…Alle die sollten eine Option sein, nicht ein fast 50-jähriger Goldberg. Sogar ein Sieg von Shane McMahon über Lesnar hätte viel mehr Mehrwert als ein Sieg von Goldberg.

  22. Bill Lesnar sagt:

    @JME
    Ich bin immer glücklich wenn jemand so ausfürliche argumente bringt wie du, danke dafür.
    Bei meiner meinung bleibe ich trotzdem. Es mag die nostalgie und fanboy brille sein aber ich wünsche mir einen sieg von goldberg. Für mich ist es ein problem wenn jemand der aktuellen stars lesnar pinnt weil man dann mmn wieder so ein unbesiegbares monster wie lesnar kreiert hat.
    Schönen wochenende an alle!

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