UFC 204: Bisping vs. Henderson II Board-User Roundtable

08.10.16, von Benjamin "Cruncher" Jung

Buwistick: Ich freue mich, dass ich euch zu einem weiteren Wrestling-Infos.de Roundtable begrüßen kann. Heute Nacht findet mit UFC 204: Bisping vs. Henderson II das größte europäische UFC Event des Jahres statt. Ich danke allen Writern, die ihre Meinung kundgegeben haben und nun wünsche ich euch allen viel Spaß beim Lesen.
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Inhaltsverzeichnis
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  • Mirsad Bektic vs. Russell Doane
  • Stefan Struve vs. Daniel Omielańczuk
  • Ovince St. Preux vs. Jimi Manuwa
  • Vitor Belfort vs. Gegard Mousasi
  • Michael Bisping (c) vs. Dan Henderson
  • Fazit

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UFC 204: Bisping vs. Henderson II Board-User Roundtable
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Featherweight bout
Mirsad Bektic vs. Russell Doane

StableGuy: Im Opener der Main Card trifft nun doch noch Mirsad Bektic nach einigem Wirrwarr auf der Suche nach seinem Gegner auf Russell Doane. Es freut mich auch sehr, dass dieser Fight noch auf die Card gerutscht ist, da ich wirklich viel von Bektic halte und ihm eine durchaus gute Karriere in der UFC zutraue, schließlich ist der Junge erst 25. Zudem bringt er in seinem ersten PPV-Fight einen tadellosen Record von 10-0 mit und ich gehe auch stark davon aus, dass sich daran nach dem Fight mit Doane nichts ändern wird. Zwar steht Doane in gewisser Weise mit dem Rücken zur Wand, so hat er zuletzt drei Niederlagen in Folge zu verzeichnen und könnte hier durchaus um seinen Vertrag kämpfen, aber am Ende sollte die Qualität von Bektic ausreichen, um diesen Fight für sich zu entscheiden.
Tipp: Mirsad Bektic via (T)KO.

Revolvermaul: Hier tippe ich ganz klar auf Mirsad Bektic der mit 10-0 eine unglaubliche Serie hingelegt hat, während Dorne seine letzten 3 Kämpfe verloren hat. Ich sehe keinen Grund das Bektic seine erste Niederlage durch Dorne bekommen wird, außer wir sehen dieses mal einen komplett anderen Russell Doane.
Tipp: Mirsad Bektic via (T)KO in der ersten Runde.

Hurricane: Bektic hat im Laufe der Woche sicher das ein oder andere mal gegrübelt, ob und gegen wen er nun antritt. Er ist in der UFC bei 3-0 und hat da, wenn auch nicht direkt gegen die Top-Fighter, eine gute Show geboten. Er sollte einer der Leute sein, von denen man noch viel hören wird. Mir gefällt sein Stil, im Wrestling ist er bereits richtig gut. Im Stand kann er sicher noch zulegen. Doane hat den Fight sehr spät angenommen, daher rechne ich ihm auch relativ wenig Chancen aus. Bektic war lange raus (1 Jahr wenn ich mich nicht irre) und muss sicher die ersten 1-2 Minuten überstehen, um seinen Rhythmus zu finden. Dann wird er Doane aber auf den Boden bekommen und ihn per Ground-and-Pound zerlegen. Denke spätestens in Runde 2 ist das Ding durch, je nachdem, wann Bektic seinen Groove hat.
Tipp: Mirsad Bektic via (T)KO in der zweiten Runde.

Alex aus Sachsen: Eröffnet wird die Main Card von einem meiner Lieblinge mit Mirsad Bektic. Er kommt aus Bosnien-Herzegowina und ist ein MMA-Kämpfer, der auf jeden Fall für Action sorgt. Er hat seine ersten 3 Kämpfe in de UFC gewonnen und ist auf dem besten Weg in Richtung der Featherweight Top 15. Er hat ein wirklich guten Kickboxing-Background. Das Problem hier ist vor allem, dass Russell Doane bereits sein dritter Gegner an diesem Platz ist, weil beide anderen ausgefallen sind. Doane hatte hier also wenig Zeit um sich vorzubereiten und außerdem war er in der UFC zuletzt auch weniger erfolgreich (hat seine letzten drei Kämpfe verloren). Das hier ist also eine Situation in der Bektic sehr viel zu verlieren hat. Er muss gut aussehen und ich hoffe und glaube das tut er auch.
Tipp: Mirsad Bektic

thatdamngood: Hier ist es wirklich schade, dass Bektic ursprünglicher Gegner Arnold Allen verletzt ausfällt, denn die beiden hätten wirklich einen starken Opener haben können. So trifft Bektic auf Russell Doanne und ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Angelegenheit einigermaßen Einseitig wird. Mirsad Bektic ist einer der aufstrebenden Featherweights, der durch starkes Wrestling, explosives Striking und brutales Ground and Pound besticht. Für sein Alter ist der gebürtige Bosnier schon erstaunlich weit und sehr vielseitig. Ihm gegenüber steht Russell Doanne, der seine letzten drei Kämpfe verloren hat und jetzt natürlich mit dem Rücken zu Wand steht. Doanne ist auch niemand der wirklich schlecht ist, nur konnte er in seinen letzten Fights nie zeigen, dass er irgendwo drin außergewöhnlich gut ist. Sein Striking ist recht explosiv und am Bodenist er auch nicht komplett hilflos, aber weder im Stand noch am Boden kann er seine Gegner wirklich dominieren, was dann in einer so unfassbar starken Feather- bzw. Bantamweight Division nicht reicht. Nicht für einen Platz in den Rankings und vielleicht noch nicht mal für einen Platz im Roster. Ich sehe Bektic wirklich in allen Belangen vorne und daher denke ich, dass wir hier einen relativ klaren Sieg sehen werden, auch wenn es für Bektic natürlich undankbar ist, so kurzfristig gegen jemanden zu kämpfen, bei dem es wirklich um die Karriere geht.
Tipp: Mirsad Bektic via (T)KO in der zweiten Runde.
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Heavyweight bout
Stefan Struve vs. Daniel Omielańczuk

StableGuy: An sich kann man diesen Fight in gewisser Weise auf meinen Kommentar zu St. Preux vs. Omielanczuk beziehen. Abseits der wirklichen Top-Fighter ist das Heavyweight-Geschehen über weite Strecken ziemlich schlecht und niemand verkörpert das in meinen Augen mehr als Stefan Struve. Auch hier möchte ich noch einmal klar stellen, dass der Junge durchaus seine Qualitäten hat, schließlich ist er ein richtig guter Kickboxer, aber er schafft es einfach nicht das immer im Octagon zu zeigen. Daniel Omielanczuk hingegen ist für mich ein relativ unbekannter Name, denn auch wenn er schon seit mehr als drei Jahren für UFC antritt, konnte er sich in keinem seiner Kämpfe wirklich in Szene setzen oder sich bei mir ins Gedächtnis kämpfen. Zuletzt feierte er zwar drei Siege und hat sich wieder ein bisschen in Position gebracht, aber insgesamt sollte Struve dieses Duell doch ziemlich klar für sich entscheiden.
Tipp: Stefan Struve via Unanimous Decision.

Revolvermaul: Eines der schweren Entscheidungen die gefallen werden müssen. Während Struve mit seinen 211 cm Körpergröße wirklich einen Riesen Größenvorteil von über 25 cm seinem Gegenüber hat, muss er aber hoffen das sein Gegner ihm gewährt leicht auf den Boden zu kommen, denn davon hängt Struve mit seiner Submission Spezialität ab! Obwohl Omielanczuk auch die letzten seiner 3 Kämpfe gewinnen konnte, glaube ich das trotz seine abwechselnden Siege und Niederlagen Struve diesen Kampf für sich entscheiden wird, da er auch Namenhaftere Gegner bezwingen konnte wie Silva und Nogueira.
Tipp: Stefan Struve via Submission in der zweiten Runde.

Hurricane: Struve auf der Card, finde ich immer klasse. Hat was von einer Geisterbahn. Es sieht einfach immer unfassbar aus, wenn er im Octagon kämpft. Unnachahmlicher Stil, Arme und Beine so lang wie mancher Fighter insgesamt. Dabei hat er auch noch wirklich was drauf. Er ist teilweise unfassbar, wie gegen Miocic. Dann wieder nahezu chancenlos. Er hat die Reichweite und müsste den Gegner sowieso dominieren. Der Sieg gegen Silva war stark und ich hätte ihn gerne gegen Ruslan gesehen. Jetzt ist es aber kurzfristig Omielanczuk geworden. Er hat zuletzt zwar dreimal gewonnen, die Gegner waren dabei aber jetzt nicht unbedingt Top 15-Material. Er selbst hat mich bisher noch nicht wirklich überzeugt, wobei ich leider auch noch nicht viel von ihm gesehen hab. Struve hat trotz seiner 28 Jahre die Erfahrung und ich mag ihn einfach. Da ich seinen Gegner leider noch nicht so oft gesehen hab, muss ich hier sowieso auf Skyscraper setzen. Keine Ahnung, wie lange er nocht kämpft bzw. kämpfen kann, hoffe mal, dass er seine Gesundheit im Auge hat. Dennoch müsste er hier trotz der größeren Flexibilität vom Gegner klare Vorteile haben und das Ding gewinnen.
Tipp: Stefan Struve via Decision.

Alex aus Sachsen: Die Main Card bietet uns außerdem den Kampf zweier europäischen Heavyweights. Wie immer hat Struve einen großen Vorteil in Reichweite und Größe gegen den Polen. Omielanczuk ist ziemlich stark und kann im Clinch gut arbeiten und auch Takedowns landen. Er hat nicht das typische amerikanische Wrestling, aber kann durch seine Powe halt auch einiges erreichen. Aber er ist eigentlich eh auch eher in Kickboxer und Stefan Struve ist ein Gegner, den man ausknocken kann. Das liegt auch daran, dass er bis heute seine Reichweite nicht richtig nutzen kann, aber ich glaube nicht, dass Daniel O. das auch richtig ausnutzen kann. Ich würde auf Struve tippen, bin mir aber auch nicht sicher. Auf jeden Fall nicht meine Lieblings-Ansetzung.
Tipp: Stefan Struve

thatdamngood: Dieser Fight ist sicherlich derjenige, auf den ich mich, bei dem ganzen PPV am wenigsten freue. Trotzdem heißt das nicht, dass ich gar keine Vorfreude empfinde, die anderen Kämpfe interessieren mich schlichtweg mehr. Während die drei Fights über diesem ehr ausgelichen sind, haben wir hier einen Fight mit realtiv klaren Vorzeichen, auch wenn das in der Heavyweight Division nicht so ganz viel zu sagen hat. Stefan Struve ist mit seinen 213 cm der längste Kämpfer in der Geschichte der UFC und für seine gewaltigen Ausmaße wirklich beweglich und ein ernstzunehmender Heavyweight. Leider reicht das noch lange nicht um ganz oben in der Division mitkämpfen zu können, aber mit seinen 28 Jahren hat er noch die Möglichkeiten sich auf allen Ebenen zu verbessern. Speziell die Art und Weise wie er seine gewaltige Reichweite eben noch nicht ausnutzt verhindert, dass er zu den ganz großen in der UFC gehört. Diesen gewaltigen Vorteil müsste er viel besser ausnutzen und wenn er es dann noch schafft eine bessere Takedown Defense zu entwickeln, dann steht einem Aufstieg bis weit nach oben nicht mehr viel im Wege. Doch genau diese Verbesserungen müssen auch noch eintreten, sonst wird das definitiv nichts mit einem Titelkampf, geschweige denn einem Titel Run. Dieser Kampf gegen Omielanczuk soll natürlich dazu dienen ihn aufzubauen und bald in einen höherklassigen Fight zu stecken. Dass dieser Plan aufgeht, halte ich für nicht ganz unwahrscheinlich, auch wenn in dieser Gewichtsklasse natürlich nur ein guter Treffer reicht, um alles auf den Kopf zu stellen. Trotzdem sehe ich in dem Polen keinen Gegner, der zu mehr das Potential hat, als zu einem Aufbaugegner für aufstrebende Heavyweights. Er ist zwar kein schlechter Grappler und wurde auch noch nie gefinisht, aber gerade einmal 3 KOs in 26 Fights sind für einen Heavyweight einfach zu wenig. Insgesamt ist er halt auch nirgendwo anders wirklich gut und damit schafft man es auch, in der sicherlich nicht so ganz hochklassigen Heavyweight Division, nicht nach vorne. Ich könnte mir hier gut einen Decision Win für Struve vorstellen, der für ihn wirklich wichtig wäre, denn wenn nicht langsam sein Weg Richtung Spitze führt, droht seine Karriere arg zu stocken.
Tipp: Stefan Struve via Decision.
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Light Heavyweight bout
Ovince St. Preux vs. Jimi Manuwa

StableGuy: Achja, die Light Heavyweight Division nach den Big 4, das ist ja auch so eine Geschichte für sich! Wenn man ehrlich ist, dann ist das hier das Duell um den Titel „Best Of The Rest“ in der Light Heavyweight Division, denn wenn auch St. Preux und Manuwa einiges an Qualität mitbringen, wird keiner von beiden in seiner Karriere auch nur einen Titelkampf in dieser Division sehen. Cormier, Jones, Johnson und Gustafsson, das nennt sich wohl eine geschlossene Gesellschaft und irgendwo an der Tür steht aktuell St. Preux als die Nummer 5 in den Rankings, klopft mit einem Sieg gegen Manuwa mal an die Tür, aber dann schaut beispielsweise Jon Jones raus und verpasst ihm eine und schon ist die Tür wieder zu. So geschehen bei St. Preux’s letztem Fight bei UFC 197 gegen eben jenen Jon Jones. Gleiches Szenario gilt im übrigen auch für Jimi Manuwa, sollte er hier den Sieg holen, wovon ich aber nicht ausgehe. Ich sehe St. Preux, wenn auch nur via Decision vorne, und gratuliere ihm, denn er verteidigt Platz 5 in den Rankings und den Titel „Best Of The Rest“.
Tipp: Ovince St. Preux via Unanimous Decision.

Revolvermaul: Ein weitere Kampf auf Augenhöhe möge man sagen. Hier gehe ich auch zum ersten Mal soweit und sage das es nach 3 Runden keinen klaren Sieger geben wird. Zumindest wenn Saint Preux nicht in die Falle läuft einen KO zu kassieren denke ich das er am Ende durch Entscheidung gewinnen wird.
Tipp: Ovince St. Preux via Decision.

Hurricane: OSP sehe ich wirklich gerne. Interessanter Mann, der aber zuletzt etwas aus dem Tritt kam. Siege über Rua, Cummins und Cavalcante stehen Niederlagen gegen Jones, Glover und Bader gegenüber. Er hat Talent, er kann blitzschnell den Knockout holen oder auch die volle Distanz gehen. Leider zeigt er mMn zu selten sein volles Potential. Gegen Jones kurzfristig eingesprungen und trotz gebrochener Hand einen guten Gegner abgegeben. Das kann nicht jeder. Dennoch muss er dringend gewinnen, wenn er in der Division noch mal was holen will. Manuwa hat vor der UFC alles gewonnen. Dann auch dort zu Beginn überzeugt. Zuletzt aber ebenfalls an starken Gegnern gescheitert. Gustafsson und Johnson waren hier beide zu stark für ihn. Dazwischen gegen Blachowicz hat er mir aber ganz gut gefallen. Ist eigentlich ähnlich wie bei OSP. Der Kerl kann was, er hat zuletzt aber nicht immer alles zeigen können. Gerade die Top Guys der Division scheinen aktuell zu stark. Ich halte ihn für einen soliden Top 10-Fighter aber mehr wird wohl nicht mehr drin sein. Da ich bei OSP einfach mehr Potential sehe und ihn einfach auch mag, geht mein Tipp hier in Richtung OSP. Fest steht: Der Fight sollte lustig werden. Beide haben Power, das kann richtig scheppern. OSP hat vielleicht nicht die beste Technik, aber er findet einfach immer wieder auch unorthodoxe Methoden. Beim Wrestling gebe ich OSP den Vorteil, im Stand hat Manuwa wohl mehr Möglichkeiten. Dennoch erwischt OSP ihn einmal auf dem falschen Fuß.
Tipp: Ovince St. Preux via (T)KO in der zweiten Runde.

Alex aus Sachsen: In der Light Heavyweight Division treffen mit Ovince Saint Preux aus Haiti und Jimi Manuwa aus England zwei der besten internationalen Light Heavyweights aufeinander. Manuwa ist ein richtig guter Kickboxer, sehr stark und hat einen guten Körperbau. „OSP“ ist der bessere Allrounder, er ist besser am Boden, hat ebenfalls viel Muskelmasse, er kann Takedowns gut abwehren (was er gegen Jimi Manuwa) aber nicht braucht und er kann auch einen Punch einstecken. Außerdem hat er viel Ausdauer, da er in vielen 5 Runden Kämpfen war. Aber ich glaube Manuwa wird es mit seinem Kickboxen, seiner Power und den Hometown-Fans gegen den Favoriten Ovince Saint Preux schaffen. Ich tippe also auf den Underdog Jimi Manuwa.
Tipp: Jimi Manuwa

thatdamngood: Auch dieser Fight verspricht wieder eine große Menge Aktion und auch hier würde ich mich nicht wundern wenn wir einen KO oder TKO zu sehen bekommen. Mit OSP und Jimmy Manuwa treffen nicht nur zwei Kämpfer mit viel KO Power aufeinander, sondern auch zwei Light Heavyweights, die nach jeweils einer Niederlage zurück in die Spur finden wollen. Auf den ersten Blick ähneln sich beide stark, doch bei genauerer Betrachtung lassen sich auch Unterschiede festmachen. Manuwa ist derjenige, der seine Punching Power mit dem technisch besseren Striking verbindet, während OSP intuitiver und unorthodoxer agiert und zudem nochmal ein bisschen mehr Kraft in seinen Schlägen hat. Insgesamt sehe ich OSP eine klein bisschen vorne, da er mir speziell in seinen letzten Fights eine starke Reifung hingelegt hat, von jemanden, der zu eindimensional und damit ausrechenbar kämpft, zu jemandem, der mit Jon Jones über 5 Runden geht und trotz Unterlegenheit nicht untergeht und dies zudem mit einem gebrochenen Arm bewerkstelligt. Auch seine Stand Up Defensive sehe ich stärker als die von Manuwa, was speziell bei dieser Ansetzung wichtig ist.
Tipp: Ovince St. Preux via (T)KO in der ersten Runde.
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Middleweight bout
Vitor Belfort vs. Gegard Mousasi

StableGuy: Ein wahrlich interessantes Duell bringt der Co-Main Event der Show mit sich. Gegard Mousasi ist für mich einer der am meisten unterschätzten Fighter in der Middleweigt Division. Durch sein starkes Judo und gleichzeitig aber auch richtig gutes Kickboxen besitzt er zwei echte Stärken in seinen Fights und ich traue ihm im Zweifelsfall gegen jeden Fighter der Division einen Sieg zu, auch wenn er sich bei Kalibern wie Chris Weidman, Luke Rockhold und Jacare Souza zweifelsfrei strecken muss. Mit Vitor Belfort hat er hier dann aber den perfekten Gegner, der genau an der Grenze des aktuell wirklich machbaren für ihn liegt. Natürlich ist Belfort einer der großen Namen dieses Sportes und immer in der Lage seine Gegner auszuknocken, aber in diesem Fall sehe ich Mousasi vorne, auch wenn es nur ein Gefühl ist. Sportlich gesehen kann das hier aber ganz großes Kino werden, weswegen ich sehr gespannt bin.
Tipp: Gegard Mousasi via (T)KO.

Revolvermaul: Belfort wird wie der Sturm auf Mousasi losgehen und die ersten Minuten werden definitiv ihm gehören! Jedoch ist Mousasi gut in Sachen Foot work und kann den Gegner gut auf Distanz halten und gleichzeitig gezielt treffen. Es wird sehr spannend diesen Kampf zu verfolgen und er ist zu Recht der Co Main Event! Am Ende sehe ich Mousasi durch Entscheidung vorne.
Tipp: Gegard Mousasi via Decision.

Hurricane: Belfort ist natürlich so eine Sache. Hat Leute wie Bisping und Hendo geschlagen. Hat fast nur gegen die ganz großen verloren (Jacaré, Weidman, Jones, Overeem, Silva). Unfassbare Karriere. Aber eben auch der ein oder andere Verdacht bzw. positive Dopingtest. An sich ist er einer der besten Fighter aller Zeiten. Dennoch kann ich bei ihm irgendwie nicht mehr so richtig mitfiebern. Mousasi ist ebenfalls erfahren und hat auf dem Papier eine starke Statistik (39-6-2). Wenn man aber nur die UFC-Fights ansieht, ist er bei 6-3. Niederlagen gegen Hall (talentiert aber mega unkonstant), Jaceré Souza (ok, kann man verlieren) und Lyoto Machida (einer meiner Favoriten). Beide haben gegen wirklich starke Gegner Probleme. Jacaré hat beide erst geschlagen. Belfort ist zudem 39 und wird sicher nicht mehr lange dabei sein. Daher bräuchte Mousasi den Sieg auch insofern mehr, dass er beweisen muss, auch in der UFC ein ernsthafter Contender zu sein. Titel in anderen Promotions hat er, in der UFC fehlt ihm so das letzte bisschen, um an die Spitze zu kommen. Mit einem Sieg über Belfort, der zwar mittlerweile mehr von seinem Namen zehrt, würde Mousasi dennoch einen Sprung machen. Ich denke auch, er ist aktuell einfach besser und wenn der Fight mal in Runde 2, 3 kommt, sollte Mousasi das Ding machen. Belfort ist natürlich nicht umsonst das „Phenom“. Wenn er Blut leckt, zerlegt er Mousasi. Selbst mit 39 wird er immer noch explodieren, wenn er merkt, der Gegner hat Probleme. Mousasi lauert und wirkt immer ein wenig zurückhaltend. Beide hätten eh schon mal gegeneinander kämpfen sollen, nun ist es also soweit. Wenn Vitor nicht früh einen Wirkungstreffer landet, denke ich, dass Mousasi’s Ansatz hier wirkungsvoller ist.
Tipp: Gegard Mousasi via Decision.

Alex aus Sachsen: Im Co-Main Event gibt es eine spannende Ansetzunge im Middleweight. Der Iraner Gegard Mousasi kämpft gegen den Brasilianer Vitor Belfort. Hier treffer also frühere Light Heavyweight Champions von Strikeforce und der UFC aufeinander. Mousasi konnte seine letzten beiden Kämpfe gewinnen (gegen Thales Leites und Thiago Santos). Damit hat er zuletzt also schon gegen Brasilianer gut ausgesehen, kann er jetzt einen dritten zu dieser Serie hinzufügen? Belfort konnte zuletzt Dan Henderson besiegen, bevor er im Mai gegen Jacare verlor. Hier treffern zwei sehr verschiedene Arten von Striker aufeinander: Mousasi ist genauer und hat deutlich mehr Output, Belfort ist dagegen ein Power-Puncher. Mousasi hat einen kleinen Vorteil in der Größe und Reichweite. Wie schon im Main Event hat der Power-Puncher hier eben nur eine Chance, wenn er einen heftigen Treffer landet. Vitor Belfort macht in seinen Kämpfen nicht viel, er wartet quasi auf die perfekte Chance um einen Kick zu landen. Viel mehr macht er aber nicht. Doch Mousasi wird ich nicht so einfach treffen lassen. Er bleibt auf Distanz und landet seine Treffer. Am Boden halte ich Gegard Mousasi für überlegen und ich setzte auch auf ihn.
Tipp: Gegard Mousasi

thatdamngood: Im Co-Main Event des PPV haben wir einen Kampf auf den ich mich ganz besonders freue. Vitor Belfort trifft auf Gegard Mousasi und die Vorzeichen könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Mousasi endlich den Sprung nach ganz oben schaffen möchte, kämpft Belfort darum, nicht in einen großen Abwärtstrend zu geraten. Belfort ist ein Veteran der allersten MMA Stunde und für sein spektakuläres Stand Up Game bekannt. Wahrscheinlich gibt es niemanden mit mehr grandiosen KOs als The Phenom. Doch auch Vitor ist nicht mehr der jüngste und mit seinen 39 Jahren spürt man die Effekte des Alterns und einer langen MMA Karriere. Seine Ausdauer ist nicht mehr so gut wie früher, die Power in seinen Schlägen und Tritten hat ein bisschen abgenommen und sein Kinn gehört sicher auch nicht mehr zu den besten der Division. Trotzdem ist er in der Lage jederzeit einen Top Contender in der Middleweight Division zu finishen und auch seine Submission Fähigkeiten sind nicht zu vernachlässigen. Ihm gegenüber steht mit Gegard Mousasi jemand, den viele für einen zukünftigen Titelträger halten. Niemand kann dem gebürtigen Iraner eine ganze Wagenladung an Talent absprechen, trotzdem hat er es bis jetzt noch nicht geschafft den endgültigen Durchbruch in der UFC zu landen. Woran das genau liegt mag eigentlich niemand so genau zu sagen, aber in den entscheidenden Fights, die ihn in die obersten Regionen befördert hätten, hat es für den Niederländer dann meist eine Niederlage gesetzt. So zuletzt gegen Uriah Hall, gegen den er durch eine kleine Unachtsamkeit, per TKO verloren hat. Das ist wirklich ärgerlich für ihn, denn bei Mousasi handelt es sich um einen unglaublich vielseitigen Fighter, der ein technisch herausragendes Boxing besitzt und 12 Submission Wins zeigen, dass er auch auf dem Boden eine absolute Match ist. Zudem ist er mit gerade einmal 31 Jahren aber einem MMA Rekord von 39-6-2 unfassbar reich an Erfahrung. Alles spricht für eine wirklich erfolgreiche Zukunft, aber wird er es auch schaffen endlich alle diese guten Voraussetzungen in Erfolge umzumünzen? Diese Frage lässt sich nur im Octagon beantworten und deshalb wird das Samstag Nacht ein richtig spannender Fight! Ich persönlich sehe auf Grund des geringeren Alters, seines technisch besseren Strikings und der größeren Ausdauer Mousasi vorne. Trotzdem muss er immer auf der Hut sein und darf sich keine Unachtsamkeiten wie gegen Hall erlauben, denn dann ist Belfort sofort da und wird ihn ausknocken.
Tipp: Gegard Mousasi via (T)KO in der zweiten Runde.
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Middleweight bout
UFC Middleweight Championship
Michael Bisping (c) vs. Dan Henderson

StableGuy: Wer mir vor einem Jahr gesagt hätte, dass wir in dieser so stark besetzten Middleweight Division einen UFC Pay-Per-View Main Event zwischen Michael Bisping und Dan Henderson um den Titel zu sehen bekommen, dem hätte ich wahrscheinlich für verrückt erklärt. Gut, ich habe mich damit abgefunden, dass im Jahr 2016 vieles passieren kann, gerade im MMA, aber dennoch war der Titelgewinn von Michael Bisping eine riesige Überraschung, wenn auch keineswegs unverdient. Hendo hingegen ist mit seinen 46 Jahren schon relativ weit über seinem Zenit, aber steht hier dennoch im Titelkampf, da er zuletzt Hector Lombard auf sehr beeindruckende Art und Weise besiegen konnte. Dennoch ist er in der Position des Contenders ein bisschen fragwürdig, hätte man doch u.a. mit Chris Weidman und Jacare Souza weitaus verdientere Herausforderer. Ich verstehe die Ansetzung, da man so ein großes Rematch zeigen kann, nachdem das erste Duell der Beiden bei UFC 100 aufgrund des Knockouts von Hendo in die Annalen einging. Dennoch bleibe ich dabei, dass es aus rein sportlicher Sicht bessere Möglichkeiten gegeben hätte. Damit möchte ich aber nicht sagen, dass ich Hendo chancenlos sehe. Ganz im Gegenteil, denn seine legendäre H-Bomb kann jederzeit explodieren und wenn er die gegen Bisping durchbringt, dann haben wir ganz schnell einen 46-jährigen Champion im Octagon stehen. Dennoch gehe ich in meinem Tipp mit Bisping, der über die Distanz mehr Kräfte haben wird, dazu noch das frenetische Publikum in Manchester im Rücken. Es gibt eine Titelverteidigung!
Tipp: Michael Bisping via Unanimous Decision.

Revolvermaul: Der Main Event wird einen größeren Namen haben als der Kampf selber, dennoch wird er spannend zu verfolgen sein einfach aus dem Grund weil die beiden eine Vorgeschichte miteinander oder eher gesagt gegeneinander haben. Meiner Meinung nach wird der Kampf aber schnell enden und Bisping wird seine Rache bekommen. Henderson ist mittlerweile zu alt und Bisping hat einen “ Chip on the shoulder“ wie die Amis das so gerne sagen.
Tipp: Michael Bisping via (T)KO in der zweiten Runde.

Hurricane: Man kann von Bisping halten, was man will, aber er ist unterhaltsam. Ich persönlich mag Fighter mit Ecken und Kanten. Ich finde ihn sogar sehr geil. Nicht unbedingt ein Ausnahmeathlet, aber er hat sich in meinen Augen den Belt sogar irgendwo verdient. Er hat auf’s Maul bekommen und ist immer wieder zurückgekommen. Er hat vielleicht nicht die Power von Hendo, kann aber durchaus den Knockout landen – man frage mal Luke Rockhold -, und ist kein Typ wie Diaz, der einen Fight durch seine unendliche Ausdauer beherrschen kann. Er ist ein wirklich guter Allrounder für mich. Dazu kommt jetzt mit Henderson ein Gegner, der spannender nicht sein könnte. Zweiter Fight gegeneinander. Nach dem üblen Knockout mit Nachschlag in Fight 1. Um den Titel. In England. In Hendos wohl letzten Fight. Hollywood, übernehmen sie. Das kann man kaum besser schreiben. Bisping will sich den KO zurückholen und würde liebend gerne ebenfalls noch einen Punch danach setzen. Hendo würde gerne eine letzte H-Bomb durchziehen und mit dem Titel in Rente gehen. Ich gönne es irgendwie beiden, aber da es Hendo’s großes Finale ist und er mit einem Titel seine Karriere krönen würde, gehe ich hier sympathietechnisch fast mit Hendo. Obwohl ich Bisping wie gesagt mag. Er ist ein Großmaul, aber eben auch kein schlechter Fighter. Es wird laut, es wird heiß, ich hoffe, die Crowd geht gut mit. Dann haben wir einen unfassbaren Main Event. Ich tippe eigentlich auf Bisping, aber dieses mal setzt sich mein Faible für die große Show durch.
Tipp: Dan Henderson via (T)KO – mit der H-Bomb – in der vierten Runde.

Alex aus Sachsen: Nach vielen Jahren ist die UFC endlich für ein PPV-Event in England zurück und es gibt natürlich keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, denn bei UFC 199 konnte Michael Bisping den UFC Middleweight Titel gewinnen und damit der erste britische UFC-Champion überhaupt werden. Nun darf er seinen Titel in seiner Heimatstadt Manchester verteidigen. Sein Gegner hat jedoch viele überrascht oder verärgert. Es ist Dan Henderson, der seit 2013 nur 3 von 9 UFC-kämpfen gewonnen hat. Aber warum bekommt er jetzt seinen Titelkampf? Es gibt dafür mehr Gründe als man denken könne, mir fallen 4 Stück ein. 1) Es gibt eine Vorgeschichte zwischen beiden, denn „Hendo“ konnte Bisping auf der Main Card von UFC 100 ausknocken. Es war ein Knockout, der noch jetzt im Gedächtnis vieler UFC-Fans ist. Bisping möchte sich nun dafür rächen und Henderson besiegen. 2) Der Kampf ist sehr wahrscheinlich der letzte Kampf der MMA-Karriere von Dan Henderson. Er ist bereits 46 Jahre alt und war wohl einer der erfolgreichsten MMA-Kämpfer aller Zeiten. Einen Abschied mit einem Titelkampf hat er sich verdient. 3) Dan Henderson steht für Action. Wenn die UFC einen Gegner für Bisping wollte, der einen spannenden und actionreichen Kampf für die Fans bringt, dann ist Dan Henderson der richtige. Sein letzter Sieg war ein epischer Knockout mit einem Ellbow gegen Hector Lombard, der die ganze MMA-Welt begeistert hat. 4) Zuletzt gibt es bei allen anderen potentiellen Herausforderern Gründe warum sie keinen Titelkampf erhalten sollte: Luke Rockholdhat gerade erst durch KO in der ersten Runde gegen Bisping verloren, Chris Weidman hat zuletzt gegen Luke Rockhold verloren, Jacare Souza hat gerade erst gegen Yoel Romero verloren und Yoel Romero selbst hatte gerade erst Probleme mit einer Dopingsperre und einer unklaren Situation. Damit kann Dan Henderson also die Gunst der Stunde nutzen und um den UFC Middleweight Titel kämpfen. Erst muss man natürlich sagen, dass Henderson alt geworden ist. Er ist immer noch gut, aber längst nicht mehr so gut wie früher. Seit ihren ersten Kampf ist Henderson schlechter geworden und Bisping besser. Außerdem hat Bisping den Vorteil zu Hause zu kämpfen. Gerade gegen Anderson Silva haben wir gesehen wie ihm das hilft und dass er da auch mal über sich hinauswächst. Er hat nicht zufällig einen 18-0 Rekord in MMA-Kämpfen im Vereinigten Königreich. Aber Henderson hat immer den Vorteil, dass er immer seine heftige Power hat und das ihm auch hier vielleicht ein Treffer reicht um den Kampf zu beenden. Aber auch Henderson kann nicht mehr jeden Treffer einstecken. Ich setze auf Michael Bisping, Henderson hat aber natürlich die Chance einen Knockout zu landen.
Tipp: Michael Bisping

thatdamngood: Da in der Vorfeld über den sportlichen Sinn dieser Ansetzung schon so viel geredet wurde, werde ich mich hier beim Roundtable ausschließlich mit dem Match-Up, sprich den beiden Fightern beschäftigen, denn der eigentliche Kampf sollte trotz dieser Kontroverse nicht in den Hintergrund geraten. Im Main Event unseres heutigen PPVs treffen zwei absolute Veteranen des MMA Sports aufeinander. Während Michael Bisping im Jahre 2006 seinen ersten Auftritt im Octagon feierte, war Dan Henderson sogar schon 1998, als die Promotion noch in den Kinderschuhen steckte, das erste Mal im achteckigen Käfig unterwegs. Bei UFC 204 kreuzen sich ihre Wege nicht zum ersten, dafür aber wahrscheinlich zum letzten Mal und wir Fans sehen uns einer durchaus interessanten Paarung gegenüber. Dan Henderson ist für seine mittlerweile 46 Jahre in einer erstaunlich guten körperlichen Verfassung, trotzdem ist er nicht mehr so schnell wie früher und auch sein Kardio wird sich nicht dem natürlichen Lauf der Dinge entziehen können. Wovor aber noch jeder Gegner Respekt haben sollte, ist seine gefürchtete H-Bomb, mit der er so manchen Fighter ins Land der Träume geschickt hat. Die Kraft die er mit seiner Rechten erzeugen kann, ist wirklich außergewöhnlich und wenn er es schafft einmal in diesem Fight diese vernünftig durchzubringen, dann wird auch Michael Bisping KO gehen. Auch wenn er 16 KO Siege einfahren konnte, ist das Boxing von Dan Henderson technisch gesehen nicht besonders gut, hier lebt er mehr von seiner Kraft und seinem guten früher mal guten Kinn, um in wilden Schlagabtäuschen den Sieg davonzutragen. Sobald es gegen technisch gute Striker geht, hat Hendo zumeist Probleme, so verlor u.a. gegen Machida, Belfort und Mousasi. Für Michael Bisping wird es wichtig sein, den Fight ruhig zu halten und sich auf kein Slugfest mit Henderson einzulassen. Sein Striking ist technisch besser und insbesondere sein Footwork hat mir in den letzten Kämpfen sehr gut gefallen. Insgesamt muss ich sagen, dass ich wirklich überrascht davon bin, wie gut Bisping in diesem fortgeschrittenen Stadium seiner Karriere noch geworden ist. Er hat sich über die letzten Jahre kontinuierlich verbessert und auch wenn sein Sieg gegen Rockhold, der ihm den Titel eingebracht hat, etwas überraschend kam, kann man ihm den Erfolg einen wirklich starken Champion auszuknocken, nicht absprechen. Ich denke, dass dieser Kampf nicht über die volle Distanz gehen wird. Entweder wird Hendo es schaffen, frühzeitig den KO zu landen, oder Bisping wird sich gut auf das Striking von Hendo eingestellt haben und dann wird er ihn Stück für Stück auseinandernehmen und schließlich in Runde 3-4 finishen. Da Bisping jünger ist und mittlerweile auch wirklich souverän fightet, rechne ich mit einem Sieg des Britten, der somit die Fans glücklich nach Hause schicken dürfte!
Tipp: Michael Bisping via TKO in der dritten Runde.
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Fazit zur Fightcard

StableGuy: Das Fazit zu diesem Pay-Per-View fällt mir in diesem Fall dann doch ein bisschen schwer. Wenn ich ganz böse bin, dann muss ich der Main Card attestieren, dass kein Fight dabei ist, der mich zu 100% vom Hocker haut. Belfort vs. Mousasi könnte hier noch aus sportlicher Sicht das spannendste Duell werden, während der Rest der Card auch da nicht glänzen kann. Der Main Event hat sicherlich das Potenzial großes Kino zu werden, egal ob nun Bisping in seiner Heimat verteidigt oder Hendo noch einmal eine H-Bomb auspackt und sich zum Karriereende (?) das große Gold holt. Auf den Auftritt von Mirsad Bektic bin ich noch sehr gespannt, während Struve vs. Omielanczuk und St. Preux vs. Manuwa wahrlich nicht das Gelbe vom Ei sind. Letztendlich ist das nach den Monster-Cards der letzten Monate eine doch schwächere Main Card, bei der ich mir wohl nur die Rosinen rauspicken werde.

Revolvermaul: UFC 204 scheint in Ordnung zu sein, aber wirkt im Gegensatz zu UFC 203 etwas schwacher geschmückt. Nicht von den Kämpfern sondern von den Namen her und genau deswegen wird es vielleicht weniger Zuschauer erzielen und hat nicht so viel Hype bis auf den Main Event, dennoch wird es 2-3 hoffentlich starke und spannende Kämpfe geben! Vielen Dank fürs lesen und mein Dank gilt auch Buwistick der dafür gesorgt hat das hier meine Meinungen kundgeben darf. Euch noch viel Spaß beim Event!

Hurricane: Lustige Card, hat was von einem Film. Mousasi und Belfort hätten sich bereits vor Jahren treffen müssen. Hendo vs. Bisping ist eine Story für sich und man hat mit OSP vs. Manuwa einen hard-hitting-Fight, der absolut Fight-of-the-Night-Potential hat. Dazu ist Struve auf der Card. Dennoch ist natürlich mit UFC 205 das absolute Mega-Event vor der Türe und das ist schade. Alles redet bereits über McGregor und Co. Nicht falsch verstehen, 205 müsste episch werden, wenn alle gesund bleiben. Aber vom Aufbau und der Story haben wir hier bei 204 das bessere Event. Egal wie der Main Event ausgeht, es dürfte emotional werden. Gewinnt Bisping in der Heimat, hat er seine Revanche und schickt Hendo in Rente. Andersrum wäre es natürlich ein Schocker, wenn der Oldie den Champ in seinem Land besiegt und mit dem Titel in Rente geht. Jede Konstellation sorgt fast für Gänsehaut bei mir. Dazu kommen noch ganz gute Prelims, wenngleich natürlich nicht so besetzt wie bspw. die von 205. Aber ich freue mich hier auf Bektic, Struve und die beiden Fights vor dem Main Event. Dazu eben die Hollywoodreife Geschichte zu Bisping vs. Henderson 2. Zurücklehnen und genießen, ich bin heiß wie Frittenfett!

Alex aus Sachsen: Die Main Card von UFC 204 ließt sich auf jeden Fall gut. Bis auf den Heavyweight-Kampf freue ich mich auf jeden Kampf der Main Card. Auch für die Prelims möchte ich noch kurz Werbung machen. Mike Perry vs. Danny Roberts und Leon Edwards vs. Albert Tumenov sind richtig gute Ansetzungen. Außerdem gibt Marc Diakiese sein UFC-Debüt. Er ist eines der besten europäischen Talente und hat es mit seinen Punches und seiner Power sogar in meine Kolumne „Prospect Watch“ geschafft. Wenn ihr also immer noch nicht genug von den UFC habt, dann klickt doch mal hier, da könnt ihr auch noch einen Breakdown von Marc Diakiese finden: https://board.wrestling-infos.de/showthread.php?t=38633&p=835381#post835381 Viel Spaß euch allem mit dem Event!

thatdamngood: Auch wenn die Card nicht so stark ist wie die vergangener PPVs freue ich mich wirklich auf das Event, denn viele Kämpfe sind wirklich ausgeglichen und zudem könnte es tatsächlich mal sein, dass wir keine einzige Decision sehen, auch wenn ich im Heavyweight Bout auf eine solche getippt hab, hier ist aber auch ein vorzeitiges Ende möglich. Die Engländer werden sicher gut Stimmung machen und deshalb sehe ich keinen Grund warum das nicht ein unterhaltsamer PPV werden sollte.
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Buwistick: Ich hoffe, euch hat der Roundtable gefallen. Wir von Wrestling-Infos.de wünschen euch viel Spaß beim Event und hoffen natürlich, dass wir auf eure Meinung nach dem PPV zählen können. Ein Dank geht noch mal an die Writer StableGuy, Revolvermaul, Hurricane, Alex aus Sachsen und thatdamngood.

Diskutiert HIER mit vielen anderen UFC Fans über den Roundtable! KLICK!!!





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