Die UFC 200 Woche bei W-I.de: Tag 3 – UFC Hall of Fame Special

06.07.16, von Benjamin "Cruncher" Jung

Mit Sicherheit habt ihr schon mal etwas von unserer großen WrestleMania Woche auf Wrestling-Infos.de gehört, die wir euch jedes Jahr in den Tagen vor dem Super Bowl des Pro Wrestlings präsentieren. Dies möchten wir in diesem Jahr erstmals auch mit der größten UFC Veranstaltung tun. So erwarten euch nämlich in den nächsten Tagen viele tolle Specials wie Podcasts, Roundtables, Infotexte und vieles Mehr auf dem Weg zu UFC 200 am kommenden Samstag. Brock Lesnar ist jetzt schon ganz heiß auf das Event, immerhin wird er es mit Mark Hunt zu tun bekommen. Falls ihr es noch nicht seid, dann legen wir euch unsere UFC 200 Woche ans Herz. Falls ihr es doch seid, dann natürlich auch.

Tag 3 – UFC Hall of Fame Special

Einleitung

Die Einführung in die Ruhmeshalle ist in jedem Sport etwas Besonderes und für die meisten Sportler auch das Ziel, wenn sie im Profisport eintreten. Eine Einführung in die Hall of Fame beweist, dass der- oder diejenige eine Menge im Sport geleistet hat und zu den größten seiner Kategorie gehört. Ob in der WWE, der NBA oder jeder anderen Sportart: Die Mitglieder der jeweiligen Hall of Fame gehören zu den größten Legenden und gelten als Unsterblich.

Auch im MMA Sport gibt es selbstverständlich eine Ruhmeshalle. Die größte MMA Promotion des Sports die Ultimate Fighting Championship (UFC) hat hierbei jedoch eine eigene Hall of Fame, der schon einige wichtige Akteure der UFC beigetreten sind. Als Erstes wurden Royce Gracie und Ken Shamrock im Jahr 2003 eingeführt. Beide revolutionierten den Sport und lieferten sich einige packende Duelle. Vor allem Gracie gilt als größte Legende der Anfangsjahre der UFC. Mit seinem hervorragenden BJJ besiegte er all seine Gegner in den ersten Kämpfen der Promotion. Bis heute gelten seine drei Turniersiege und elf Submissionerfolge als die meisten in der UFC Geschichte.

Die UFC Hall of Fame galt jedoch lange nicht als sehr prestigevoll. Legenden der Company wurden bloß in sehr unregelmäßigen Abständen eingeführt und es schien, als ob die UFC sich selber nicht zu sehr um die Hall of Fame kümmern würde. Dies änderte sich jedoch im vergangenen Jahr, als UFC Präsident Dana White verkündete, dass es im Laufe der International Fight Week ab sofort jährlich neue Einführungen in die Ruhmeshalle geben wird. Außerdem führte er auch verschiedene Bereiche ein, die für bestimme Fighter und Akteure außerhalb des Octagons bestimmt sind.

Man kündigte auch an, dass man ein spezielles Gebäude erbauen wird, welches bloß für die Hall of Fame bestimmt sein wird. Die diesjährige Hall of Fame wird am 10. Juli stattfinden, also ein Tag nach dem historischen Event UFC 200. An diesem Tag werden gleich fünf weitere Männer in die Ruhmeshalle eingeführt. Wir werden euch nun einen Überblick über die verschiedenen Bereiche der Ruhmeshalle verschaffen und ein wenig über die eingeführten Kämpfer und Offizielle schreiben. Viel Spaß beim Lesen!

Pioneer Wing

In diesem Jahr werden gleich zwei Kämpfe in diesem Bereich der Ruhmeshalle eingeführt. Doch bevor wir zu den beiden Legenden kommen, schauen wir uns erst einmal die Kriterien für eine Einführung in die Pioneer Wing an: Um in diesen Bereich der UFC Hall of Fame eingeführt zu werden, muss der jeweilige Fighter seine professionelle Karriere mindestens vor dem 17. November 2000 begonnen haben und zum Zeitpunkt der Zeremonie mindestens 35 Jahre alt sein. Des Weiteren muss der Kämpfer, der eingeführt wird, seine aktive Profikarriere für beendet erklärt haben.

Dies waren auch schon alle Kriterien für eine Einführung. Natürlich muss man auch noch eine Menge für den Sport geleistet haben, allerdings sollte dies für jemanden, der in eine Hall of Fame eingeführt wird, selbstverständlich sein. Bislang wurden insgesamt zehn Leute in dieser Kategorie eingeführt, wobei der Niederländer Bas Rutten, der im vergangenen Jahr in die Hall of Fame eingeführt wurde, der erste Fighter war, der offiziell in die Pioneer Wing eingeführt wurde. Zuvor gab es keine verschiedenen Kategorien für die eingeführten Kämpfer. Im Pioneer Wing vertreten sind momentan: Royce Gracie, Ken Shamrock, Dan Severn, Randy Couture, Mark Coleman, Chuck Liddell, Matt Hughes, Tito Ortiz, Pat Miletich und Bas Rutten

Antonio Rodrigo Nogueira

Der erste Fighter, der neu eingeführt wird, ist niemand geringeres als Antônio Rodrigo Nogueira. Der Brasilianer gilt bis heute als eines der besten Heavyweights der MMA Geschichte und ist der einzige Fighter in der MMA Geschichte, der sowohl bei PRIDE, als auch bei der UFC einen Titel gewinnen konnte. Seine Karriere begann er im Jahr 1999. Schon sehr schnell konnte er sich etablieren und kämpfte in seinem fünften Profikampf, der sieben Monate nach seinem Debüt stattfand, gegen Jeremy Horn, der bereits bei der UFC um einen Titel kämpfte. Nogueira besiegte Horn und gewann die WEF Heavyweight Superfight Championship. Nur wenige Tage später erfolgte dann seine erste Niederlage. “Minotauro” unterlag der amerikanischen MMA Legende Dan Henderson via Split Decision. Doch nach dieser Niederlage fing sein Aufstieg in die Elite erst richtig an.

So gewann der Brasilianer im nächsten Jahr das King of Kings Turnier, woraufhin er von der japanischen Promotion PRIDE entdeckt wurde, die damals als größte MMA Promotion der Welt galt. Seine ersten beiden Kämpfe konnte “Big Nog” gleich via Submission gewinnen. Dabei besiegte er auch Mark Coleman, der bereits zwei UFC Turniere , den ersten PRIDE Grand Prix und die UFC Heavyweight Championship gewinnen konnte. Nogueira konnte in seinem nächsten Kampf die PRIDE Heavyweight Championship gewinnen, als er Heath Herrig via Unanimous Decision bezwang. Auch seine nächsten fünf Kämpfe konnte er jeweils via Stoppage für sich entscheiden und galt als bestes Schwergewicht auf der Welt. Unter anderem revanchierte er sich an Dan Henderson und egalisierte somit seine einzige Niederlage. Außerdem besiegte er Bob Sapp vor der größten MMA Crowd aller Zeiten in einem unvergessenen Kampf, wo Nogueira immer wieder Slams von seinem deutlich schwereren und kräftigeren Gegner einstecken musste. Am Ende war Nogueira’s Ground Game dann aber einfach zu gut für Sapp, wodurch der Brasilianer erneut unter Beweis stellte, dass hervorragende Technik monströser Power überlegen ist.

Noguiera schien wie gesagt unschlagbar zu sein und er ging als Favorit in seine erste Titelverteidigung. Sein Gegner lautete Fedor Emelianenko. Emelianenko galt zum damaligen Zeitpunkt zwar als gutes Schwergewicht, jedoch rechneten nur sehr wenige damit, dass er Nogueira besiegen könne. Die meisten Experten rechneten damit, dass der Russe früher oder später auch zur Aufgabe gezwungen wird. Der Kampf verlief jedoch anders. Emelianenko dominierte zur Überraschung der Fans den Kampf von der ersten Minute und besiegte Noguiera via Unanimous Decision. Damit verlor der Brasilianer seinen Titel und gleichzeitig den Status als bestes Heavyweight auf der Welt.

“Big Nog” erholte sich jedoch gut von der Niederlage. Er gewann seinen nächsten Kampf gegen den ehemaligen UFC Heavyweight Champion Ricco Rodriguez und in seinem kommenden Kampf holte er sich die Interims Heavyweight Championship. Dabei schlug er Mirko “Cro Cop” Filipovic via Submission. Im Anschluss plante PRIDE etwas Großes: Ein Turnier mit den besten Heavyweights auf der Welt!

Die japanische Promotion veranstaltete in der Vergangenheit bereits zwei große Grand Prixs, allerdings war der Hype niemals so groß wie bei diesem Mal. Zum ersten Mal trafen die besten Schwergewichte auf der Welt in einem Turnier aufeinander, um herauszufinden, wer wirklich die Nummer 1 ist. Das Teilnehmerfeld versprach unglaubliche Kämpfe. Unter anderem nahmen Kickboxlegenden Semmy Schilt und Stefan Leko, der Olympionike Naoyo Ogawa und die Elite der Heavyweight Division an dem Turnier teil. Darunter auch Mirko Filipovic, Sergei Kharitonov, Antonio Nogueira und der Mann, der Nogueira den PRIDE Titel abnehmen konnte Fedor Emelianenko.

Nogueira konnte seine ersten beiden Kämpfe des Turniers via Submission für sich entscheiden. Im Halbfinale erfolgte dann ein Decision Sieg über Sergei Kharitonov. Damit war er im Finale, wo sein Gegner schon wartete: Es war niemand geringeres als Fedor Emelianenko. Bei PRIDE Final Conflict 2004 fand das große Rematch zwischen dem Russen und dem Brasilianer statt. Hierbei ging es nicht nur um den prestigeträchtigen Turniersieg, sondern auch um die PRIDE Heavyweight Championship. Außerdem war jedem Experten und Fan klar, dass der Sieger des Kampfes auch das beste Heavyweight auf der Welt ist.

Der Fight war sehr ausgeglichen, allerdings ereignete sich nach knapp vier Minuten ein Unfall im Ring. Die beiden Kontrahenten kollidierten mit ihren Köpfen aneinander, was einen großes Cut bei Emelianenko verursachte. Nach langer Diskussion entschied man sich, den Kampf abzubrechen, ihn als No Contest zu werten und ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder nachzuholen. Das Rematch fand dann bei PRIDE Shockwave 2004 statt. Erneut ging es sowohl um den Turniersieg, als auch um die Undisputed PRIDE Heavyweight Championship. Wie auch schon beim ersten Kampf der beiden konnte Emelianenko seinen Gegner zum Großteil des Kampfes dominieren und sich eine Decision sichern. Damit gewann er das Turnier, die Trilogie, vereinigte den Schwergewichtstitel und bewies jedem, dass er das beste Heavweight der Welt ist.

Auch nach dieser Niederlage kehrte Noguiera stark zurück. Er gewann seine nächsten vier Kämpfe, nahm im Jahr 2006 dann erneut am PRIDE Heavyweight Grand Prix teil, wo er Josh Barnett jedoch im Halbfinale unterlag. Er besiegte Barnett wenige Monate später in einem Rematch jedoch. Daraufhin kaufte die UFC die japanische Promotion auf, wodurch Noguiera nun ein Teil des UFC Rosters war. Schon in seinem zweiten Kampf sicherte er sich die Interim Heavyweight Championship, als er den zweimaligen UFC Heavyweight Champion Tim Sylvia zur Aufgabe zwang. Den Titel verlor er im nächsten Kampf jedoch an Frank Mir, der Noguiera spektakulär KO schlagen konnte. Dies war die erste vorzeitige Niederlage in der Karriere des Brasilianers, der im Vorfeld des Kampfes mit gesundheitlichen Problemen kämpfen musste.

Bei UFC 102 kehrte Noguiera zu alter Form zurück und besiegte UFC Hall of Famer Randy Couture via Unanimous Decision in einem der besten Kämpfe des Jahres. Die nächsten Kämpfe waren für ihn ein Wechselbad der Gefühle. Zum einen musste er gegen Cain Velasquez seine zweite KO Niederlage seiner Karriere einstecken, jedoch kehrte er bei UFC 134 eindrucksvoll zurück und besiegte Brendan Schaub via KO in der ersten Runde vor seiner Heimatcrowd in Rio de Janeiro, Brasilien. Viele spekulierten schon, ob dies der Abschluss seiner Karriere ist, jedoch machte Nogueira weiter. Sein nächster Kampf war erneut eggen Frank Mir. Obwohl der Brasilianer Mir zunächst zu Boden schlagen konnte, konterte dieser einen Submissionversuch von Noguiera aus und setzte selber einen Kimura Lock an. “Big Nog” versuchte sich so lange wie möglich zu verteidigen, allerdings brach Mir ihm seinen Arm und wurde somit auch der erste Kämpfer, der Noguiera zur Aufgabe zwingen konnte. Die Submission gilt bis heute als einer der besten der MMA Geschichte.

Nach der vernichtenden Niederlage kehrte Nogueira ein Jahr später jedoch wieder zurück und besiegte Dave Herman via Submission. In seinen letzten drei Profikämpfen musste er sich wieder geschlagen geben. Dabei gab es die Schwergewichtsfackel Brasiliens an Fabricio Werdum weiter, der „Big Nog“ zur Aufgabe zwang und ein Jahr später Heavyweight Champion der UFC wurde. Gegen Roy Nelson wurde Nogueira ein drittes Mal in seiner Karriere ausgeknockt und seinen letzten Fight verlor er in seiner Heimatstadt gegen Stefan Struve. Dabei stellte er erneut unter Beweis, dass er einer der taffsten Kämpfer aller Zeiten ist. Im Anschluss verkündete er sein Karriereende. Insgesamt gewann er 34 seiner 46 Kämpfe und bestritt sieben Titelkämpfe, von denen er vier gewinnen konnte. Heute gilt er als Repräsentant seines Landes für die UFC.

Nogueira gilt bis heute als eines der besten Heavyweights aller Zeiten und war das erste Schwergewicht, das mit seinen Submissions seine Gegner dominieren konnte. Seine Trilogie gegen Fedor Emelianenko gilt bis heute legendär und in seiner Heimat wird es als Sportidol angesehen. Zusammen mit seinem Bruder leiten sie auch noch das berühmte Team Nogueira-Gym, bei dem auch Anderson Silva noch trainiert. Neben Noguiera wurde jedoch noch ein weiterer Fighter für die Pioneer Wing der Hall of Fame nominiert und dieser Mann hat eine Menge für den Sport geleistet und gilt als wahrer Pionier.

Don Frye

Don Frye zählt noch heute in Fankreisen zu den beliebtesten MMA Fightern aller Zeiten. Das hat eine Vielzahl von Gründen. Sicherlich ist hier an erster Stelle sein früher Erfolg in der UFC zu nennen. Insbesondere sein Kampfeswillen und seine legendären Kämpfe zu seiner Zeit bei PRIDE in Japan sollten aber für die Popularität des ausgebildeten Ringers verantwortlich sein. Selbstverständlich dürften aber auch sein Humor, sein Charisma und sein ikonisches Aussehen eine Rolle spielen, schließlich sorgen diese Attribute noch heute für eine Menge Interviewanfragen. Und wenn sich Tom Selleck jemals für eine Wiedergeburt von Magnum entscheiden sollte, könnte Frye als Stuntman oder alternativ gleich für den gesamten Dreh einspringen.

Während seiner Zeit im College lernte der damalige Ringer Frye bereits zwei seiner heutigen Hall of Fame Kollegen kennen: Dan Severn und Randy Couture. Severn war es auch, der ihn schließlich zum MMA Sport brachte. Nachdem Frye seinen alten Kumpel beim Ultimate Ultimate 1995 (UFC 7.5) Event begleitet hatte, entschloss er sich im darauffolgenden Jahr selbst, im Octagon anzutreten. Das UFC 8 Event markierte nicht nur seinen ersten Auftritt, sondern gleich eine ganze Reihe an Erfolgen für Frye. So gewann der damals bereits im Bodenkampf und im Stand versierte Kämpfer direkt das komplette Turnier und sorgte in der ersten Runde mit einem Knockout nach lediglich acht Sekunden für den Rekord für das schnellste Finish, der anschließend einige Jahre bestehen blieb. Darüber hinaus war er jeweils der erste Fighter in der UFC Geschichte, der drei Gegner in unter einer Minute besiegen, jeweils einen Gegner per Knockout oder Submission in unter einer Minute besiegen und fünf Gegner in Folge per Knockout besiegen konnte.

Mit diesem ersten Eindruck wurde Frye umgehend zum Publikumsliebling und nahm noch an zwei weiteren UFC Turnieren der damaligen Zeit teil. Zwar scheiterte Frye beim UFC 10 Finale am damals alles überragenden Wrestler und Ground-and-Pound „Erfinder“ Mark Coleman, jedoch konnte er danach das Ultimate Ultimate 1996 (UFC 11.5) Turnier für sich entscheiden. Dabei gewann er bereits zum dritten Mal gegen Mark Hall sowie zum zweiten Mal gegen Gary Goodridge, beides Beispiele für frühe Trilogien im MMA Sport. Um den Kampf gegen Hall beim Ultimate Ultimate 1996 Turnier ranken sich jedoch Gerüchte, dass der Kampf abgesprochen war, da Frye ihn nach lediglich 20 Sekunden via Submission für sich entscheiden konnte, obwohl die beiden vorherigen Aufeinandertreffen stark umkämpft waren. Darüber hinaus wurden beide Kämpfer von demselben Manager betreut und Frye hatte bereits bei seinem ersten Turnierkampf über elf Minuten im Octagon gestanden, während Finalgegner Tank Abbott bei seinen Kämpfen keine große Mühe hatte. Auch Referee „Big“ John McCarthy äußerte später in seiner Biographie, dass es sich nicht nach einem richtigen Kampf angefühlt habe.

Scheinbar auf dem Höhepunkt seines Schaffens und mit einem 11-1 Record beendete Don Frye im Jahr 1997 dann plötzlich seine MMA Karriere. Stattdessen wechselte er in den MMA Sport, wo er vier Jahre lang für New Japan Pro Wrestling antrat. Nachdem Frye unter anderem von „Mr. Perfect“ Curt Hennig trainiert wurde, entwickelte er sich zu einem der Top Heels und dem Ace unter den Gaijins – sprich, ausländlichen Wrestlern – der Promotion. Unter anderem hatte Frye die Ehre der Gegner des legendären Antonio Inoki in dessen Retirement Matches zu sein und insgesamt drei Mal um die IWGP Heavyweight Championship anzutreten, die er jedoch nie gewinnen konnte.

Erst im Jahr 2001 entschied sich Frye für ein Comeback im MMA Sport. Durch seine Karriere im Pro Wrestling war der US-Amerikaner auch in Japan zu einem Star und Publikumsliebling geworden und unterschrieb deshalb beim UFC Konkurrenten PRIDE FC, der größten asiatischen MMA Promotion, einen Vertrag. Dort fügte er sich gleich mit drei Siegen am Stück ein, darunter seine legendären Kämpfe gegen Ken Shamrock und Yoshihiro Takayama. Während der Kampf gegen Shamrock für beide Fighter den Wendepunkt ihrer Karriere darstellte – Fryes Knöchel waren durch Shamrocks Ankle Lock so beschädigt, dass die Verletzung später zu einer Abhängigkeit von Painkillern führte – ist der Kampf gegen Takayam sicherlich der berühmteste Fryes.

In einem Kampf der heute als legendär und einer der aufregendsten und Action-geladensten Kämpfe aller Zeiten bezeichnet wird, traft Frye auf den legendären Pro Wrestler Yoshihiro Takayama. Der Kampf zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass beide ohne Rücksicht auf Verluste ihre Defensive vernachlässigten und stets versuchten, ihren Gegner auszuknocken. Berühmt sind die teilweise minutenlangen Sequenzen, in denen sich Frye und Takayama wie bei einer Eishockeyschlägerei im Clinch begegnen und Schlag um Schlag auf den Gegner einprasseln lassen. Nachdem Takayama das dritte Mal zu Boden ging und Frye sich in der Full Mount Position befand, beendete der Referee endlich den Kampf. Der Kampf wurde später unter anderem vom Wrestling Observer zum „Fight of the Year“ des Jahres 2002 gewählt.

Im Anschluss an diese beiden legendären Kämpfe nahm Fryes Karriere die bereits angesprochene Wendung. Es folgte eine Niederlagenserie gegen den Olympiasieger im Judo Hidehiko Yoshida sowie in Rematches gegen Mark Coleman und Gary Goodridge. Anschließend verließ der ehemals so erfolgreiche MMA Fighter PRIDE FC und schloss sich den japanischen Konkurrenten K-1 und Hero’s an. Neben einigen weiteren Ausflügen in’s Pro Wrestling konnte Frye zumindest bei K-1 Promotion drei Siege einfahren. Zwischenzeitlich bestritt er 2006 auch seinen ersten Kampf seit neun Jahren in den USA. Der Kampf gegen Ruben Villareal endete in einem Draw.

Im Jahr 2007 kehrte Frye, mittlerweile bereits 41 noch einmal zu PRIDE FC zurück und bestritt bei PRIDE FC 34 – dem letzten Event der Promotion vor dem Aufkauf durch Zuffa – einen Kampf gegen Oli Thompson, den er allerdings auch verlor. Bis zum Jahr 2011 folgten noch fünf weitere, vereinzelte Kämpfe in den USA und Japan, ehe Frye im Alter von 46 Jahren und mit einem Record von 20-9-1, 1NC endgültig seine MMA Karriere beendete. Auch im Pro Wrestling folgte im Jahr 2013 noch ein letzter Auftritt, als er an der Seite des Great Muta ein Tag Team Match gegen seinen alten Rivalen Yoshihiro Takayama und Masayuki Kono unter dem All Japan Pro Wrestling Banner gewann.

Modern-Era Wing

Neben dem Pioneer Wing gibt es auch noch den Modern-Era Wing in der Hall of Fame. Während die Fighter, die in die Pioneer Wing eingeführt werden, vor dem 17. November 2000 ihr Profidebüt gegeben haben, müssen die Kämpfer, die in den Modern-Era Wing eingeführt werden, ihr Profidebüt nach dem 17. November 2000 bestritten haben. Dieses Datum ist nicht zufällig gewählt, sondern hat eine ganz besondere Bedeutung für die UFC.

So fand am 17. November 2000 mit UFC 28 nämlich das erste UFC Event, unter der neuen Unified Rules of Mixed Martial Arts statt. Diese Regeln gelten bis heute und waren zum damaligen Zeitpunkt der erste Schritt hin zum einen anerkannten Sport. Bevor das Regelwerk eingeführt wurde, war die UFC in den meisten Bundesstaaten der UFC verboten und galt als brutaler Sport, der keinen guten Ruf hatte. Die neuen Regeln besagten unter anderem, dass die Fighter Handschuhe tragen müssen, Gewichtsklassen wurden eingeführt und erstmals dauerten Runden nur noch fünf Minuten. Kämpfe wurden ab sofort auch nach Punkten bewertet und Punkterichter waren immer anwesend.

Bislang wurden erst drei Kämpfer in diesen Bereich der Hall of Fame eingeführt. Diese sind Forrest Griffin, Stephan Bonnar und BJ Penn. In diesem Jahr wird niemand in den Modern-Era Wing eingeführt, dafür werden jedoch gleich zwei Kämpfer in die Pioneer Wing eingelassen. Sollten noch aktive Legenden wie Georges St-Pierre, Lyoto Machida oder Mauricio „Shogun“ Rua aber zurücktreten, können wir uns sicher sein, dass sie so schnell wie möglich in die Hall of Fame eingeführt werden.

Contributors Wing

Der Contributors Wing ist für all diejenigen gedacht, die nicht selbst im Octagon gestanden haben, aber außerhalb der Kampffläche signifikante Beiträge und Erfolge für den MMA Sport oder die UFC geleistet beziehungsweise erreicht haben. Damit sind praktisch alle Personen mit Ausnahme der Fighter eingeschlossen, seien es Promoter, Kommentatoren, Referees oder Trainer.

Bislang zählt der Contributors Wing erst zwei Mitglieder. So wurde im Jahr 2009 Charles „Mask“ Lewis Jr. eingeführt, der vielen MMA Fans durch seine extravagante Art und seine Gesichtsbemalung in Erinnerung geblieben ist. Er wurde als Gründer von Tapout, der ersten großen MMA Kleidungslinie und einem langjährigen Sponsor des Sports, eingeführt. Nachdem er 2009 bei einem Autounfall verstarb, befindet sich noch heute sein Name an der Innenseite der Octagontür eingraviert. Im vergangenen Jahr wurde dann Jeff Blatnick, der ehemalige Olympiasieger im griechisch-römischen Ringen, eingeführt. Blatnick arbeitete vom UFC 4 bis zum UFC 32 Event als Color Commentator für die Promotion und war als UFC Commissioner für die Regulierung des Sports sowie für die Entwicklung und Einführung der Unified Rules of MMA verantwortlich, die instrumental für das Fortbestehen der UFC waren. Der sehr beliebte spätere Punktrichter verstarb 2012 an den Folgen einer Herzoperation.

In diesem Jahr wird mit Bob Meyrowitz erneut einer der Pioniere in den frühen Jahren der UFC eingeführt. Tatsächlich handelt es sich bei ihm um einen Mann der allerersten Stunde, schließlich zeichnete sich Meyrowitz für die Entwicklung und Produktion des ersten UFC Events verantwortlich und zählt neben Art Davie, Rorion Gracie, John Milius und Campbell McLaren zu den Gründern der UFC.

Bob Meyrowitz

Am Anfang der Geschichte der UFC stand die Frage „Welche Kampfsport ist die stärkste von allen?“ Genau diese Frage beschäftigte auch den Bob Meyrowitz. Eigentlich hatte der spätere UFC Co-Gründer nie vorgehabt, im Kampfsport aktiv zu werden, geschweige denn eine eigene Promotion zu gründen. Doch eines Tages gab ein Freund von ihm den Anstoß. Meyrowitz stellte seinem Freund, der Taekwondo trainierte, die Frage, ob diese Kampfsportart Karate in einem Kampf überlegen wäre. Sein Freunde lachte daraufhin nur und stellte klar: „Sie können nicht gegeneinander kämpfen, es gibt unterschiedliche Regeln.“

Aus diesem simplen Gespräch entwickelte sich anschließend nicht nur die Idee einer MMA-Promotion. Vielmehr wurde durch die spätere Gründung der UFC der Begriff „Mixed Martial Arts“ und die heutige Definition des Sports überhaupt erst geschaffen. Zwar gab es in Brasilien mit dem Vale Tudo (dt.: alles ist erlaubt) und dem Luta Livre (dt.: Freies Kämpfen) und in Japan mit der Wiederbelebung der antiken Pankration (dt.: Allkampf) und den Einflüssen des Shoot- und Catchwrestlings bereits geistige Vorgänger, aber erst die Gründung der UFC ermöglichte auch die Erschaffung des MMA Sports, wie wir ihn heute kennen.

Nach dem Gespräch mit seinem Freund ließ Bob Meyrowitz seine Frage nicht mehr los. Also stellte der Gründer der Semaphore Entertainment Group (SEG) seine Idee in einem kreativen Meeting vor. Seine Kollegen waren begeistert und stellten weitere Vergleiche, beispielsweise zwischen dem Ringen und Jiu-Jitsu an. Damit war die Idee eines Events, bei dem sich alle Kampfsportarten messen können, geboren. Wie wir bereits im ersten Teil unserer UFC 200 Woche (KLICK!) bereits erläuterten, hatte auch eine andere Gruppe, rund um den Unternehmer Art Davie und der Brazilian Jiu Jitsu Legende Rorion Gracie eine ähnliche Idee und trugen diese dem SEG Produktionsleiter Campbell McLaren vor.

Die beiden Gruppen schlossen sich anschließend also zusammen und die im PPV-Geschäft erfahrene SEG kümmerte sich um die Produktion des ersten UFC Events, das am 12. November 1993 ausgetragen wurde. Die sportliche Geschichte des Events ist bekannt: Royce Gracie dominierte als Vertreter der Gracie Familie und des Brazilian Jiu Jitsu seine im Bodenkampf unerfahrenen Gegner und gewann das allererste Turnier der UFC. Aber auch finanziell war das Event, das im Vorfeld als Kampfevent ohne Regeln beworben wurde, mit einer Buyrate von 86.000 PPV-Käufen ein moderater Erfolg und die Zuschauer dürsteten nach mehr.

Mit dieser Vermarktung trafen die PPV-Pioniere der SEG genau den Nerv der Zuschauer. Einige der damaligen Ideen erscheinen aus heutiger Sicht allerdings geradezu lächerlich. Meyrowitz‘ SEG-Kollege Campbell McLaren gab beispielsweise vor wenigen Jahren in einem Interview bekannt, dass vor dem ersten UFC Event innerhalb der Firma die Idee herumging, dass ein Wassergraben mit Krokodilen um das Octagon aufgebaut wird. Die damalige Atmosphäre des Tabubruchs und der rohen Gewalt sorgte jedoch schnell für eine große Popularität. So verkauften sich beispielsweise die UFC 2 und UFC 8 Events jeweils 300.000 Mal, was zum damaligen Zeitpunkt deutlich hinter den Buyrates im Boxsport, dafür aber bereits mit Ausnahme von WrestleMania auf oder über dem Level sämtlicher Wrestling PPVs lag.

Genau diese Marketingpolitik führte die UFC nach dem anfänglichen Erfolg jedoch relativ schnell in’s Verderben. Mit dem UFC 12 Event im Februar 1997 begannen für Meyrowitz und seine Kollegen die sogenannten „Dark Ages“ der UFC. Auf Grund von politischen Druck des damaligen US-Senators und späteren Präsidentschaftskandidaten John McCains, der die UFC als „menschlichen Hahnenkampf“ bezeichnet hatte, strichen sämtliche bedeutende PPV-Anbieter die UFC aus ihrem Programm und eine Vielzahl von US-Bundesstaaten verboten den Sport. So musste die UFC für das UFC 12 Event kurzfristig in das vergleichsweise kleine Städten Dothan in Alamaba umziehen, nachdem New York und Oregon ein Event auf ihrem Grund verhindert hatten.

Dieser Umstand sorgte in der Folge für große finanzielle Schwierigkeiten bei der SEG, die mit jedem Event Geld verloren, sodass die Situation letztendlich auch zum Verkauf an die Zuffa Gruppe um die Fertitta Brüder Lorenzo und Frank III sowie Dana White führte. Bis es soweit war, sorgte Meyrowitz jedoch mit der Mitarbeit an den bis heute gültigen Unified Rules of Mixed Martial Arts für ein noch größeres Vermächtnis seinerseits im MMA Sport. Neben vereinzelten Events in Japan und Brasilien konnte die UFC in Zeiten der Dark Ages nur noch in den Südstaaten Events auf US-amerikanischen Grund veranstalten. Meyrowitz versuchte zwar alles, um den Sport auch in anderen US-Bundesstaaten wieder zu regulieren, scheiterte aber immer wieder vor Gericht, wo er zur damaligen Zeit viele Stunden verbrachte.

Aus dieser Zeit stammt die Geschichte, die Meyrowitz kürzlich auf der offiziellen Website der UFC erzählte. So plante die Promotion ein Event in Bundesstaat Rhode Island und Meyrowitz musste dafür bei einem Richter vorsprechen. Dieser wollte das Event erstaunlicherweise sogar juristisch auf den Weg bringen, allerdings unter einer Bedingung: Das Event müsste unter denselben Regeln wie beim Wrestlingmarktführer WWE stattfinden. Meyrowitz‘ Anwalt entgegnete daraufhin geschockt, dass die Kämpfe bei WWE doch nicht echt seien, woraufhin der Richter meinte, dass er die WWE seit 20 Jahren verfolge und es durchaus echte Kämpfe seien. „Mit solchen Sachen mussten wir uns damals herumschlagen“, seufzt Meyrowitz noch heute.

Aus diesem Antrieb heraus entwickelten die UFC Offiziellen in Zusammenarbeit mit dem damaligen UFC Kommentator Jeff Blatnick, seines Zeichens Olympiasieger im Ringen, und dem Referee „Big“ John McCarthy das Regelwerk, das später als Unified Rules of MMA bezeichnet wurde. In diesem Regelwerk wurden unter anderem sämtliche Regelverstöße, das heutige Rundensystem, das 10-Point Must Punktwertungssystem sowie die Gewichtsklassen definiert. Damit war der erste Schritt für den erneuten Aufstieg der UFC geschaffen und mit UFC 28 veranstaltete die Promotion im November 2000 erstmals ein Event im Bundesstaat New Jersey. Auch die PPV-Anbieter nahmen die UFC ab dem UFC 33 Event wieder in das Programm auf, auch wenn die SEG zu diesem Zeitpunkt die UFC bereits an Zuffa verkauft hatte.

Für Meyrowitz sollte es für lange Zeit der letzte Ausflug in den MMA Sport bleiben. Der heute 73-Jährige, der vor der Gründung der UFC vor allem als Musikproduzent tätig war und unter anderem die legendären Interpreten The Who und Ozzy Osbourne zu seinen Klienten zählte, zog sich nach dem Verkauf der Promotion wie ein Großteil der restlichen Gründer nahezu komplett vom Sport zurück. Im Jahr 2008 versuchte er mit YAMMA Pit Fighting einen neuen Anlauf im MMA Sport, die Promotion ging jedoch nach nur einem Event im selben Jahr schon Bankrott.

Als Co-Gründer der UFC hat Bob Meyrowitz aber nicht nur die Promotion und damit den modernen MMA Sport sowie auch später die Unified Rules of MMA auf den Weg gebracht, sondern auch die erste Generation an Stars geschaffen. In Person von Royce Gracie, Ken Shamrock, Dan Severn, Bas Rutten, Randy Couture, Chuck Liddell, Tito Ortiz, Matt Hughes, Mark Coleman, Don Frye und Pat Miletich debütierte der Großteil der aktuellen UFC Hall of Famer während der Amtszeit von Meyrowitz. Daneben bestritten auch weitere Fanlieblinge und zukünftige Hall of Famer wie Marco Ruas, Maurice Smith, Frank Shamrock, Kevin Randleman, Oleg Taktarov, Carlos Newton, Murilo Bustamante oder Dan Henderson unter Meyrowitz ihre ersten Kämpfe im Octagon.

Fight Wing

Kommen wir nun zum letzten Bereich der UFC Hall of Fame. Im Fight Wing wird jedoch kein einzelner Kämpfer aufgenommen, sondern ein legendärer UFC Kampf mit einer besonderen Bedeutung. Dieser muss mindestens fünf Jahre alt sein. Besonders in diesem Bereich wird es sehr schwer sein, aufgenommen zu werden, da praktisch jeden Monat großartige Kämpfe stattfinden. Im vergangenem Jahr entschied sich die UFC, den zweiten Kampf zwischen Matt Hughes und Frank Trigg (UFC 52) in die Ruhmeshalle einzuführen. UFC Präsident Dana White betonte bereits oft, dass dieser Fight einer seiner Lieblingskämpfe überhaupt ist. Auch dieses Jahr wird ein älterer Kampf in die Ruhmeshalle eingeführt, den sehr viele Fans noch in Erinnerung haben.

Die Rede ist von Pete Williams vs. Mark Coleman (UFC 17). Der Kampf fand am 15. Mai 1998 im Mobile Civic Center in Mobile, Alabama, USA statt und war der Main Event des Abends. Sowohl Williams, als auch Coleman galten zu dem Zeitpunkt als zwei der besten Heavyweights auf der Welt und konnten schon einige Erfolge einfahren. Vor allem Coleman war sehr erfolgreich und konnte neben zwei UFC Turnieren auch die erste UFC Heavyweight Championship gewinnen. Den Titel verlor er jedoch bei seiner ersten Titelverteidigung gegen Maurice Smith. Der Kampf gegen Smith wurde zum Fight of the Year ausgezeichnet.

Eigentlich sollte Coleman auf Randy Couture treffen, dieser verletzte sich jedoch und wurde kurzfristig durch Williams ersetzt. Für Pete Williams war der Kampf gegen Coleman der Erste in der UFC. Zuvor bestritt er seine größten Kämpfe in Japan. Trotzdem war Williams noch lange nicht so bekannt wie Coleman, der den Sport mit seinem Ground and Pound revolutionierte. Bis heute gilt Coleman als „Grandfather of Ground and Pound“. Die meisten Fans dachten, dass er sich gegen Williams durchsetzen wird und anschließend wieder auf Titeljagd gehen wird, der Kampf verlief jedoch anders.

Coleman setzte sofort auf sein Wrestling und landete nach wenigen Sekunden einen Takedown. Am Boden überraschte Williams den ehemaligen UFC Heavyweight Champion jedoch mit einer Armbar, allerdings schaffte Coleman, der Submission zu entkommen. Nach dem Submissionversuch dominierte Coleman wieder das Geschehen. Die nächsten Minuten kontrollierte er Williams und landete einige harte Treffer on Top. Nach knapp sechs Minuten unterbrach Referee John McCarthy den Fight und startete den Kampf im Stand neu, da die beiden Kämpfer laut ihm zu inaktiv waren. Im Stand landete Coleman zwar zwei harte Rechten, jedoch war es Williams, der das Tempo bestimmte und so langsam aber sicher die Kontrolle übernahm. Immer wieder traf er „The Hammer“ mit harten Leg Kicks, die Coleman sichtlich schwächten. Als Williams einen weiteren Leg Kick ansetzte, schaffte Coleman es, einen weiteren Takedown zu landen und einige gute Schläge zu landen, allerdings stand Williams schnell wieder auf und sie clinchten ein wenig am Käfig. Coleman landete kurze Zeit später erneut einen Takedown, richtete dieses Mal jedoch nicht viel Schaden an. Die reguläre Zeit von zwölf Minuten war dann vorbei und es folgten drei Extraminuten. Dort geschah es dann: Williams landete zunächst einige harte Treffer und es folgte der erste Highlight Reel Knockout der UFC Geschichte, als Williams einen High Kick landete, der Coleman sofort ausschaltete und bis heute als einer der besten Knockouts der UFC Geschichte gilt.

Die Karrieren der beiden nach dem Kampf verliefen zunächst erfolgreich. Williams verlor seinen nächsten Kampf zwar, allerdings sicherte er sich nach zwei Erfolgen einen Title Shot um die UFC Heayweight Championship. Er unterlag Kevin Randleman jedoch via Unanimous Decision und verlor auch seine nächsten drei Kämpfe in der UFC, woraufhin er sein Karriereende bekanntgab.

Coleman war noch ein Stück erfolgreicher. Zwar verlor er seine nächsten beiden Kämpfe, allerdings folgte eine Siegesserie bei der japanischen Promotion PRIDE, wo er außerdem den ersten Openweight Grand Prix gewinnen konnte. Bei PRIDE kämpfte er auch gegen die damals besten Heavyweights der Welt wie Fedor Emelianenko und Antonio Rodrigo Nogueira, allerdings verlor er gegen beide. Im Jahr 2009 folgte ein letzter Run in der UFC, wo er nochmal drei Kämpfe absolvierte. In seinem Comeback Fight unterlag er zwar Mauricio Rua, doch dafür siegte er bei UFC 100 gegen Stephen Bonnar. Bei UFC 109 folgte dann der erste Kampf zwischen zwei UFC Hall of Famer, als er auf Randy Couture traf, der Mann, der eigentlich bei UFC 17 gegen ihn antreten sollte. Den Fight gewann Couture via Submission in der zweiten Runde und Coleman trat vom Profisport zurück.

Schluss

Das war es mit unserem Hall of Fame Special. Unsere UFC 200 Woche fängt jetzt aber gerade erst so richtig an und ihr könnt euch morgen auf unseren UFC 200 Preview Podcast freuen. Hoffentlich hat euch dieses Special gut gefallen und seid auch morgen wieder dabei! Bis dahin auf Wiedersehen!

Alles weitere zu unserer UFC 200 Woche findet ihr hier: KLICK!

Die UFC 200 Fightcard findet ihr hier: UFC 200: Cormier vs. Jones II Fightcard aus Las Vegas, Nevada, USA (09.07.2016)





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