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W-I.de WWE RAW Review Ersatzspecial Podcast

27.01.15, von Benjamin "Cruncher" Jung

Schneechaos in den USA, daher auch keine reguläre Monday Night RAW Ausgabe, die Zack und Andi aka LiLaLaunebär und Grantelbart diese Woche reviewen könnten. Dennoch haben sich die Beiden hingesetzt, über die Impro-RAW sowie Smackdown, Fast Lane und auch wieder den Royal Rumble geschnackt und zudem einen ganzen Batzen an Userfragen beantwortet. Viel Spaß!

PS: Zum downloaden den nachfolgenden Link anklicken. Es öffnet sich ein Player. Klickt dann dort mit der rechten Maustaste auf die Audio-Spur, schon seht ihr die Funktion „Audio speichern unter…“! Anklicken, downloaden, fertig!

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17 Antworten auf „W-I.de WWE RAW Review Ersatzspecial Podcast“

Womschlaz sagt:

Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet xD DANKE!

Wuhhuuu man hat meine Frage beantwortet!!! woo!!! 😀 danke dafür !!

Wuhhuuu man hat meine Frage beantwortet!!! woo!!! 😀 danke dafür !!

zerebrat 108 sagt:

coooool 🙂
gibts trotzdem freitag eine review von der mega special smackdown live ausgabe? :p

EateroftheWorlds sagt:

Wow, meine Fragen wurden beantwortet…ich fühle mich geehrt 😀

Alexander_Nolte sagt:

Erstmal danke, dass ihr meine Kritik diskutiert habt.

Ich will mich da auch nicht ganz von Vorurteilen freisprechen. Ein Punkt, der mir Probleme bereitet ist folgender: Lesnar hat ja selber gesagt, dass ihn dieser körperliche Stil in wenigen Monaten Karrierezeit in die Alkohol- und Tablettensucht getrieben hat, und er mit dieser Art zu wrestlen einfach nicht fulltime arbeiten kann ohne rückfällig zu werden, weil Verletzungen die logische Folge sind. Und da hab ich immer die Frage im Kopf: Will ich das als Fan wirklich sehen?
Klar, Lesnar ist das herzlich egal. Er hat ein Match alle paar Monate. Wenn sich eines seiner Risiken in einer Verletzung manifestiert, kann er diese in Ruhe auskurieren. Seine Gegner müssen aber am nächsten Abend bei Raw wieder ran und erhalten keine Pause. Ich mag diese ungesunde Einstellung zur eigenen Toughness nicht, die Lesnar seinen Gegnern aufdiktiert.

Und seine Highspots erfüllen auch selten einen Zweck. Man hat aus der Not, dass Lesnar kein Gespür für Psychologie hat, eine Tugend gemacht: Anstatt Highspots sinnvoll einzusetzen, ballert Lesnar seine Suplessen von der ersten Sekunde an mit vollem Risiko raus. Und dieses mangelnde Gefühl für Psychologie wird ihm dann als sein „Gimmick“ angerechnet: Er ist halt das Biest, er ist immer intensiv dabei. Für mich einfach eine schlechte Auswahl, wann es das Risiko eines Highspots wert ist und wann nicht. Und es hat die Folge, dass Lesnar zwischen den Seilen fast immer ein „Tweener“ sein muss, weil er die Heel/Babyface-Psychologie entweder nicht anwenden kann oder will.

Aber unterm Strich: Ob es nun 4 1/4* oder 4 3/4* sind, und ob nun Rollins der MVP war oder Lesnar, am Ende wars ein mitreißender Kampf, der das Publikum begeistert hat und damit wurden alle Zuschauer (auch ich) sehr gut unterhalten.

JME sagt:

@Alexander_Nolte

Ich kann nicht beurteilen was in der von dir angesprochen Biografie steht, da ich sie leider nicht gelesen habe, aber ein Faktor der auch zu Lesnars Aussagen führen dürfte ist durchaus auch heute deutlich zu erkennen: Er sellt für seine Gegner ohne Rücksicht auf seine eigene Gesundheit. Erst letzte Woche beim Curb Stomp von Rollins, aber auch schon vor einem Jahr als er sich für Big Show einen „absellte“. Da stürzt er sich schon mal kopfüber aus dem Ring oder klatscht sein Gesicht auf die Matte.

Natürlich hast du recht damit wenn du sagst, dass er einen sehr intensiven Stil pflegt. Aber von wirklichen Verletzungen seiner Gegner bei seinen letzten Matches ist mir nichts zu Ohren gekommen, oder irre ich mich da? (Takers Gehirnerschütterung mal außen vor gelassen) Also ich als Fan will das auf alle Fälle sehen, muss aber sicher nicht jede Woche sein. Lesnars Stil erinnert mich doch sehr an die Belastungen bei New Japan. Auch dort gibt es ja oft solche Matches, in denen die Wrestler ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit zu Werke gehen. Siehe das Climax, wo die Worker sich zwei Wochen jeden Tag alles um die Ohren hauen. Am Ende sorgt dies aber auch für einen Hauch mehr Realismus. Ich weiß nicht ob ich Lesnar unterstellen würde dass er keine Ringpsychologie hat, schließlich ist dies nunmal sein Gimmick. Am Ende weiß er wann er zu sellen und seinen Gegner over zu bringen hat. In der „Offensive“ heißt es für ihn aber aus allen Rohren zu feuern. Das unterscheidet ihn aber halt auch deutlich vom Standart-WWE-Worker. Seine Matches sind wirklich immer anders im Vergleich zu den anderen WWE Matches. Und in Zeiten wo es pro Monat 29 Stunden WWE-Wrestling zu sehen gibt (Ohne NXT) ist das schon auch eine feine Sache. Denn viele WWE-Matches fühlen sich doch manchmal an wie eine Wiederholung von letzter Woche.

Naja, wie dem auch sei. Ich denke auf deinen letzten Absatz kann man sich am Ende einigen. 😀

Doktor sagt:

Hab noch nicht den ganzen Podcast gehört, und eigentlich gehörts auch eher zum RR Podcast:
Schonmal einer daran gedacht, dass Bryan sich verletzt (oder nur Schmerzen hatte) hat beim RR? Und da er ggf. schnell gecheckt werden musste, wollte man ihn nicht noch 30 Minuten oder länger draußen liegen lassen, nur damit er den eigentlich für ihn gedachten Rusev-Spot übernimmt. Und das Casket-Match am Donnerstag schreibt ihn mal raus auf Weiteres.
Nur mal so eine Idee.

Martin sagt:

Danke, Männer! 🙂

Alexander_Nolte sagt:

@ JME:

Ich sehe ja durchaus euren Punkt. Und Lesnar funktioniert in der Regel auch immer vor den Zuschauern vor Ort. Also kann man ihm jetzt nicht jegliche Zugkraft und Fähigkeiten absprechen. Und das wollte ich auch nicht tun, denn er ist insgesamt beeindruckend und glaubhaft und er unterhält auch mich (manchmal 😉 ). Sein intensiver, körperbetonter Stil ist zu honorieren wie bsp. auch der von Mick Foley, aber trotzdem kann man ja auch mal zu differenzierender Kritik ansetzen, die in meinen Augen in Bezug auf Lesnar selten stattfindet. (Obwohl gerade gestern Austin in seinem Podcast ja auch darauf hingewiesen hat, dass Lesnar ringpsychologisch nicht weiß, was er tut)

Aber bitte unbedingt Lesnars Biografie lesen oder das Hörbuch bestellen. Ich denke, das wird deine Ansicht relativieren. Besonders das gesamte Kapitel darüber, wie er bei einer Houseshow (!!!) gegen The Rock in dessen Heimatstadt verlieren sollte, und das dann einer der Hauptgründe war, warum er die WWE verlassen hat. Oder seine Einschätzung zu WM XX: „Ich wollte den Leuten, die gutes Geld bezahlt haben, nichts zeigen, genau wie auch Goldberg. Wir wollten uns beide nur den Check abholen.“ Nach dem Lesen dieses Buches muss man Lesnar wohl einfach kritisch gegenüberstehen.

Und bezüglich NJPW. Da bin ich bei dir, die bieten derzeit ein großartiges Produkt. Aber hier muss man eines feststellen: Seitdem Inoki dort die Liga 2006 verlassen hat, kam es zu einer regelrechten Wrestlingrevolution. Tanahashi hat im Anschluss an Inokis Abgang (symbolisch) alle Bilder von Inoki im NJPW-Dojo abgehängt und nun auch wieder in seinem Buch deutlich gemacht, dass „Strong Style“ tot sei und er sich als derjenige fühle, der NJPW mit amerikanischen Sports-Entertainment-Einflüssen verändern möchte und dies auch getan hat. Man hat zwar immer noch die Vertreter der alten Garde wie Ishii oder auch Nakamura mit seinem MMA-Background, aber mit Tanahashi an der Spitze sieht man doch ein anderes Produkt als NJPW in den letzten zehn Jahren geboten hat. Tanahashis Ziel ist es, aus NJPW ein langfristig sehr WWEorientiertes Produkt zu machen und die wirklich stiffen Aktionen dann auch zu bannen, jedenfalls behauptet er das (das Buch heißt ja auch „Why Hiroshi Tanahashi was able to Change NJPW“).

The Equalizer sagt:

Jens, ab wann kann man wieder mit deiner erotischen Stimme im Podcast rechnen?

Silentpfluecker sagt:

Jens‘ erotische Stimme wird vielleicht schon Dienstag wieder für euch zur Verfügung stehen, meine kleinen sexuell darbenden Schlingel… 😉

JME sagt:

@ Alexander_Nolte

Also das Lesnar ein Söldner ist und eigentlich alles nur für entsprechend Kohle macht ist mir schon klar. Zugegebenermaßen klingt das Zitat schon sehr krass und macht ihn nicht liebenswürdiger. Aber heutzutage scheint es zumindest so, dass er für die Kohle auch macht was ihm gesagt wird. Er ist auch weiterhin ein Söldner, hat aber weder Probleme damit sich hinzulegen, noch damit alles zu geben. Es scheint mir nicht so als sei er derjenige der zurückkommt und sich irgendwelche Siege, Main Events und Titelgewinne zusichern lässt, wie es in den letzten Jahren beispielsweise bei Rocky und Batista der Fall gewesen sein soll. Ich hatte immer den Eindruck, dass er kein Problem damit hätte jedes Match zu verlieren, so lange seine Kohle stimmt.

Interessanter Fakt zu Tanahashi. Vor allem vor dem Hintergrund dass er ja wohl zu denjenigen gehört, die aufgrund der hohen Belastungen stark angeschlagen sind und sich dennoch immer in die Matches reinhaut.

Alexander_Nolte sagt:

@ JME

Natürlich wird am Ende vom Tag auch immer ein ganz simpler Faktor in der Leistungseinschätzung miteinspielen: Wenn man jemanden sympathisch oder beeindruckend findet, dann neigt man immer dazu, diese Leute positiver zu bewerten und weniger objektiv zu sein. Dann nimmt man positive Aspekte unterbewusst auch stärker wahr und drängt die negativen in den Hintergrund. Wenn man beispielsweise ein MMA-Fan ist, dann wird man Lesnar grundsätzlich eher zugetan sein als beispielsweise einem Rock oder Batista. Geht mir ja auch so. Ich bin beispielsweise ein großer Fan von Batista, deswegen sah ich ihn im letzten Jahr auch stärker als der Rest der Fans, selbst wenn er objektiv einige Aussetzer hatte. Lesnar hingegen sah ich früher auch viel positiver, bis ich dann Recherchen machen musste für einen Artikel zu seinem ersten WWE-Lauf und seitdem hab ich halt aufgrund vieler Kollegenaussagen in Bezug auf seine Rücksichtslosigkeit und seinen Größenwahn (der auch vollkommen von ihm selbst in seinem Buch bestätigt wurde) ein kritischeres Grundbild als viele Fans, die ihn als MMA-Fighter schätzen und weniger von dem Privatmenschen mitgekriegt haben. Persönliche Präferenzen halt.

Und ich denke auch grundsätzlich, dass sich das Wrestlinggeschäft eher in die Richtung Sports-Entertainment entwickeln sollte, d.h. Charaktere, die eine hohe demografische Bandbreite aufweisen, Performer, die ihre Karrieren auf Nachhaltigkeit ausrichten, und mehr charakterorientierte Storylines anstatt der Fixierung auf Titelkämpfe. Und Lesnar wirkt da für mich wie ein Störfaktor, der nur eine sehr begrenzte Zuschauerschicht anspricht (Männer, die harte und glaubwürdige Action im Kontext einer sportlichen Präsentation sehen wollen und oftmals auch MMA am Rande verfolgen; ich glaub nicht, dass Frauen und Kinder ihn derart fasziniert betrachten wie seine Primärzielgruppe) und unnötige Risiken sowohl selbst als auch für seine Gegner in Kauf nimmt.

JME sagt:

@Alexander_Nolte

Aber Lesnars Hauptzielgruppe ist eben die Hauptzielgruppe des Pro-Wrestlings. Auch wenn WWE das nicht wahrhaben will und sich als Familienprodukt sieht. Der Großteil der WWE-Fans und RAW-Zuschauer ist Männlich und Erwachsen. Kinder unter 14 Jahren ist mit Abstand die kleinste Zielgruppe bei WWE. Und am Ende ist Lesnar auch deswegen der mit Abstand größte Star den WWE unter Vertrag hat. Lesnar ist in den USA ein großer Sportstar, Cena ist „nur“ ein Wrestler. Das muss man eben auch sehen. Lesnar bewegt in seinen Segmenten Ratings, Lesnar bewegt PPV-Buys. (Dass WWE dieses Business für sich killt kann man ja schlecht Lesnar ankreiden :D) Und so gerne man das bei WWE auch hätte, Cena ist (in den USA) kein so großer Star wie Lesnar. Und Kinder und Frauen sind nicht die entscheidende Zielgruppen für eine Wrestling-Show. Cena könnte 99% des WWE-Merchandise alleine verkaufen, es wäre immer noch nur ein Bruchteil der Einnahmen, die früher durch PPV’s reinkamen. Lesnar spricht ein erwachsenes männliches Publikum an, das ist richtig. Aber das ist eben der absolute Großteil der RAW-Zuschauer – und vor allem auch der ehemaligen Fans die sich in den letzten 12 Jahren vom Produkt abgewendet haben.

In Sachen Entwicklung des Pro-Wrestling liegen wir aber wohl etwas auseinander. Aber ich denke das Fass sollten wir hier nicht aufmachen. 😀

Alexander_Nolte sagt:

@ JME

Ich denke gar nicht mal, dass wir unbedingt sooooo weit auseinanderliegen. Wenn ein gutes Match läuft, dann bin ich genauso begeistert wie jeder andere. Und das ist ja am Ende vom Tag das, was zählt.

Aber kurz vorweg: Ich kritisiere zwar Lesnar, aber ich bin grundsätzlich kein Hater seiner Leistungen. Ich mochte seinen Kampf mit Cena 2012, war auch von seinem Duell gegen CM Punk total mitgerissen und hatte meine Freude am Triple Threat am Sonntag. Er hat seine Momente und seine Kämpfe, und mit dem richtigen Gegner macht er mir wirklich Spaß. Nur weil ich einige Kritikpunkte an ihm habe, will ich nicht, dass jetzt der Eindruck entsteht, ich finde Lesnar grundsätzlich zum Kotzen und will ihn schlecht machen. Ich argumentiere nur dafür, das überschwängliche Lob zu drosseln, nicht dafür ihm jegliche Fähigkeiten abzusprechen.

Ich denke aber, dass man keinesfalls Lesnar als größeren Star als Cena sehen kann. Es gibt die Buyrates von Extreme Rules und SummerSlam 2012, die dem großen Hype um Lesnars Rückkehr geschuldet waren und deshalb so hervorgestochen sind. Dann gab es 2013 aber auch enttäuschende Buyrates bei Extreme Rules und beim SummerSlam, weil Lesnars Hype abgeflacht ist. Ende 2013 war Lesnar kein Kaufgrund mehr für die meisten Zuschauer. Und heute kann man das in der Tat nicht mehr so leicht ablesen aufgrund des Networks.
Wie es bei den Ratings aussieht, kann ich nur anhand der Gesamtzahlen ablesen, und da macht er keinen Unterschied, allerdings könnte er bei den Quarterratings, die ich nicht habe, vielleicht einen machen.

Mit jeder weiteren Sekunde, die vergeht, schwindet Lesnars UFC-Ruhm und vergisst die Mainstreamöffentlichkeit den Mann. Und die meisten Europäer, die MMA nicht so hoch schätzen wie es (streckenweise) in den Staaten der Fall war, sehen Lesnar sicherlich nicht als einen zwingenden Kaufgrund eines Pay-Per-Views. Wenn überhaupt ist er ein Zuschauermagnet in den Staaten. Und das bezweifel ich jetzt auch mal.

Wenn wir das jetzt mal vergleichen mit Cena, der neben seiner Ringkarriere auch in vielen Filmen stand, sehe ich hier mehr Starpower. Cena hat vielleicht nicht gerade die großen Blockbuster gedreht, aber über einen längeren Zeitraum bleiben seine Filme ja immer noch im TV und wird er dadurch einer Menge neuen Mainstreamzuschauern bekannt. Außerdem ist die WWE-Maschinerie nun schon seit zehn Jahren hinter ihm und nutzt alle Ressourcen, um ihn zu vermarkten. Die WWE erreicht global betrachtet soviel mehr Zuschauer als die UFC, dass Lesnars Erfolge in diesem Bereich definitiv nicht so medienwirksam um die Welt gingen.

Und man muss sich auch mal ganz klar Lesnars Push angucken. Wenn jemand die Streak beendet und dann so eindrucksvoll die WWE Championship gewinnt, ist das ein Ereignis ohne Präzedenzfall. Niemals in der Geschichte des Wrestling hat ein Bösewicht einen derartigen Push gekriegt. Selbst Monster-Heels wie Yokozuna oder Vader mussten in der Regel immer betrügen, um siegreich in großen Kämpfen zu sein. Lesnar erfährt diesen unvergleichlichen Monsterpush und wird in der Rolle als Monster-Heel derartig einzigartig medial präsentiert, dass wohl jeder in dieser Rolle eine gewisse Zugkraft aufbauen würde. Selbst Ryback.

JME sagt:

@Alexander_Nolte

Na dann liegen wir offenbar doch näher beieinander. 😀

Ich hätte dir auch nicht unterstellt ein „Hater“ zu sein. Und dass Lesnar jetzt nicht unbedingt ein großer Sympatheträger würde ich auch nie abstreiten. 😀

Beim Vergleich Cena und Lesnar bezog ich mich natürlich auf die USA – und auf die Zugkraft der beiden. Weltweit dürfte Cena die Nase vorn haben. In den USA ist es aber so, dass Lesnar für einige der größten MMA-Buyrates der MMA-Geschichte sorgte. Sein Fight gegen Carwin mit 1,6 Mio. Buys ist noch heute absoluter MMA-Rekord und auf Platz 4. der höchsten Buyrates aller Zeiten. 4 seiner MMA-Fights hatten eine Buyrate über 1 Million. Im Vergleich dazu Cenas Filme, die wirklich durchweg B-Movies der WWE-Studios waren, die an den Kinokassen nicht wirklich viel Geld einspielten. Die Filme sollten aber natürlich dazu geführt haben, dass Cena in den USA mehr Menschen kennen. Aber ist er deswegen ein größeres Zugpferd? Das bezweifel ich irgendwie. Denn am Ende zählt doch wie viel Geld die Präsenz der Person einspielt. Und in Sachen PPV-Buys hat Lesnar bewiesen, dass er weit über Cena steht.

Durch die Niederlagen gegen Hunter und Cena hat WWE aber das Momentum Lesnars deutlich gestoppt. Was man – wie du schon angesprochen hast – an den Buyrates bei ER2013 und SS2013 gesehen hat. Nichtsdestotrotz war ER2013 mit 231.000 dennoch eine der besten Buyrates für einen B-PPV, im Vergleich mit B-PPVs in den Vorjahren. Und wenn ich mich richtig erinnere, dann war die Verteilung auf „Nordamerika“ und „Rest der Welt“ bei diesen beiden Shows auch etwas anders. Ich glaube, dass die Shows prozentual in den USA wesentlich mehr gekauft wurden, als im Rest der Welt. Was dafür spricht, dass Lesnar eben in den USA ein großer Star ist, nicht aber so sehr im Rest der Welt. Der Hauptmarkt für WWE ist aber nunmal die USA. Und was die Zukraft in den USA angeht, ist ein Lesnar schon fast auf einem Level mit The Rock (gewesen?). Lesnar ist einer der größten PPV-Draws in der Geschichte der USA.

PS: Cena macht übrigens für die Ratings auch keinen Unterschied mehr. Cena war ja oft genug verletzt und im Grunde änderte sich an den gesamten Ratings nichts. Und Viertelstundenratings werden Cena und Lesnar auch weiterhin ausreichend bewegen.

Es gibt ja auch durchaus Indizien dafür, dass Lesnar noch immer zieht. Zum Beispiel die Tatsache dass die Network-Zahlen im Herbst nicht deutlich gesunken sind. Sie sind nicht groß gestiegen, aber wundern muss man sich ja eher dass sie bei diesen Shows nicht noch deutlicher gefallen sind. Ich denke übrigens dass wir noch in diesem Jahr, oder auch Anfang nächsten Jahres, erfahren werden wie sehr Lesnar noch zieht. Und zwar wenn er wieder einen UFC-PPV headlined. Und ich sage mal voraus, dass wir dann wieder von einer Buyrate jenseits der 750.000 sprechen werden.

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